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State Street BREXOMETER Q4: Deutschland nur auf Platz 3 bei grenzübergreifenden Standorten




06.12.18 15:20
State Street

Boston (www.aktiencheck.de) - State Street Corporation hat heute die neuesten Ergebnisse des Brexometer-Index vorgestellt, einer vierteljährlichen Impuls-Umfrage unter institutionellen Anlegern zur Stimmungslage über die wirtschaftlichen Auswirkungen des Brexit:

Nachdem die Nachfrage nach britischen Anlageprodukten im dritten Quartal 20181 auf ein Rekordhoch gestiegen sei, habe die Umfrage im vierten Quartal 20182 bei den Anlegern eine etwas verhaltenere Resonanz verzeichnet, wobei der Anteil derjenigen, die ihre Bestände erhöhen wollten, von 21 Prozent auf 15 Prozent zurückgegangen sei. Dementsprechend sei der Anteil der Anleger, die ihre Bestände an britischen Anlageprodukten hätten verringern wollen, im vierten Quartal unverändert bei 20 Prozent.

"Der Brexometer für das aktuelle Quartal wurde in der ersten Novemberwoche durchgeführt, also zu einer Zeit, in der die Hoffnungen auf einen Deal theoretisch zunahmen", habe Michael Metcalfe, Leiter Global Macro Strategy bei State Street Global Markets, gesabgt. "Dabei ist es bezeichnend, dass sich die Einstellung der Anleger zu ihren britischen Beständen kaum verändert hat. Diese Vorsicht hat sich im Laufe des Monats November bestätigt, und während erhebliche Brexit-Hürden ausgeräumt wurden, spielt nun die Abstimmung im britischen Parlament - vielleicht die größte Herausforderung für die Zustimmung zu dem Deal - eine große Rolle."

Trotz eines optimistischeren Ausblicks für die Weltwirtschaft auf mittelfristige Sicht im dritten Quartal, als die Stimmung der Anleger auf 43 Prozent gestiegen sei, habe sich darüber hinaus die Zahl derjenigen mit negativer Perspektive von 15 Prozent auf 30 Prozent verdoppelt. Dies sei der höchste negative Wert seit Beginn der Studie und sieben Prozent mehr als der bisherige Rekord von 23 Prozent im zweiten Quartal 2018.

Die Umfrage für das vierte Quartal habe außerdem ergeben, dass 80 Prozent der Anleger erwarten würden, dass der Brexit sich auf ihr Betriebsmodell auswirke, während der Anteil derjenigen, die einen deutlichen Einfluss erwarten würden, von 26 Prozent im dritten Quartal auf 18 Prozent zurückgegangen sei.

Weitere wichtige Ergebnisse des Index für das vierte Quartal 2018 seien unter anderem:

- 28% der institutionellen Anleger würden glauben, dass die Eigentümer ihr Anlagerisiko in den kommenden drei bis fünf Jahren erhöhen würden. Dennoch sei die Zahl derjenigen, die einen Rückgang erwarten würden, auf 43% gestiegen, was der höchste Wert seit Beginn der Umfrage im dritten Quartal 2016 sei.

- Der Anteil der Anleger, die angegeben hätten, keine Unterstützung bei ihren Investments zu benötigen, sei im vierten Quartal deutlich von 28% auf 39% gestiegen. Dagegen würden aufsichtsrechtliche Meldepflichten, wie sie beispielsweise nach Solvency II und AIFMD vorgeschrieben seien, der am stärksten nachgefragte Servicebereich (28%) bleiben.

- Mehr als ein Drittel (38%) der institutionellen Anleger glaube, dass ihr Unternehmen mehr grenzüberschreitende Fonds-Standorte nutzen werde, wobei Irland (45%), Luxemburg (38%) und Deutschland (24%) für die Manager als interessanteste Standorte gelten würden.

"Trotz des politischen Theaters und des potenziellen Restrisikos eines harten Brexits glauben wir, dass die Chancen für den Eintritt Großbritanniens in eine mehrjährige Übergangsphase im Jahr 2019 weiterhin hoch sind", habe Bill Street, Leiter Investments EMEA bei State Street Global Advisors, gesagt. "Ähnlich wie bei der herkömmlichen Wahldynamik gibt es quasi eines Amtsbonus für die Annahme des aktuellen Vertragsentwurfs, da es keine plausible Alternative gibt. Eine etwaige Einigung über den Rückzug dürfte daher zu einem Stimmungsaufschwung für britische Anlagen sowie zu freien Investitionen in der Realwirtschaft führen, die derzeit aufgrund von Unsicherheiten zurückgestellt werden."

"Die Kursentwicklung beim britischen Pfund wird weiterhin von den Brexit-Nachrichten geprägt sein. Es bleibt angesichts der zukünftigen Unsicherheiten deutlich unterbewertet und erholt sich nach der Ankündigung positiverer Verhandlungen, bevor es wieder zurückfällt, sobald das Risiko eines "no deal" höher erscheint", so Street weiter. (06.12.2018/ac/a/m)






 
 
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