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Schlechte Nachrichten dürften die Märkte rasant nach unten schicken




31.07.20 14:03
BlueBay Asset Management

London (www.aktiencheck.de) - Angesichts der Anzeichen für eine zweite Covid-19-Welle in den USA und des Wiederaufflackerns des Virus in Europa sieht Mark Dowding, Chief Investment Officer bei BlueBay Asset Management, die Hoffnungen auf eine V-förmige Erholung schwinden.

Anleger sollten das Risiko im August begrenzen, "weil eine weitere Eintrübung der Nachrichtenlage die Märkte rasant nach unten schicken dürfte".

Die Sitzung des Offenmarktausschusses der US-Notenbank am Mittwoch habe wenig Neues gebracht, so Dowding. Obwohl es Anzeichen dafür gebe, dass eine zweite Covid-19-Welle an Dynamik gewinne, würden die Anleger unbeeindruckt bleiben. Offenkundig würden sie davon ausgehen, dass die politischen Entscheidungsträger weiterhin Liquidität bereitstellen würden, um die Vermögenspreise zu stützen.

Die Versuchung vollumfänglich investiert zu bleiben, sei für viele Marktteilnehmer groß. Sie würden davon ausgehen, dass in einer ruhigen Sommerperiode die Volatilität abnehmen werde. Weil in den vergangenen vier Monaten die Bewertungen jedoch einen weiten Weg zurückgelegt hätten, könnte jetzt der richtige Zeitpunkt sein, um eine defensive Haltung einzunehmen. Nach den Hoffnungen auf eine V-förmige Konjunkturerholung könnten die Datenveröffentlichungen in den kommenden Wochen zu einer gewissen Enttäuschung führen.

Das Wiederaufflackern des Virus in Europa belaste die Stimmung. Bei vielen Marktteilnehmern scheine sich die Ansicht durchzusetzen, dass die derzeitigen Anpassungen im täglichen Leben wahrscheinlich bis weit ins Jahr 2021 hineinreichen würden - vor Augen geführt durch gering besuchte Shopping-Meilen und die Ankündigungen von Konzernen, die Mehrzahl ihrer Mitarbeiter noch viele weitere Monate im Homeoffice arbeiten zu lassen.

Immerhin scheine die neue Ausbreitung des Virus mit deutlich verringerter Geschwindigkeit zu verlaufen. Bis Impfstoffe und wirksame Therapien bereitstünden, könnte daher die wirtschaftliche Normalisierung nicht zuletzt dank der jüngsten Einigung auf das Konjunkturpaket weiter vorankommen - solange die R-Rate des Virus nicht außer Kontrolle gerate. Dessen ungeachtet sollten Anleger das Risiko im August begrenzen. Bei guten Nachrichten dürften die Bewertungen an den Märkten nur noch leicht steigen. Bei schlechten Nachrichten gelte Vorsicht, weil eine weitere Eintrübung der Nachrichtenlage die Märkte rasant nach unten schicken dürfte. (31.07.2020/ac/a/m)






 
 
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