Schaltbau profitiert von sehr breiten Marktaufstellung
28.09.11 11:41
aktiencheck.de EXKLUSIV
München (aktiencheck.de AG) - Die Münchener Schaltbau Holding AG (ISIN DE0007170300 / WKN 717030) und ihre Tochtergesellschaften entwickeln, fertigen und vertreiben hochwertige Komponenten und Systeme für die Verkehrstechnik sowie für die Investitionsgüterindustrie. Der Konzern verzeichnete in den ersten acht Monaten des Jahres 2011 einen ungebrochen dynamischen Geschäftsverlauf in allen drei Segmenten und erhöht aufgrund dessen - unter Voraussetzung der gleich bleibenden Rahmenbedingungen - seine Prognose für das Gesamtjahr 2011. Demnach sollten der Konzernumsatz bei 315 Mio. EUR, das EBIT bei 29,3 Mio. EUR und das Konzernjahresergebnis bei 20,9 Mio. EUR liegen.
aktiencheck.de EXKLUSIV führte ein kurzes Interview mit Herrn Dr. Jürgen H. Cammann, dem Vorstandssprecher der Schaltbau Holding AG.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Die Schaltbau-Gruppe wies in den ersten acht Monaten 2011 eine sehr dynamische Geschäftsentwicklung in allen drei Segmenten auf. Die Aussichten für den weiteren Jahresverlauf beurteilen Sie trotz der allgemeinen Konjunkturabkühlung nach wie vor positiv. Ist die Lage der Realwirtschaft Ihrer Meinung nach tatsächlich viel optimistischer als es die Finanzmärkte zurzeit bewerten? Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung tatsächlich spürbar eintrüben - wo sehen Sie die größten Gefahren für Ihr Geschäft in den kommenden Quartalen?
Schaltbau: Wir sind der Auffassung, dass sich unsere Geschäfte auch im weiteren Jahresverlauf 2011 weiter positiv entwickeln werden und schauen trotz der aktuellen Turbulenzen am Kapitalmarkt auch zuversichtlich ins Jahr 2012. Die Höhe des Wachstums ist zurzeit jedoch schwer abzuschätzen. Unser Konzern profitiert dabei vor allem von einer sehr breiten Aufstellung am Markt, was uns weniger empfindlich für die Turbulenzen an den Finanzmärkten macht.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Ihr Konzern hat in letzter Zeit vor allem vom weltweiten Investitionsboom in Projekte in den öffentlichen Nahverkehr stark profitiert. In China soll der neue Fünfjahresplan den strukturellen Wandel des Landes weiter vorantreiben und auch in Nordamerika und im arabischen Raum wird nach wie vor in den Ausbau der Infrastruktur investiert. Wird die Schaltbau-Gruppe Ihrer Meinung nach auch in Zukunft zu den Profiteueren dieser Entwicklung gehören? In welchen Märkten sehen Sie mittel- und langfristig besonders gute Geschäftsperspektiven für Ihren Konzern?
Schaltbau: Unser Konzern profitiert von den zurzeit weltweit verstärkten Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur und der damit verbundenen hohen Nachfrage nach Lösungen für solche Projekte. Zum Beispiel in China sollen nach dem schweren Unfall mit zwei Hochgeschwindigkeitszügen jetzt mehr Mittel in den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs fließen. Aber auch in Indien, in den USA und im Nahen Osten sehen wir gute Wachstumsperspektiven.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Die Deutsche Bahn modernisiert ihre alten ICE-Züge. Viele Marktbeobachter sahen für Ihr Unternehmen aufgrund der langen Lieferbeziehung ein zusätzliches Umsatzpotenzial infolge dieses Modernisierungsplans. Wie sieht die faktische Lage in dieser Hinsicht aus? Erwarten Sie für Ihr Geschäft künftig zusätzliches Wachstumspotenzial dank Ihrer langjährigen Lieferbeziehung mit der Bahn?
Schaltbau: Die Deutsche Bahn (DB) hat bei Siemens bis zu 300 neue ICx-Züge bestellt und aus diesem Deal erhoffen wir uns auch Aufträge. Wir sind jedoch im Hinblick auf unsere künftige Geschäftsentwicklung auf einen DB-Auftrag nicht angewiesen, denn wie schon zuvor erwähnt, wird derzeit überall in der Welt mehr Geld in die Verkehresinfrastruktur investiert.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Einer der wenigen Punkte, mit dem man bei der Schaltbau Holding AG gewiss nicht zufrieden sein konnte war die Eigenkapitalquote. Dank einer Wandelanleihe wurde die Zielmarke von 25% aber mittlerweile fast erreicht. Wie sieht Ihre weitere Strategie in dieser Hinsicht aus? Wollen Sie die Eigenkapitalbasis der Gesellschaft systematisch weiter stärken? Wenn ja, welche Maßnahmen würden Sie dabei bevorzugen?
Schaltbau: Die Eigenkapitalquote lag zum Halbjahr 2011 bei 25%. Mittelfristig peilen wir die Marke von 35% an und diesen Wert wollen wir spätestens Anfang 2013 erreichen, in dem wir unsere Gewinne thesaurieren. Unsere Strategie sieht vor, dass nur ein Viertel unseres Gewinns an die Aktionäre ausgeschüttet werden soll, was allerdings eine Dividendenerhöhung auch nicht ausschließt.
aktiencheck.de EXKLUSIV bedankt sich für dieses Interview und wünscht der Schaltbau Holding AG weiterhin viel geschäftlichen Erfolg. (28.09.2011/ac/e/i)
aktiencheck.de EXKLUSIV führte ein kurzes Interview mit Herrn Dr. Jürgen H. Cammann, dem Vorstandssprecher der Schaltbau Holding AG.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Die Schaltbau-Gruppe wies in den ersten acht Monaten 2011 eine sehr dynamische Geschäftsentwicklung in allen drei Segmenten auf. Die Aussichten für den weiteren Jahresverlauf beurteilen Sie trotz der allgemeinen Konjunkturabkühlung nach wie vor positiv. Ist die Lage der Realwirtschaft Ihrer Meinung nach tatsächlich viel optimistischer als es die Finanzmärkte zurzeit bewerten? Sollte sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung tatsächlich spürbar eintrüben - wo sehen Sie die größten Gefahren für Ihr Geschäft in den kommenden Quartalen?
Schaltbau: Wir sind der Auffassung, dass sich unsere Geschäfte auch im weiteren Jahresverlauf 2011 weiter positiv entwickeln werden und schauen trotz der aktuellen Turbulenzen am Kapitalmarkt auch zuversichtlich ins Jahr 2012. Die Höhe des Wachstums ist zurzeit jedoch schwer abzuschätzen. Unser Konzern profitiert dabei vor allem von einer sehr breiten Aufstellung am Markt, was uns weniger empfindlich für die Turbulenzen an den Finanzmärkten macht.
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aktiencheck.de EXKLUSIV: Die Deutsche Bahn modernisiert ihre alten ICE-Züge. Viele Marktbeobachter sahen für Ihr Unternehmen aufgrund der langen Lieferbeziehung ein zusätzliches Umsatzpotenzial infolge dieses Modernisierungsplans. Wie sieht die faktische Lage in dieser Hinsicht aus? Erwarten Sie für Ihr Geschäft künftig zusätzliches Wachstumspotenzial dank Ihrer langjährigen Lieferbeziehung mit der Bahn?
Schaltbau: Die Deutsche Bahn (DB) hat bei Siemens bis zu 300 neue ICx-Züge bestellt und aus diesem Deal erhoffen wir uns auch Aufträge. Wir sind jedoch im Hinblick auf unsere künftige Geschäftsentwicklung auf einen DB-Auftrag nicht angewiesen, denn wie schon zuvor erwähnt, wird derzeit überall in der Welt mehr Geld in die Verkehresinfrastruktur investiert.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Einer der wenigen Punkte, mit dem man bei der Schaltbau Holding AG gewiss nicht zufrieden sein konnte war die Eigenkapitalquote. Dank einer Wandelanleihe wurde die Zielmarke von 25% aber mittlerweile fast erreicht. Wie sieht Ihre weitere Strategie in dieser Hinsicht aus? Wollen Sie die Eigenkapitalbasis der Gesellschaft systematisch weiter stärken? Wenn ja, welche Maßnahmen würden Sie dabei bevorzugen?
Schaltbau: Die Eigenkapitalquote lag zum Halbjahr 2011 bei 25%. Mittelfristig peilen wir die Marke von 35% an und diesen Wert wollen wir spätestens Anfang 2013 erreichen, in dem wir unsere Gewinne thesaurieren. Unsere Strategie sieht vor, dass nur ein Viertel unseres Gewinns an die Aktionäre ausgeschüttet werden soll, was allerdings eine Dividendenerhöhung auch nicht ausschließt.
aktiencheck.de EXKLUSIV bedankt sich für dieses Interview und wünscht der Schaltbau Holding AG weiterhin viel geschäftlichen Erfolg. (28.09.2011/ac/e/i)
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| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0007170300 | 717030 | 84,98 € | 57,82 € | |
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