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Kolumnist: Feingold-Research

So vernichten Sie Ihr Vermögen (nicht)




29.08.20 10:37
Feingold-Research

Das Jahr 2020 bringt emotional viele Stolpersteine mit sich. Beim Vermögensaufbau kann dies desaströse Folgen haben. Ruhe und Weitblick entscheiden über Ihr Geld.


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Als Corona im März in Europa Verbreitung fand, brachen die Aktienmärkte ein wie nie zuvor gesehen. Die Dynamik war sagenhaft, im Tagesrhythmus ging es zwischen fünf bis zehn Prozent abwärts im DAX. An den US-Börsen wurde der Handel einige Male ausgesetzt, weil 10 Prozent Kursverlust innerhalb eines Handelstages beim S&P 500 zubuche standen. Anleger standen ratlos da und fürchteten um ihr Geld, um Ihr Depot, das vielfach in Trümmern lag. Die Crash-Propheten nutzen genau dieses Gefühl der Ohnmacht, um Anlegergelder einzusammeln. Nie zuvor hatten die bekannten Akteure dieses Bereichs soviel Zulauf wie im Frühjahr 2020.


Der Fonds des bekanntesten Crash-Propheten hat in diesen Tagen eine Kursbilanz von minus 10 Prozent im Vergleich zum März dastehen. In jenem März 2020 haben DAX, S&P 500 und Nasdaq womöglich ein Kursniveau gesehen, das sie nie wieder erreichen werden. Eine einmalige Chance, die man seinen Lesern, die man Anlegern mitgeben musste. Wohlgemerkt konnte niemand im März wissen, wie die Börse sich entwickeln würde. Hellsehen ist keine Währung am Markt. Jedoch kann man Aussagen über das Chance-Risiko-Verhältnis auf Monate und Jahre treffen und dieses war im März und April so gut wie seit Jahrzehnten nicht.


Genau deshalb trainieren wir intelligenten Vermögensaufbau auch in unseren Trainingstagen, für die wir unter feingold-academy.com eine kleine Unterseite gebaut haben. Denn ein emotionales Anlegen am Markt, ein Nachlaufen bei Crash-Gurus oder ein blindes Folgen bei jenen, die 1000 Prozent oder mehr versprechen, das kann das gesamte Vermögen und Depot ruinieren.


Zahlen sprechen eine klare Sprache. Ein Investment in den Fonds des bekanntesten Crash-Propheten in Deutschland brachte bei 100.000 eingesetzten Euro im März bis jetzt eine Rendite von minus 10.000 Euro. Beim DAX wären aus 100.000 Euro 155.000 Euro rausgekommen, beim S&P 500 in den USA ebenso viel und an der Nasdaq sogar 165.000 Euro.


Crashs prophezeien oder auf der anderen Seite auch den DAX auf 25.000 oder 30.000 zu prognostizieren hilft niemand weiter. Geldanlage muss man intelligent gestalten und wir achten beispielsweise darauf, wie der Fear and Greed Index in den USA aussieht. Er aggregiert Angst und Euphorie, Panik und Gier. Im März bei einem Wert von eins zeigte er die pure Panik. Aktuell liegt er bei 75 im sehr gierigen Bereich. Übrigens ähnlich wie der Anteil an Short-Engagements in den USA. Nie zuvor waren sie so niedrig. All dies bündelt sich jedoch in einem Faktor, der immer Berücksichtigung im Vermögensbild finden muss – dem Zins. Auf ihm baut alles auf und bei Basic-Trainingstagen kann nur er der Leitfaden sein. Dies gilt für Immobilien, Anleihen und Aktien. Die beiden erstgenannten Anlageklassen haben ihre Neubewertung schon lange gezeigt, die Aktien sind womöglich gerade dabei. Es ist nicht zu spät, das Vermögen klug aufzubauen.


 



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