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Kolumnist: Hans-Jürgen Haack

Sell in May? No!




05.05.16 09:30
Hans-Jürgen Haack

Liebe Leser,

im Mai verkaufen? Ich halte das für falsch. Sicherlich, aktuell läuft ein Rücksetzer, doch im Chart zeigt sich, dass dies alles im Rahmen ist.

Durch Yen ausgelöst

Ausgelöst wurde das Ganze durch die Enttäuschung bezüglich der BoJ und einem dann steigenden Yen. Der japanische Notenbank-Chef Kuroda liefert nicht die erhoffte geldpolitische Erleichterung, sondern will erst mal schauen, wie sich die Negativ-Zinsen auswirkten. Folge: Der Yen wurde stark. Carry-Trades (Verschuldung im Yen) gerieten in Schieflage und so wurde auf Riks-Off umgeschaltet. Risiken wurden reduziert, Aktien verkauft, Bonds gekauft (das ergibt eine schöne Chance – siehe unten). Algorithmen steuerten ihren Teil zum Rückgang zusätzlich bei. Für den DAX kam der steigende Euro/$ erschwerend hinzu. Da jedoch diese Währungsbewegung hier durchaus enden könnte, ist mit einer baldigen Stabilisierung an den Aktienmärkten zu rechnen.

Währungsauswirkungen überschätzt

Zudem werden die Auswirkungen eines schwachen US-$ auf die deutsche Börse überschätzt. Kurzfristig ist natürlich eine hohe Korrelation feststellbar, aber: Langfristig können deutsche Unternehmen sehr gut mit einer starken eigenen Währung umgehen. Denken Sie an die Zeiten der D-Mark! Der DAX oder vorher der FAZ-Index stiegen dennoch. Und von 2002 bis 2008 stieg der Euro/$ von 0,82 bis 1,60 $! Der DAX aber konnte in dieser Zeit ab 2003 eine große Hausse hinlegen.

Herzlichst Ihr
Hans-Jürgen Haack




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