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Kolumnist: Sven Weisenhaus

Silber: Bearisher Ausbruch ermöglicht gewinnbringenden Trade




13.07.22 09:11
Sven Weisenhaus

Die weltweite Silbernachfrage stieg laut Daten des „Silver Institute“ im vergangenen Jahr um 19 % auf 1,05 Milliarden Unzen. Damit erreichte die Nachfrage den höchsten Stand seit 2015. Der Anstieg wurde durch eine erhöhte Nachfrage aus sämtlichen Bereichen getrieben, was zuletzt 1997 der Fall war.


Erhöhte Nachfrage nach den Lockdowns der Corona-Pandemie


Ein Großteil der höheren Nachfrage resultierte aus der Wiedereröffnung von Unternehmen nach den Lockdowns der Corona-Pandemie und der Wiederaufnahme des Industriebetriebs. Mit 508,2 Millionen Unzen kam etwa die Hälfte der Nachfrage aus diesem Bereich, der 2021 um 9 % wuchs.


Treiber der Nachfrage waren dabei ein erhöhter Absatz von Unterhaltungselektronik durch den Trend zum Home-Office, Investitionen in die 5G-Infrastruktur und der Ausbau der regenerativen Energien, insbesondere der Photovoltaik. Alleine auf Letztere entfielen 113,7 Millionen Unzen, ein Anstieg um 13 % zum Vorjahr. Die Elektronik- und Elektronachfrage stieg um 9 % auf 330 Millionen Unzen.


Die Herstellung von Silberschmuck stieg 2021 um 21 % auf 181,4 Millionen Unzen, Verkäufe von Silbermünzen und -barren legten um 36 % auf 278,7 Mio. Unzen zu.


Silber - Nachfrage
(Quelle: Silver Institute / Metal Focus)


Auf der Angebotsseite wuchs die Silberproduktion im vergangenen Jahr um 5,3 %. Sie erreichte mit 822,6 Millionen Unzen zwar das signifikanteste jährliche Wachstum seit 2013, doch konnte die Minenproduktion die Nachfrage damit nicht decken.


Angebotsdefizit bzw. Nachfrageüberhang auch 2022


Und diese Tendenz soll anhalten. Laut Daten des Silver Institute soll die Nachfrage im laufenden Jahr um +5 % weiter ansteigen. Das ist bei weitem nicht so stark wie im vergangenen Jahr und auch nicht mehr so stark wie noch am Jahresanfang prognostiziert (+8 %, siehe auch „Lieber Silber als Gold?“). Doch beim Angebot wird aktuell sogar nur ein Plus von 3 % erwartet, nach noch +7 % im Februar. Das Angebotsdefizit bzw. der Nachfrageüberhang bleibt also erhalten.


Horizontale Unterstützung nachhaltig gebrochen


Eigentlich sollte eine solche Marktsituation den Preis treiben. Doch neben Gold (siehe „Die kurzfristigen und langfristigen Perspektiven für Gold“) befindet sich auch Silber charttechnisch in einer klaren Abwärtsbewegung, bei der erst kürzlich neue bearishe Signale gesendet wurden.


Silber - kurzfristige Chartanalyse


Nach einem ersten Fehlausbruch (siehe rote Ellipse im Chart) wurde die horizontale Unterstützung an der Rechteckgrenze bei 21,53 USD nun klar und nachhaltig gebrochen. Und so wurde das absteigende Dreieck (blaue Linien im Chart) doch noch idealtypisch nach unten aufgelöst.


Ein gewinnbringender Trade


Der Silberpreis kann also, wie schon im vergangenen Jahr, immer noch nicht von der Angebots-Nachfrage-Situation am Markt profitieren. Auf der Suche nach dem Grund dafür erinnere ich auch an die letzte Silber-Analyse vom 18. Mai (siehe „Spannende Situation bei Silber“). Darin war zu lesen, dass „der Silberpreis, genau wie der Goldpreis, von der geldpolitischen Wende belastet bleiben“ dürfte. Und: Für den Fall eines neuen Korrekturtiefs konnte man „eine kleine Short-Position eingehen und sie oberhalb der horizontalen Unterstützung absichern“. Wer diesem Rat gefolgt ist, steckt nun in einem sehr interessanten und aktuell auch gewinnbringenden Trade.


Rechteckgrenze bei 18,56 USD nun im Fokus


Jetzt sollte man darauf achten, wie sich der Silberpreis an der Rechteckgrenze bei 18,56 USD verhält. Aus Sicht der Target-Trend-Methode ist diese das erste Kursziel nach dem bearishen Bruch der 21,53er Rechteckgrenze. Und aus Sicht der klassischen Charttechnik hat dieses Niveau in der Vergangenheit sowohl als Unterstützung als auch als Widerstand fungiert.


2013 und 2014 bot diese Marke dem Kurs nach einer scharfen Abwärtsbewegung Halt (siehe folgender Chart). Und nach deren Bruch stießen sich die Bullen bis 2020 mehrfach die Hörner daran.


Silber - langfristige Chartanalyse


Wenn der Preis nun wieder in den blauen Rechtecksbereich unterhalb von 18,56 USD fällt, ist das nächste Kursziel der Rechteckübergang bei 15,59 USD. Hält aber die 18,56er Marke als Unterstützung, ist hier erst einmal eine Konsolidierung oder gar Kurserholung möglich. Entwarnung ist erst angesagt, wenn die Marke bei 21,53 USD zurückerobert wird. Dann könnte man allerdings sein Glück mit einem Long-Trade wagen.


Ich wünsche Ihnen viel Erfolg an der Börse
Ihr
Sven Weisenhaus


(Quelle: www.stockstreet.de)



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