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TUI: Der ohnehin schwer angeschlagene Konzern hat eine weitere Baustelle - Aktienanalyse




11.09.20 11:45
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - TUI-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Carsten Kaletta vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Touristik-Konzerns TUI AG (ISIN: DE000TUAG000, WKN: TUAG00, Ticker-Symbol: TUI1, Nasdaq OTC-Symbol: TUIFF) unter die Lupe.

Der ohnehin schwer angeschlagene Touristik-Konzern TUI habe eine weitere Baustelle. So seien die "Reibereien" mit den Reisebüros zwar nicht ganz neu - sie hätten aber nun eine "neue Eskalationsstufe" erreicht. Im Rahmen des jüngsten virtuellen Kongress‘ der Touristik-Zeitschrift fvw, an dem TUI-Boss Fritz Joussen als "Keynote-Speaker" in Erscheinung getreten sei, hätten die Reisebüros sehr dezidiert ihren Unmut geäußert und deutlich adressiert.

So berichte die fvw, dass viele Reisebüros vor allem deshalb in negativer Grundstimmung seien, weil "einige Veranstalter auf dem Höhepunkt der Corona-Krise wochenlang für die Reisebüros nicht erreichbar" gewesen seien. Das habe die Beziehung zwischen den Reiseverkäufern und Veranstaltern auf einen Tiefpunkt gebracht. Und wie sich beim virtuellen fvw-Kongress gezeigt habe, sitze der Stachel der Enttäuschung tief.

Gleich im Rahmen der Kongress-Eröffnung durch TUI-Chef Fritz Joussen, hätten mehrere Reiseverkäufer ihrem Ärger Luft gemacht. "Das Wort 'Reisebüro" kam Herrn Joussen nicht über die Lippen. Und kein Wort des Dankes für die Arbeit, die Reisebüros ohne Entgelt auch für die TUI gemacht haben", habe Rolf Römer, Leiter von RFR Travelservice in Wuppertal, in den Kommentaren auf fvw.de kritisiert. Andere Veranstalter würden eine "Ignoranz und Überheblichkeit der TUI gegenüber den Reisebüros" sehen. Und ein Reiseagentur-Leiter spreche gar von einem "völlig zerrütteten Verhältnis der TUI zum stationären Vertrieb".

Einmal mehr werde deutlich, dass Corona wie ein Brennglas funktioniere und vorhandene Probleme noch verschärfe. Bereits vor der Pandemie habe sich der stationäre Vertrieb im Vergleich zum Online-Vertrieb benachteiligt gefühlt. TUI habe diese Gefühlslage noch verstärkt: So seien die Hannoveraner wochenlang in der Krise telefonisch für Reiseberater nicht erreichbar gewesen, für Online-Kunden sei jedoch eine Hotline eingerichtet worden. Zwar habe sich TUI-Manager Hubert Kluske für die lange Bearbeitungszeit im Juni in der fvw entschuldigt, habe aber damit die Wogen im stationären Vertrieb nicht glätten können.

Hinzu komme, dass es viele Reisebüros immer noch mit verärgerten Kunden zu tun hätten, die seit Monaten auf die Rückerstattung ihrer Reisekosten warten würden. Die verspätete Rückzahlung einiger Veranstalter sei in der Tat ein Problem und schade der ganzen Branche. Und auch die (ewigen) Diskussionen über eine gerechte Provisionsregelung würden nicht abreißen. Der Kollektivvertrag, den die Reisebüro-Allianz QTA mit TUI vereinbart habe, stoße nicht überall auf ungeteilte Freude. Hinter dem Kollektivvertrag stecke die Idee, Volumenverträge mit den Veranstaltern abzuschließen, damit der Gesamtumsatz aller Büros bei einem Veranstalter über eine Stelle und nicht über jedes einzelne Büro laufe. Doch das würden die Diskussionsteilnehmer eben nicht als "wichtiges Signal für eine Neuordnung" werten, wie die QTA den Kollektivvertrag angekündigt habe.

TUI bekomme jetzt auch noch stärkeren Gegenwind von den Reisebüros. Besser wäre, sich mit den Partnern schnellstmöglich zu arrangieren und die Wogen zu glätten. Denn neue, weitere Probleme könne der in Schieflage geratene Touristik-Konzern eigentlich nicht gebrauchen.

Für die Anleger bedeutet das nur eines: Die TUI-Aktie ist derzeit besser nicht zu gebrauchen, so Carsten Kaletta von "Der Aktionär". (Analyse vom 11.09.2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze TUI-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs TUI-Aktie:
3,792 EUR -1,74% (11.09.2020, 11:13)

XETRA-Aktienkurs TUI-Aktie:
3,793 EUR -1,74% (11.09.2020, 10:58)

ISIN TUI-Aktie:
DE000TUAG000

WKN TUI-Aktie:
TUAG00

Ticker-Symbol TUI-Aktie:
TUI1

Nasdaq OTC Ticker-Symbol TUI-Aktie:
TUIFF

Kurzprofil TUI AG:

Die "neue" TUI AG (ISIN: DE000TUAG000, WKN: TUAG00, Ticker-Symbol: TUI1, Nasdaq OTC-Symbol: TUIFF) ist ein Unternehmen der Chancen - für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter. Unter einem Dach vereint sind das einzigartige Hotelportfolio der TUI, die Kreuzfahrtlinien, sechs europäische Fluggesellschaften und die Vertriebsstärke der Veranstalter, sowohl Online als auch über die Reisebüros in ganz Europa. Der weltweit größte integrierte Touristikkonzern steht für ein durchgängiges Kundenerlebnis über alle touristischen Wertschöpfungsstufen hinweg. Der direkte Kundenzugang macht Investitionen in Hotels und modernste Kreuzfahrtschiffe planbarer und sichert frühzeitig Auslastung. Man kann dadurch schneller wachsen und mehr Reiseangebote exklusiv für TUI entwickeln. (11.09.2020/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
3,078 € 3,179 € -0,101 € -3,18% 29.09./19:45
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE000TUAG000 TUAG00 12,71 € 2,45 €
Metadaten
Ratingstufe:Ohne
Analysten: Carsten Kaletta
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
3,078 € -3,18%  19:45
Hannover 3,071 € -2,10%  10:29
Stuttgart 3,053 € -2,52%  19:30
München 3,061 € -3,13%  15:23
Berlin 3,078 € -3,48%  18:52
Frankfurt 3,079 € -3,75%  19:30
Hamburg 3,078 € -3,81%  16:02
Düsseldorf 3,067 € -4,07%  16:00
Xetra 3,068 € -4,13%  17:36
Nasdaq OTC Other 3,3799 $ -4,79%  24.09.20
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