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Kolumnist: Frank Schäffler

Soli wird bei der Abgeltungssteuer weiter fällig




09.11.19 07:27
Frank Schäffler

Nach den Vorstellungen der Bundesregierung soll der Solidaritätszuschlag ab 2021 für mehr als 90 Prozent der Steuerzahler wegfallen. Dabei wird es sich aber nicht um eine komplette Streichung handeln, wie jetzt aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des FDP-Finanzexperten Frank Schäffler hervorgeht. So wird, wenn Dividendeneinkünfte aus Aktien über dem Pauschbetrag liegen, der Soli bei der Abgeltungssteuer auch weiterhin fällig.


„Wenn man die für 2019 nach Pressemitteilungen erwartete durchschnittliche Dividendenrendite von 3,7 Prozent im DAX und von 3,0 Prozent im MDAX zugrunde legt, würde ein DAX-Depotwert über 21.650 Euro bzw. ein MDAX-Depotwert von mehr als 26.700 Euro jeweils Dividendeneinkünfte generieren, die über dem für einen Steuerpflichtigen geltenden Sparerpauschbetrag von 801 Euro liegen und damit ab diesem Betrag der Abgeltungssteuer und dem Solidaritätszuschlag unterliegen“, heißt es in der Antwort der Bundesregierung. Bei Daimler würde (bei einer derzeitigen Dividendenrendite von 6,1 Prozent) bereits ein Aktiendepot im Wert von 13.500 Euro ausreichen, um weiterhin den Solidaritätszuschlag zahlen zu müssen. „Die GroKo bricht ihr Versprechen, 90 Prozent der Soli-Zahler zu entlasten. Sparer werden weiterhin zur Kasse gebeten. Das ist unfair und zudem verfassungswidrig. Der Soli muss endlich komplett abgeschafft werden“, fordert Schäffler.



Ein Bericht der Funke Medien Gruppe dazu kann unter https://bit.ly/34BeRqr eingesehen werden.
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