Kolumnist: Stock-World Redaktion

Spekulieren statt Spekulatius: knapp jeder zehnte Deutsche will häufiger mit CFDs handeln, dabei verliert überwältigende Mehrheit Geld damit




07.01.22 10:17
Stock-World Redaktion

  • 8 % der Deutschen wollen in nächsten 5 Jahren mehr mit Contracts for Difference (CFDs) handeln
  • Hierbei handelt es sich um hochspekulative Finanzprodukte
  • Überwältigende Mehrheit der Privatanleger machen Verluste mit CFDs
  • Der Rendite wegen: Bürger sollten eher Aktien kaufen, statt auf deren Wertentwicklung zu spekulieren

Wie aus einer aktuellen Umfrage hervorgeht, wollen 8 Prozent der Bundesbürger in den nächsten 5 Jahren mehr mit Contracts for Difference (CFDs) handeln – hierbei handelt es sich um hochspekulative Finanzprodukte, welche nur von Profis genutzt werden sollten. Eine neue Handelskontor-Infografik zeigt auf, dass sich jene CFDs für Privatanleger eher als Geldgräber denn als Goldesel entpuppen.


Innerhalb der Europäischen Union agierende Anbieter sind dazu verpflichtet, den Anteil derer klar zu benennen, welche mit CFDs Verluste machen. Die Handelsplattformen platzieren die Hinweise zwar prominent, diese scheinen jedoch von den meisten mit sprichwörtlichen Dollar-Zeichen in den Augen geflissentlich verdrängt zu werden.


Wie die Auswertung aufzeigt, machen beim Anbieter NAGA beispielsweise 75,6 Prozent Verluste mit CFDs. Bei Admiralmarkets sind es mit 75 Prozent annähernd so viele. Etwas besser schneiden die privaten CFD-Händler bei Plus500 (72 Prozent) und eToro (68 Prozent) ab, doch auch hier schreibt die überwältigende Mehrheit rote Zahlen mit den Finanzderivaten.


Die Bundesbürger sind immer mehr geneigt, bei der Geldanlage höhere Risiken einzugehen. Insbesondere seit Ausbruch der Corona-Krise steigt die Anzahl derer, die sich Brokern zuwenden und Sparbüchern den Rücken abwenden. Befürchtungen rund um einen Anstieg der Inflation tun ihr Übriges.


"Prinzipiell spricht zwar vieles für das Eingehen von kalkulierten Risiken: So überzeugen beispielsweise kurzfristig volatile Anlagen wie Aktien und ETFs mittel- bis langfristig mit hohen Renditen, doch tun Privatanleger gut daran, dem Investieren und nicht dem Traden zu frönen, Aktien zu kaufen und nicht mit CFDs auf deren Wertentwicklung zu spekulieren", so Handelskontor-Herausgeber Raphael Lulay. Ganz nach André Kostolany: "Ich kann Ihnen nicht sagen, wie man schnell reich wird; ich kann Ihnen aber sagen, wie man schnell arm wird: indem man nämlich versucht, schnell reich zu werden".


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Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien (auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.





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