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Steuern wir auf politische Börsen zu?




15.10.20 09:10
StarCapital

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Im Jahr 2016 wurden sowohl für die Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten wie für den Brexit schwere Börseneinbrüche vorhergesagt, so Manfred Schlumberger, Leiter Portfoliomanagement bei StarCapital.

Das Gegenteil sei eingetreten: An den jeweils folgenden Handelstagen seien die Aktienmärkte schon nach wenigen Stunden nach oben gedreht und hätten viele Berufs-Prognostiker verblüfft. Der Volksmund habe freilich schon länger gewusst, dass politische Börsen kurze Beine hätten.

Politische Ereignisse hätten letztlich nur dann Einfluss auf die Kapitalmärkte, wenn sie nachhaltig die wirtschaftliche Entwicklung und damit die Gewinne der Unternehmen und die Zinsen beeinflussen würden. Wie werde es diesmal nach der US-Präsidentschaftswahl am 3. November sein?

Wegen der geplanten höheren Staatsausgaben unter Biden gehe man davon aus, dass im Falle seines Sieges die Zinsen eher steigen würden. Dem werde sich jedoch die Notenbank notfalls mit noch mehr Anleihekäufen entgegenstellen. Die Zinsen würden auf Jahre unten bleiben und das sei positiv für die Aktienmärkte. Beide Kandidaten hätten ein großes Interesse an einer wirtschaftlichen Erholung aus der Corona-Rezession. Die Frage, wer die Wahlen gewinne, werde also vermutlich irrelevant für die Börsenentwicklung sein. Im Vorfeld der Wahl sei weiterhin mit hoher Volatilität zu rechnen, die sich bei einem zunächst ungewissen Wahlausgang noch verstärken könne. Sei aber die finale Entscheidung gefallen, werde sich die Unsicherheit schnell wieder legen.

Entscheidend für die Aktienmärkte bleibe vielmehr die Frage, wann ein oder mehrere wirksame Impfstoffe zur Verfügung stünden. Sollte sich bis Anfang nächsten Jahres abzeichnen, dass dies der Fall sei, so stehe einem weiteren Anstieg der Aktienmärkte nichts mehr im Weg, unabhängig davon wer US-Präsident werde. Wie 2016 würden dann insbesondere zyklische Value-Aktien von konjunktursensitiven Unternehmen outperformen. Die würden sich zu vernünftigen Bewertungen bevorzugt in Europa und den Schwellenländern finden. (15.10.2020/ac/a/m)






 
 
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