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Kolumnist: Hans-Jürgen Haack

Spitz auf Knopf




18.11.15 15:25
Hans-Jürgen Haack

Liebe Leser,

in dieser Woche ist wirklich sehr viel los. Nachdem die Aktienmärkte als Reaktion auf die Terroranschläge nach dem üblichen Muster politischer Börsen abliefen (kurzlebig, da keine fundamentale Veränderung unterstellt wird), hat sich nun die Wall Street in eine Position hineinmanövriert, die man „Spitz auf Knopf“ bezeichnen kann. Eine Entscheidung steht an, weshalb ich Sie auf die Analyse des S&P 500 weiter unten aufmerksam machen möchte. Das wird spannend!

CAC 40 gefährdet?

Politische Börsen haben meist kurze Beine. Das sah man gut am Montag: Anfänglich Angst und Verkäufe, was schnell von Käufen abgelöst wurde. Das ist auch nachvollziehbar, denn solche Terroranschläge ändern meist wenig bis gar nichts an Konjunktur und Unternehmensgewinnen. Doch in Frankreich könnte das anders sein. Es ist zu befürchten, dass der IS nun Frankreich derart ins Ziel genommen hat und die französische Regierung entsprechend reagiert, dass die Einflüsse auf die Wirtschaftsaktivität doch negativ sind. Das würde den CAC 40 natürlich treffen. Das ist zwar bisher nur eine Vermutung, aber: Da die Gesamtlage an den Märkten aktuell brisant ist, auch ein Abkippen nach unten einzukalkulieren ist (falls der S&P 500 schwach werden würde), dies für viele Zeitebenen zutrifft, bietet sich der CAC 40 als Short-Vehikel an. Dies umso mehr, da dies auch zur Markttechnik passen würde. Nachfolgend der Chart und später in der Ausgabe eine Spekulation auf fallende Kurse.

Brisanter Chart



Der Chart zeigt die Brisanz im CAC 40. Der kurzfristige Aufwärtstrend wurde gebrochen. Da dieser aber sehr steil war, ist dies allein noch nicht besorgniserregend. Jedoch war der Ausflug über 4.910 nur ein Fehlsignal, also eine kleine Bullenfalle. Und bei rd. 5.000 Punkten prallte der Index dann ab. Jetzt kommt es darauf an: War der Anstieg vom Wochenbeginn nur ein letzter Versuch der Bullen und kippen die Notierungen jetzt wieder ab, würde spätestens unterhalb von 4.750 Punkten ein starkes Verkaufssignal entstehen. Darauf ist zu achten. Da die Kurse in solch einem Fall wohl sehr schnell fallen würden, kann man dem durchaus mit einer nicht zu großen Position vorgreifen.

Rücksetzer

Insgesamt lief es aber in etwa wie avisiert: Rücksetzer im November. Die Ereignisse in Paris haben den Rückgang dann gleichzeitig beschleunigt wie auch zunächst beendet. Nun muss sich zeigen, inwiefern die EZB-Fantasie den Markt trägt. Die Quartalszahlen waren in der Masse gut, aber diese sind nun gelaufen. Neue Impulse erwachsen daraus vorerst nicht. Jetzt muss der Markt entscheiden, wohin er will! In der täglichen HAACK-DAILY begleiten wir diese Tendenzen ganz eng, haben am Montag Positionen aufgebaut und schon Gewinne mitgenommen.

Herzlichst Ihr
Hans-Jürgen Haack




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