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SoftBank will T-Mobile-US-Aktien an Deutsche Telekom verkaufen - Daimler will Produktion im US-Werk wieder aufnehmen




18.05.20 14:06
XTB

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die weltweiten Aktienmärkte ignorieren die Spannungen zwischen den USA und China und steigen, nachdem Powell signalisiert hat, dass er nicht zögern werde, die Wirtschaft bei Bedarf weiter zu stützen, so die Experten von XTB.

Es gebe eine Sache, wenn es um die europäische Erholungsrally gehe, die einige Leute vielleicht schon vergessen hätten. In einigen Ländern seien nach dem Zusammenbruch der Märkte im Februar und März Leerverkaufsverbote verhängt worden. Die Verbote in Belgien, Frankreich, Griechenland, Spanien und Österreich würden heute auslaufen, und es seien die Entscheidungen getroffen worden, sie nicht zu verlängern. Die Händler sollten bedenken, dass dies den Verkaufsdruck verstärken könnte, sollte ein ungünstiges Ereignis eintreten.

Handelsdeal zwischen EU und Großbritannien noch in weiter Ferne?

Eine weitere Runde von Handelsgesprächen zwischen den Unterhändlern der EU und Großbritanniens habe letzte Woche stattgefunden, und beide Seiten hätten am Wochenende gesagt, dass sie enttäuschend gewesen sei. Es sollen Fortschritte erzielt worden sein, wenn es um die kurzfristige Migration oder die Anerkennung britischer Qualifikationen in der EU gehe. Einige strittige Fragen, wie z.B. der Zugang zu britischen Fischgewässern, würden jedoch bestehen bleiben. Einem Guardian-Bericht zufolge plane das Vereinigte Königreich die Vorlage eines Entwurfs für ein Handelsabkommen, um die Gespräche voranzubringen. Man müsse bedenken, dass die Zeit von entscheidender Bedeutung sei, da das aktuelle Abkommen besage, dass jede Verlängerung der Übergangsperiode über 2020 hinaus vor dem 1. Juli vereinbart werden müsse. Die Gespräche sollten im Juni wieder aufgenommen werden, sodass die Unterhändler nur einen Monat Zeit hätten, um zu verhindern, dass die Handelsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien nach viel strengeren Regeln geführt würden.

Die starke Abwärtsbewegung, die der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) in der Vorwoche erlebt habe, habe den Index an die untere Grenze der jüngsten Handelsspanne bei 10.250 Punkten gebracht. Die anschließende schnelle Erholung habe den Index heute wieder an die obere Grenze der Handelsspanne zurückkehren lassen. Der DAX teste die entscheidende Widerstandszone bei 10.750 Punkten. Man solle beachten, dass diese Zone diesmal zusätzlich durch die Abwärtstrendlinie verstärkt werde, die mit den Hochs der jüngsten Fehlausbrüche gezogen werden könne. Angesichts der Tatsache, dass sich die Spannungen zwischen den USA und China verschärfen würden und der Markt auf die geld- und fiskalpolitischen Stimuli zu setzen scheine, bestehe ein hohes Risiko einer Korrektur. Die Unterstützung bei 10.575 Punkten werde die erste sein, die man im Falle eines beginnenden Rückgangs beobachte. Da heute keine wichtigen Wirtschaftsdaten veröffentlicht würden, werde der Handel wahrscheinlich von den Schlagzeilen dominiert.

Die weltweiten Aktienmärkte seien gestiegen, nachdem Powell versprochen habe, die Geldpolitik gegebenenfalls weiter zu lockern. Folgende Aktien würden die Gewinne anführen: Autohersteller, Industrieunternehmen und Tech-Werte.

Die Bundesliga sei wieder da. Die Spiele würden für einige Zeit ohne Live-Publikum ausgetragen, sodass die Fußballvereine und ihre finanziellen Ergebnisse nicht so bald wieder zur Normalität zurückkehren würden. Doch die Investoren schienen sich darüber zu freuen, dass der Ball wieder im Spiel sei. Die Aktie von Borussia Dortmund (ISIN: DE0005493092, WKN: 549309, Ticker-Symbol: BVB, NASDAQ OTC Ticker-Symbol: BORUF) notiere heute über 5% höher. Borussia habe am Samstag gegen Schalke 04 im ersten Spiel nach der Wiederaufnahme der Bundesliga gewonnen.

Daimler (ISIN: DE0007100000, WKN: 710000, Ticker-Symbol: DAI, Nasdaq OTC-Symbol: DDAIF) habe beschlossen, die Produktion in seiner US-Produktionsstätte in Alabama wieder aufzunehmen. Die Entscheidung sei gefallen, da der Autohersteller mit Verzögerungen bei den Teillieferungen aus Mexiko konfrontiert sei. Man solle beachten, dass die Handelsregeln in Nordamerika es Daimler verbieten würden, die Situation zu umgehen und Autoteile aus anderen Ländern zu importieren, es sei denn, Daimler sei bereit, hohe Zölle zu zahlen. Mexikanischen Unternehmen sei es gestattet, die Produktion in dieser Woche wieder aufzunehmen.

Die Deutsche Telekom (ISIN: DE0005557508, WKN: 555750, Ticker-Symbol: DTE, Nasdaq OTC-Symbol: DTEGF) sei in Gesprächen mit der SoftBank Group (ISIN: JP3436100006, WKN: 891624, Ticker-Symbol: SFT) über deren Beteiligung an T-Mobile US (ISIN: US8725901040, WKN: A1T7LU, Ticker-Symbol: TM5, NASDAQ-Symbol: TMUS). Der Kauf würde den Anteil des deutschen Unternehmens an der US-Telekom auf über 50% erhöhen. Die Deutsche Telekom halte derzeit 44% der Anteile, während die SoftBank Group fast 25% halte. T-Mobile werde derzeit mit rund 120 Milliarden Dollar bewertet. (18.05.2020/ac/a/m)






 
 
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