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Kolumnist: Admiral Markets

Die Stabilität sorgt für die Hochs




28.06.17 13:55
Admiral Markets

Der Euro wird derzeit durch die Worte des Super-Mario beflügelt. Deflation sei bezwungen, die Entwicklung auf einem guten Weg, alle schauen positiv in die Zukunft. Dennoch sollte man die politische Komponente nicht außer Acht lassen. Mit Emmanuel Macron erleben wir eine Stabilität in Frankreich, die schon lange nicht vorhanden war. Theresa May, die sehr gerne als zweite eiserne Lady in die Geschichtsbücher eingehen würde, muss nun etwas moderater auftreten. Alles zusammen lässt die politischen Risiken nur so schmelzen. Soweit zu Europa. In den USA sind die politischen Risiken zeitgleich zu einem unberechenbaren Kalkül geworden. Trump, Senat, Gerichte – alle gegen alle, jeder für sich, oder wie auch immer – die Vereinigten Staaten scheinen nicht wirklich vereint zu sein. Ein Stressfaktor für die Investoren, und somit wird wohl niemanden überraschen, wenn der Euro noch einige Hochs erobern wird.




Nun aber zu unserer Technischen Analyse:


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Rückblick


Der EUR bewegte sich zu Beginn unseres Betrachtungszeitraums, am Mittwoch der letzten Handelswoche, im Bereich der 1,11305/1,1135. Er notierte damit erneut unter dem Niveau fünf Handelstage zuvor. Der EUR versuchte sich am Mittwoch von der 1,1130 zu lösen, schaffte es aber nur bedingt. Der Ausbruchsversuch endete bereits bei 1,1150. Von hier aus ging es wieder in Richtung der 1,1135/30. Am Mittwoch Abend erfolgte der nächste Versuch, der dann auch erfolgreich war. Der EUR konnte sich über die 1,1150 schieben und bis zur 1,1165/68 laufen. Aber auch diese Bewegung wurde am Folgetag jedoch auch wieder ab verkauft. Der EUR konnte sich im Bereich der 1,1150 stabilisieren und dann am Freitag in dynamischen Impulsen bis zum Handelsschluss am Abend bis an und über die 1,1200 laufen. Allerdings schafften es der EUR nicht einen WS über der 1,1200 zu formatieren. Zu Beginn der Handelswoche versuchte der EUR erneut über die 1,1200 auszubrechen, was ihm allerdings nur bedingt gelang. Be i 1,1220 war erneut Schluss. Am Dienstag bekam der EUR dann mächtige Schützenhilfe von der EZB. Entsprechend den neusten Erkenntnissen von EZB Chef Draghi wird die Phase der Nullzinsen bald zu Ende sein. Dies half dem EUR dann zu einer massiven Erholung. Er konnte am Nachmittag die 1,1300 deutlich überschreiten und sich auch über dieser Marke festsetzen. Dabei konnte er auch die 1,1330 hinter sich lassen.


Das Hoch im vorletzten Betrachtungszeitraum lag deutlich über dem der Vorperiode. Der Schub nach Norden hat sich am Dienstag eingestellt. Wie erwartet hat sich der EUR bis dahin zunächst schwer getan, sich erneut über die 1,1200/1,1220 zu schieben. Diese Barriere konnte er dann am Dienstag deutlich überwinden. Auf der Unterseite ist er knapp über dem Tief der Vorperiode geblieben. Die Range war, bedingt durch den Anstieg am Dienstag, mit über 200 Pips vergleichsweise hoch und lag über der der Vorperiode.


Wir hatten in unserem Setup auf der Oberseite erwartet, dass der EUR mit dem Überschreiten der 1,1275/77 weiter bis in den Bereich der 1,1289/92 laufen könnte. Diese Bewegung hat sich am Dienstag eingestellt, der EUR hat das maximale Anlaufziel auf der Oberseite mehr als deutlich überschritten. Die Rücksetzer gingen nicht wesentlich unter die 1,1130, die unteren Anlaufbereiche wurden damit nicht erreicht. Das Setup hat damit nicht gepasst.


  • Wochenhoch*: 1,1348 Vorwoche 1,1295
  • Wochentief*: 1,1127 Vorwoche 1,1118
  • Wochen-Range*: 221 Pips Vorwoche 177 Pips

*Betrachtungszeitraum 21.06.2017 bis 27.06.2017




Wie könnte es weitergehen?


  • EUR/USD-WS: 1,1383....1,1445/94
  • EUR/USD US: 1,1318....1,1267/17/05....1,1136/07....1,1004....1,0964/49/04

Weitere Widerstände/Unterstützungen können dem Chart entnommen werden


  • Box-Bereich: 1,1524 bis 1,0223
  • Tagesschlusskurs-Marken: 1,1357 und 1,1075
  • Intraday-Marken: 1,1242 und 1,1127
  • Range: 1,2355 bis 0,9631



EUR/USD-Chart


Der EUR hat es am Dienstag geschafft, sich über die 1,1285 bzw. im Nachgang dessen über die 1,1330 zu schieben und sich dort auch festzusetzen. Die Zinsperspektive der EZB hat dem EUR deutlichen Schub gegeben. Die letzte Tageskerze ist ausgesprochen bullisch. Der EUR hat sich mit der Bewegung am Dienstag über die 20 Tage Linie (Daily) geschoben. Wesentlich wird sein, dass dieser Ausbruch bestätigt wird. Sollte dies der Fall sein, hätte der EUR eine gute Chance weiter in Richtung 1,1400/1,1540 zu laufen. Allerdings hat er in der Vergangenheit immer Probleme gehabt, sich über den Bereich der 1,1350/80 zu schieben. Somit wäre durchaus vorstellbar, dass der EUR sich noch bis in diesen Bereich bewegt und dann wieder zurücksetzen könnte. Schafft er es hingegen, sich über die 1,1400 zu schieben, wäre der Weg an die 1,1540 frei. Auf der anderen Seite wären Rücksetzer bis 1,1000/1,0940 aktuell kein Problem und würden das Chartbild übergeordnet nicht eintrüben.


Viele Beobachter haben vermutet, dass die EZB Einlassung zu ihrer Zins- und Geldpolitik machen wird, nachdem die Fed in Vorlage gegangen ist. Dies wurde jetzt zwar nicht explizit gesagt, aber der Hinweis auf eine gute Konjunktur hat den Rückschluss zugelassen, dass die EZB die Zügel straffen wird. Dies, und das sollte nicht vergessen werden, wird frühestens im nächsten Jahr der Fall sein und dann auch in kleinen Schritten. Bis es dann wieder ein Zinsniveau von zwei oder drei Prozent gibt, wird weitere Jahre dauern - wenn dann nichts dazwischen kommt. Die Kernfrage ist nämlich die was die EZB macht, wenn es zu einer Rezession kommt oder wenn ein schwarzer Schwan auftaucht. Das Instrument der Zinssenkung steht nicht zur Verfügung, andere Instrumente - Fragezeichen. Es bleibt damit zu hoffen, dass der Ausstieg aus der Nullzinspolitik klappt und dass es keine schwarzen Schwäne geben wird.




Zum Markt in den kommenden fünf Handelstagen:


Der EUR könnte zunächst versuchen, sich über der 1,1350 zu stabilisieren und dort zu etablieren. Gelingt dies, so hätte der EUR dann das Potential, die 1,1365/67 und dann die 1,1375/77 zu erreichen. Schafft es der EUR, sich über die 1,1377 zu schieben, wäre der Weg an die 1,1382/84 und an die 1,1392/94 frei. Denkbar ist, dass der EUR Mühe haben könnte, sich über die 1,1380/90 zu schieben. Somit könnten sich in diesem Bereich Rücksetzer einstellen. Gelingt es dem EUR, sich über die 1,1394 zu schieben, so wären die 1,1404/06, die 1,1414/16 und die 1,1427/29 die nächsten Anlaufbereiche. Über der 1,1429 könnte er dann die Anlaufbereiche bei 1,1438/41, 1,1457/59 und 1,1478/80 erreichen. Mit dem Überwinden der 1,1478/80 hätte der EUR dann das Potential bis 1,1493/95, 1,1503/05 und dann weiter bis 1,1525/28 zu laufen.


Kann sich der EUR nicht über der 1,1350 stabilisieren, so wäre mit Rücksetzern zu rechnen die bis 1,1338/35 und dann bis 1,1330/27 gehen könnten. Bereits hier bestehen vergleichsweise gute Chancen der Stabilisierung und der Erholung. Rutscht der EUR unter die 1,1330/27 wären die nächsten Anlaufmarken bei 1,1316/13, 1,1303/00 und im Nachgang dessen dann bei 1,1290/88 zu suchen. Kann sich der EUR bei 1,1290/88 nicht stabilisieren, könnten weitere Abgaben folgen, die bis 1,1278/75, 1,1260/57 und dann bis 1,1248/45 gehen könnten. Setzt der EUR bis in diesen Bereich zurück, so besteht hier erneut das Potential, dass sich Erholungen einstellen. Gelingen diese aber nicht, so könnten sich weitere Rücksetzer einstellen, die bis 1,1240/38, bis 1,1214/12 und dann bis 1,1205/03 gehen könnten. Unter der 1,1203 wären die 1,1195/93, die 1,1180/78 und die 1,1162/60 weitere relevante Anlaufmarken.


Übergeordnete erwartete Tendenz im Betrachtungszeitraum: seitwärts




Die wichtigsten Veröffentlichungen der nächsten 7 Tage:


  • 29.06.2017 – USA: Bruttoinlandsproduct (Q1)
  • 30.06.2017 – DE: Veränderung der Arbeitslosenquote (Jun)
  • 30.06.2017 – EU: Verbraucherpreisindex (Jun)
  • 03.07.2017 – DE: Herstellungs-Einkaufsmanagerindex (Jun)
  • 03.07.2017 – USA: ISAM Einkaufsmanagerindex (Jun)



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RISIKOHINWEIS: Dieser Artikel liefert eine Einschätzung zum Basiswert DAX-Index, unabhängig davon, mit welchem Instrument ggf. getradet wird. Admiral Markets UK ist Forex- & CFD-Broker, sollten Sie den Basiswert als CFD traden, beachten Sie bitte: Forex & CFDs sind Hebelprodukte und nicht für jeden geeignet! Der Hebel multipliziert Ihre Gewinne, aber auch die Verluste. Verluste können Einlagen übersteigen! Lesen Sie den kompletten Warnhinweis über folgenden Link, Disclaimer: http://www.admiralmarkets.de/risikohinweis


Quellen: Eigenanalyse; genutzt werden die Charts vom MetaTrader 4

Über den Autor:


Im Namen von Admiral Markets UK wünsche ich Ihnen erfolgreiche Trades!


Jens Chranowski


Ihr Jens Chrzanowski Geschäftsführer Admiral Markets Kundenservice Deutschland



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