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Sixt: Carsharing boomt - Aktienanalyse




06.12.18 09:30
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Sixt-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Michael Schröder, Redakteur des Anlegermagazins "Der Aktionär", nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Stammaktie des Autovermieters Sixt SE (ISIN: DE0007231326, WKN: 723132, Ticker-Symbol: SIX2) unter die Lupe.

Immer mehr Menschen würden die eigene Mobilität als reine Dienstleistung sehen, für die man nur zahle, wenn man sie benötige. Autovermieter hätten die Zeichen der Zeit erkannt und würden die Voraussetzungen mitbringen, um in diesem Bereich zu den Gewinnern von morgen zu gehören.

Das Potenzial sei enorm, insbesondere in den mit Autos verstopften Großstädten und den Metropolen der Welt. Fast alle Anbieter - inklusive der BMW- und Daimler-Ableger Car2Go und DriveNow - hätten eines gemeinsam: Sie würden sich schwer tun, mit dem Carsharing Geld zu verdienen. Das liege an den hohen Anschaffungskosten für die Flotte, aber auch an den Ausgaben für Pflege und Wartung der Autos. Profitabel werde ein Fahrzeug erst, wenn die Auslastungsquote weit über 35% liege.

Weltweit agierende Autovermieter würden dagegen über das nötige Know-how beim Flottenmanagement und über den passenden Fahrzeugbestand verfügen. Einer der Platzhirsche sei die Avis Budget Group. Die Amerikaner hätten sich durch die 550 Mio. USD schwere Übernahme von Zipcar 2013 in die Poleposition befördert. Die mehr als eine Million Kunden der größten und bekanntesten Carsharing-Gesellschaft bekämen über eine Zip-Karte Zugang zum online ausgewählten Fahrzeug und könnten das Auto für den gewünschten Zeitraum nutzen. Kosten für Treibstoff seien im Preis inbegriffen, Mautgebühren würden automatisch abgebucht.

Um die eigene Profitabilität zu steigern, wolle Avis Budget bis 2020 eine vollständig vernetzte globale Fahrzeugflotte betreiben. Durch die Nutzung der Fahrzeugdaten, die automatisch und in Echtzeit bereitgestellt würden, würden sich die Verantwortlichen erhebliche Kosteneinsparungen und Margenverbesserungen versprechen. Bei der Datenanalyse setze Avis auf die Cloud-Dienste von Amazon. Bei leicht steigenden Umsätzen könnte der Gewinn je Aktie 2018 bei 3,50 USD liegen und bis 2020 auf 4,40 USD steigen.

Ebenfalls auf dem Sprung in das Carsharing-Becken: Sixt. Mit seinem "Project One" möchte der Konzern ein digitales Komplettangebot für Carsharing, klassische Autovermietung und Chauffeurdienste anbieten, das den Mobilitätsbedarf in vielfältiger Weise abdecken könne und den Kunden größtmögliche Flexibilität biete. "Wir werden die Konkurrenz überraschen", habe Konzernchef Erich Sixt vor Kurzem angekündigt. Mobilität per Smartphone-App - von einer Minute bis zu mehreren Jahren, laute die Devise.

Aktuell schaffe Sixt die technologischen Voraussetzungen, könne als dominierender Marktführer in Sachen Autovermietung mit einem Drittel Marktanteil in Deutschland aus einer Position der Stärke agieren. In den nächsten fünf Jahren sollten 100 Mio. Euro in Personal und IT-Systeme fließen. "Wir digitalisieren das Unternehmen", so der Firmenlenker. Ähnlich wie bei Avis Budget würden Schalter überflüssig. Die App weise den Weg zum Fahrzeug, das per Smartphone geöffnet werden könne. Der Zündschlüssel liege dann im Handschuhfach. Am Ende stehe durch das volldigitalisierte Angebot eine ganze Reihe von Kosteneinsparungen. Wenn am Ende alle Sixt-Vermietfahrzeuge - allein in Deutschland seien das 52.000 - per digitaler Aufrüstung Carsharing-fähig seien, dürfte auch die Auslastung im Gesamtkonzern steigen - und damit die Profitabilität. "Der Unterschied zwischen Carsharing und Autovermietung wird verschwinden", sei Sixt überzeugt.

Der Startschuss dürfte 2019 fallen. Eines sei für Firmenchef Sixt aber schon jetzt klar: Vor allem in den USA eröffne sich mit dem neuen integrierten Dienst "ein fantastischer Wachstumsmarkt". Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten gewinne Sixt mit seinem Service über dem landesüblichen Niveau Marktanteile und agiere trotz hoher Investitionen anders als Wettbewerber profitabel. Bis Ende 2019 solle die US-Flotte um ein Viertel auf 25.000 Autos aufgestockt werden.

Sixt liefere seit 2010 ohne Pause neue Rekorde beim Gewinn. 2018 sollten der Umsatz um rund 10% und der Gewinn vor Steuern (EBT) um mehr als 15% wachsen. Vor Steuern habe man in Q3/18 bereits so viel wie Gesamtjahr 2014 verdient. Nach neun Monaten sei das Jahresergebnis aus 2017 übertroffen worden. Sixt sollte es gelingen, diese Gewinnmaximierung mit einem überschaubaren digitalen Aufwand auch auf das Carsharing-Geschäft zu übertragen.

Das digitale Zeitalter verändere die Mobilitätsindustrie grundlegend. Sixt bringe alle Voraussetzungen mit, um einer der Gewinner der Marktveränderungen zu werden. Avis Budget dürfte mit der Tochter Zipcar allein durch die Größe und Präsenz auf den wichtigen Wachstumsmärkten profitieren. In Sachen Bewertung seien die Amerikaner zwar eine Spur günstiger.

"Der Aktionär" favorisiert dennoch den heimischen Dauerbrenner, so Michael Schröder. (Analyse vom 06.12.2018)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU unter folgendem Link.

Hinweis nach §34 WPHG zur Begründung möglicher Interessenkonflikte: Aktien oder Derivate, die in diesem Artikel besprochen/ genannt werden, befinden sich im "Real-Depot" von DER AKTIONÄR.

Börsenplätze Sixt St.-Aktie:

XETRA-Aktienkurs Sixt St.-Aktie:
79,25 EUR -1,92% (06.12.2018, 09:31)

Tradegate-Aktienkurs Sixt St.-Aktie:
79,00 EUR -2,53% (06.12.2018, 09:45)

ISIN Sixt St.-Aktie:
DE0007231326

WKN Sixt St.-Aktie:
723132

Ticker-Symbol Sixt St.-Aktie:
SIX2

Kurzprofil Sixt SE:

Die Sixt SE (ISIN: DE0007231326, WKN: 723132, Ticker-Symbol: SIX2) ist ein international führender Mobilitätsdienstleister mit den beiden Geschäftsbereichen Autovermietung und Leasing und einer weltweiten Präsenz in über 100 Ländern. In Deutschland ist Sixt der größte(r) Autovermieter und einer der führenden hersteller- und bankenunabhängigen Anbieter von Full-Service-Leasing- und Fuhrparkmanagement-Dienstleistungen.

Damit weist Sixt ein einzigartiges Profil unter den börsennotierten deutschen Unternehmen auf. Hohe Servicequalität, konsequente Kundenorientierung, Innovationen im Bereich Mobilität und eine internationale Ausrichtung sind die Basis des Unternehmenserfolgs. Diese operativen Stärken werden flankiert durch hohe Profitabilität, eine starke Eigenkapitalausstattung und ein ausgeprägtes Kostenbewusstsein. (06.12.2018/ac/a/nw)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
77,05 € 72,75 € 4,30 € +5,91% 12.12./20:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0007231326 723132 119,70 € 70,12 €
Metadaten
Ratingstufe:Ohne
Analysten: Michael Schröder
Werte im Artikel
77,05 plus
+5,91%
52,30 plus
+1,36%
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
77,95 € +7,67%  21:26
Stuttgart 77,75 € +7,84%  21:55
Berlin 77,45 € +6,39%  18:45
Frankfurt 77,70 € +6,08%  18:43
Xetra 77,05 € +5,91%  17:35
Düsseldorf 77,15 € +5,90%  17:00
Hamburg 77,20 € +5,46%  17:00
München 77,70 € +5,07%  18:41
Hannover 74,70 € +1,15%  13:36
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