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Starker Gewinnansteig bei Merck - Russische Gegenmaßnahmen beflügeln Stahlwerte - Ford spaltet sich in zwei Bereiche auf




03.03.22 10:36
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Erste russische Gegenmaßnahmen bescherten den Stahlwerten Kurszuwächse: Laut der russischen Nachrichtenagentur Tass will Russlands Stahlkonzern Severstal nicht mehr in die EU liefern, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Die Aktienkurse von thyssenkrupp (ISIN: DE0007500001, WKN: 750000, Ticker-Symbol: TKA, NASDAQ OTC-Symbol: TYEKF) und ArcelorMittal (ISIN: LU1598757687, WKN: A2DRTZ, Ticker-Symbol: ARRD, Euronext Amsterdam-Symbol: MT) hätten daraufhin um 2,0% bzw. 3,0% zugelegt.

Durch obige Maßnahme negativ betroffen sei vor allem die Autoindustrie, die vermutlich den Bedarf mit erhöhten Preisen bezahlen dürfte bzw. mit Produktionsausfällen kämpfen müsse. So dürfte im größten europäischen BMW-Werk Dingolfing die Fahrzeugproduktion in der kommenden Woche komplett ausfallen. Dementsprechend hätten die Autowerte zu den gestrigen Hauptverlierern gehört: Die Aktien von Daimler Truck (ISIN: DE000DTR0CK8, WKN: DTR0CK, Ticker-Symbol: DTG) hätten 5,0% verloren, Mercedes-Benz (ISIN: DE0007100000, WKN: 710000, Ticker-Symbol: MBG, NASDAQ OTC-Symbol: DDAIF) hätten um 3,3% nachgegeben und BMW (ISIN: DE0005190003, WKN: 519000, Ticker-Symbol: BMW, NASDAQ OTC Symbol: BAMXF) habe 2,3% verloren.

Die Sanktionen gegen Russland würden für eine strategische Kehrtwende bei einigen Konzernen sorgen. Auch die Flugzeugbauer Airbus (ISIN: NL0000235190, WKN: 938914, Ticker-Symbol: AIR, NASDAQ OTC-Symbol: EADSF) und Boeing (ISIN: US0970231058, WKN: 850471, Ticker-Symbol: BCO, NYSE-Symbol: BA) würden auf den Krieg in der Ukraine und die westlichen Sanktionen reagieren und ihre Lieferungen an russische Fluggesellschaften einstellen. Die Airlines würden damit keine Ersatzteile mehr erhalten und würden auch technisch nicht mehr unterstützt. Auch das Gemeinschaftsunternehmen ECAR, das Airbus mit dem russischen Finanzinvestor Systema und der Industrieholding Kaslol betreibe, solle die Arbeit einstellen. Die Airbus-Aktien seien mit einem Plus von 5,3% Top-Gewinner im DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) gewesen, während Boeing um 1,5% habe zulegen können.

Ford (ISIN: US3453708600, WKN: 502391, Ticker-Symbol: FMC1, NYSE-Symbol: F) wolle sein Elektroauto- und sein Verbrennergeschäft in zwei unabhängige Einheiten aufspalten und so im Wettbewerb mit Rivalen wie Tesla (ISIN: US88160R1014, WKN: A1CX3T, Ticker-Symbol: TL0, NASDAQ-Symbol: TSLA) Boden gutmachen. Das Elektrogeschäft solle künftig unter dem Markennamen "Ford Model e" geführt werden. Die Einheit Verbrennungsmotoren werde künftig als "Ford Blue" firmieren. Für kommendes Jahr habe Ford zudem eigene Bilanzen für die beiden Sparten angekündigt. Die Aufspaltung habe die Anleger elektrisiert, wodurch der Aktienkurs um 8,4% nach oben geklettert sei.

Merck KGaA (ISIN: DE0006599905, WKN: 659990, Ticker-Symbol: MRK, NASDAQ OTC-Symbol: MKGAF) habe heute sein Zahlenwerk zum abgelaufenen Geschäftsjahr vorgelegt und könne auf ein starkes zweites Coronajahr zurückblicken. Ein Gewinnansteig von 53,7% führe dazu, dass sich Anleger über eine besonders hohe Dividende freuen könnten (EUR 1,85). (03.03.2022/ac/a/m)






 
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