Kolumnist: Feingold-Research

Silber - Profis setzen auf steigende Kurse




20.08.19 07:27
Feingold-Research

Mit der Aussicht auf eine noch lange anhaltende Zeit mit Minuszinsen am Anleihemarkt und lockerer Geldpolitik gelangen Edelmetalle zu neuem Glanz. Gold und Silber werfen zwar keine Zinsen ab, aber dies ist jetzt kein Nachteil mehr, da Investoren auch keine Strafgebühren zahlen müssen. Silber scheint dabei besonders attraktiv, seit Anfang Juli liegen die Mittelzuflüsse in ETFs auf Rekord. Die Aufholjagd steht aber noch auf wackligem Fundament.  Anleger mit langem Horizont können hier bei Ophirum auch in physisches Silber investieren. Für Trader empfehlen wir den Turbo-Bull DM8JD1 von X-Markets.


Wenn es um Schmuck geht, haben viele Menschen eine klare Präferenz bei Gold und Silber. Vorlieben gibt es auch an den Finanzmärkten: Gold steht als „sicherer Hafen“ oft im Mittelpunkt, ähnlich wie der DAX am deutschen Aktienmarkt. Aufgrund der zahlreichen Risikofaktoren wurde Gold in den vergangenen Monaten gegenüber Silber eindeutig bevorzugt. Dies zeigt die sogenannte Gold-Silber-Ratio, die Kennzahl setzt die Preise zueinander ins Verhältnis. Anfang Juli war Gold in der Spitze 93 Mal so teuer wie Silber, zugleich der höchste Wert seit 1992. Anders formuliert: Silber gab es so günstig gegenüber Gold wie zuletzt Anfang der neunziger Jahre.


Mit dem erfolgreichen Test der 200-Tage-Linie Anfang Juli setzte dann nicht nur bei technisch versierten Investoren offenbar ein Umdenken ein. Innerhalb weniger Tage schnellte Silber um mehr als zehn Prozent auf bis zu 16,60 Dollar und damit auf das höchste Niveau seit rund 13 Monaten. Seitdem behauptet der Preis die jüngsten Gewinne, die Gold-Silber-Ratio liegt nun bei 88. Ein Schritt in Richtung Normalität, denn das durchschnittliche Wertverhältnis der beiden Edelmetalle liegt seit dem Jahr 2000 im Bereich um 64. Zwar ist der Preis kurzfristig aufgrund der scharfen Rally überhitzt, der Abstand von rund 8,5 Prozent zur 200-Tage-Linie fällt so hoch aus wie seit September 2016 nicht mehr. Gerade die Ratio lässt aber noch eine länger anhaltende Outperformance gegenüber Gold erwarten. So bezahlten Anleger im April 2011 für eine Unze Gold nur gut 30 Unzen Silber.


Finanzanleger setzen auf steigende Silberpreise


Auf eine ähnliche Aufholjagd scheinen Investoren derzeit große Summen zu wetten. In den Silber-ETFs schlummern inzwischen rund 589 Millionen Unzen. Umgerechnet entspricht dies einem Rekordwert von etwa zehn Mrd. Dollar. Gerade in der vergangenen Wochen kam es zu deutlichen Anpassungen: Währung Gold-ETFs um 28 Tonnen zulegten, wurden die Silber-Bestände um 450 Tonnen vergrößert. Am Terminmarkt wetten zudem spekulative Investoren verstärkt auf steigende Kurse, eine bemerkenswerte Entwicklung. Nur die physische Nachfrage nach Münzen und Barren blieb zuletzt vergleichsweise ruhig.


Ein Risikofaktor bleibt allerdings: Anders als Gold hängt Silber stark von der Konjunktur ab, rund die Hälfte der Nachfrage kommt aus der Industrie. Da Silber Strom sehr gut leitet, wird das Edelmetall in verschiedenen Produkten wie Handys und Solarzellen vermehrt eingesetzt. Angesichts der sehr durchwachsenen Aussichten für die Weltwirtschaft scheint der jüngste Freudensprung aber einiges vorwegzunehmen. Erst wenn die Konjunkturaussichten wieder freundlicher ausfallen und sich zugleich die Lage mit Minuszinsen am Anleihemarkt sowie Strafgebühren bei Bargeld verschärft, dürfte Silber weiter heller strahlen als Gold.


 



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