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Kolumnist: Stefan Hofmann

Sollten Sie sich beim Trading auf einen Markt beschränken?




30.07.19 12:08
Stefan Hofmann

Ihr Trading auf einen Markt zu beschränken, wird wahrscheinlich nicht
die beste Wahl sein. Hier nenne ich Ihnen ein paar Gründe dafür:
Sie dürfen nicht unter Druck traden. Handeln mit Futures setzt voraus,
wählerisch zu sein, und nur die besten, eindeutigsten Trades in einem
liquiden, nicht übermäßig volatilen Markt herauszupicken.

Die Meinung, jeden Tag einen bestimmten Ertrag mit dem Trading verdienen
zu müssen, oder einen vorangegangen Tag hereinholen zu müssen, ist
blanker Unsinn. Jeder Tag ist ein eigener Tag und muss für sich selbst
betrachtet werden.

Trading ist keine Festanstellung. Wenn Sie eine Festanstellung wollen,
dann gehen Sie hinaus und suchen Sie sich eine. Trading muss gemächlich
erledigt werden, mit reichlich Zeit dazwischen, in welcher Sie überhaupt
nicht traden. Sie können unmöglich immer in Hochform sein, während Sie
dasitzen und auf einen Bildschirm schauen. Die Profis traden
typischerweise nur eine kurze Zeit des Tages, üblicherweise während der
Handelseröffnung und dann wieder zum Handelsschluß.

Das ist der Grund, warum sie solange dabei sind. Diejenigen, die im
Markt bleiben, weil sie als Marketmaker auftreten, traden nur dann ihr
eigenes Geld, wenn sie Ihnen mehrmals am Tag ein paar Ticks abnehmen
können. Ansonsten bleiben sie auf der Seitenlinie und warten darauf,
Aufträge von außen auszuführen, was sie nach ihrem Empfinden tun müssen.

Es kann von Vorteil sein, Positionstrading in verschiedenen Märkten zu
betreiben, dabei den Wochenchart zu verwenden und anhand des Tagescharts
einzusteigen. Wenn Sie dabei sind, ein Trader zu werden, dann müssen Sie
lernen, überall zu traden, und immer dahin zu gehen, wo Geld zu
verdienen ist. Wenn Sie sich an einem einzigen Markt festhalten, dann
werden Sie solche Perioden, in denen nichts passiert, geduldig aussitzen
müssen.

Es ist nicht das erste Mal in meinem Leben, dass es nicht leicht für
mich war, Daytrading in einem bestimmten Markt zu betreiben. Ich habe
Märkte erlebt, die länger als ein Jahr quasi nicht handelbar waren.
Irgendwann wurden sie wieder handelbar. Während der Perioden, in welchen
ein Markt nicht handelbar ist, muss ich mich, wenn ich Daytrading
betreiben will, woanders umschauen.

Es gab andere Perioden, in welchen ich überhaupt nicht traden konnte.
Ich möchte eine Geschichte wiederholen, die ich in vielen Seminaren
erzählt habe.

Es gab eine Zeit in den frühen Siebzigern, (ja, das waren die alten
Zeiten, bevor es Daytrading gab), als ich nur einen Trade in einem
ganzen Jahr ausführen konnte. Er kam im November und hat mir das einzige
Geld in jenem Jahr eingebracht. Im darauf folgenden Jahr konnte ich
wieder traden, aber dann wurden die Märkte wieder sehr schwierig zu
handeln, und viele Trader verschwanden einfach vom Markt und gingen
Pleite. Das ist das Leben eines Traders. Das ist der Grund, warum ich
lernen musste, zu traden, was ich kann, wo ich kann, und wann ich kann.
Das Trading selbst kann saisonabhängig sein. Es gibt Trockenperioden von
Zeit zu Zeit.

Quelle: Ross-Trading

Der Autor stellt hier lediglich Informationen zur Verfügung, es erfolgt
keine Anlageberatung, Empfehlung oder Aufforderung zum Kauf oder Verkauf
von Vermögensanlagen. Anlagegeschäfte beinhalten Risiken, so dass die
Konsultierung professioneller Anlagenberater empfohlen wird. Wir möchten
in diesem Zusammenhang darauf hinweisen, dass ein Engagement in Aktien
(auch Hot Stocks oder Penny Stocks), Zertifikate, Fonds oder
Optionsscheine zum Teil mit erheblichen Risiko verbunden. Ein
Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden.

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