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Santander Deutschland streicht 600 Stellen und schließt 100 Filialen - Aktiennews




31.07.17 13:09
FONDS professionell

Wien (www.aktiencheck.de) - Santander Deutschland streicht 600 Stellen und schließt 100 Filialen - Aktiennews

Die spanische Großbank Santander (ISIN: ES0113900J37, WKN: 858872, Ticker-Symbol: BSD2, Nasdaq OTC-Symbol: BCDRF) trimmt ihr Deutschland-Geschäft auf Effizienz, so die Experten von "FONDS professionell".

Das gehe mit dem Verlust zahlreicher Arbeitsplätze und Filialen einher. Besonders hart treffe es den Standort Frankfurt: Die Zentrale der früheren SEB werde aufgegeben.

Der spanische Finanzkonzern Santander rüste sich mit einem Generalumbau für harte Zeiten im deutschen Bankgeschäft. Das Institut möchte in den kommenden Jahren 100 Filialen schließen und die Zahl der Arbeitsplätze im Vertrieb um 350 reduzieren. Auch die Verwaltung müsse Federn lassen. "Durch den Abbau von Überschneidungen und durch Effizienzgewinne in Folge von Digitalisierungsprojekten werden wir in der Hauptverwaltung bis voraussichtlich 2020 insgesamt 250 Arbeitsplätze einsparen", schreibe Deutschlandchef Ulrich Leuschner in einem Brief an seine Mitarbeiter, der "FONDS professionell ONLINE" vorliege.

Hauptverwaltung und Steuerungsfunktionen würden in Mönchengladbach zentralisiert. "In Frankfurt sollen nach derzeitiger Planung lediglich das Business & Corporate Banking (BCB) sowie das auf BCB ausgerichtete Risk Management verbleiben", so Leuschner. Die Büros an der Bockenheimer Landstraße 39, die Santander mit dem Kauf des Privatkundengeschäftes der schwedischen SEB 2011 übernommen habe, sollten aufgegeben und stattdessen kleinere Büroflächen angemietet werden. Allein in Frankfurt seien rund 150 Mitarbeiter betroffen. Santander Asset Management und die deutsche Zweigniederlassung von Banco Santander S.A. würden jedoch in Frankfurt bleiben, habe eine Sprecherin des Unternehmens auf Anfrage von "FONDS professionell ONLINE" mitgeteilt.

Aus drei Marken wird eine

Verschlankt werde auch der Markenauftritt. Seit der Übernahme des SEB-Privatkundengeschäftes würden die Spanier hierzulande mit den Marken Santander Consumer Bank und Santander Bank agieren, dazu komme die Direktbank-Marke Santander Direkt. Ab Mitte kommenden Jahres solle es einen einheitlichen Auftritt als "Santander" geben.

Die Umbauarbeiten würden auf einem Projekt namens "One" basieren, das die Bank im Februar gestartet habe. Mit dem Projekt "wollen wir uns zu einer modernen Omni-Channel-Bank entwickeln, die die umfassende Kundenbeziehung in den Mittelpunkt stellt", schreibe Leuschner seinen Mitarbeitern. Damit solle die "weitere nachhaltige und positive Entwicklung" der Bank für die kommenden Jahre gesichert werden. "Unser Ziel ist es, die beste Bank für Mitarbeiter und Kunden zu werden", schreibe der Vorstandschef.

Pilotprojekt mit Fernberatung

Leuschner betone, dass der Umbau nicht aus der Not heraus erfolge. "Im Jahr 2016 konnten wir ein herausragendes Ergebnis erzielen und sind gut in das laufende Jahr gestartet. Aus dieser Position der Stärke können wir den Transformationsprozess für die Zukunft gestalten."

Künftig solle sämtlichen Kunden in einem einheitlichen Vertriebsnetz eine einheitliche Produktpalette angeboten werden. "Unser Ziel ist, keinen Kunden zu verlieren, sondern vielmehr mit einer strafferen Organisation und erweiterten, auf Call-Center, Video und online basierenden Beratungsangeboten auf Dauer neue Kunden zu gewinnen und so an uns zu binden, damit sie loyale Kunden werden." Ab Anfang kommenden Jahres solle in einem Pilotprojekt "Remote Advisory" (Fernberatung) getestet werden.

Assessment-Center für zukünftige Filialleiter

"Wir brauchen Filialen, wir brauchen ein effizientes Filialnetzwerk, und wir brauchen die besten Mitarbeiter", so Leuschner. Dabei herrsche Wettbewerb: Auf offene Stellen sollten sich nicht nur Filialmitarbeiter bewerben können. Zukünftige Filialleiter sollten ein Assessment-Center durchlaufen.

Leuschner habe angekündigt, "unverzüglich Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufnehmen, um eine sozialverträgliche und einvernehmliche Lösung zu finden". Ziel sei "ein Sozialplan, um sämtliche Maßnahmen so sozialverträglich wie möglich umzusetzen". Denkbar seien zum Beispiel eine Vorruhestandsregelung sowie die Gründung einer Transfergesellschaft mit verlängerten Kündigungsfristen. Die genannten Maßnahmen sollten spätestens ab April 2018 umgesetzt werden.

Börsenplätze Banco Santander-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Banco Santander-Aktie:
5,824 EUR +0,47% (31.07.2017, 12:13)

Tradegate-Aktienkurs Banco Santander-Aktie:
5,831 EUR +0,28% (31.07.2017, 13:04)

ISIN Banco Santander-Aktie:
ES0113900J37

WKN Banco Santander-Aktie:
858872

Ticker-Symbol Banco Santander-Aktie:
BSD2

Nasdaq OTC Ticker-Symbol Banco Santander-Aktie:
BCDRF

Kurzprofil Banco Santander:

Banco Santander (ISIN: ES0113900J37, WKN: 858872, Ticker-Symbol: BSD2, Nasdaq OTC-Symbol: BCDRF) ist nach Börsenwert die größte Bank in der Eurozone. Als international tätige Bank verfügt Santander mit über 102 Millionen Kunden, die in rund 14.400 Filialen betreut werden, über das größte Filialnetz weltweit.

Das Geschäftsmodell der Santander Gruppe mit Banco Santander als Muttergesellschaft an der Spitze zeichnet sich durch eine breite und solide Aufstellung mit weltweiter Präsenz aus. Diese geografische Diversifizierung führt dazu, dass herausfordernde wirtschaftliche Rahmenbedingungen auf den Märkten einzelner Länder das Gesamtergebnis der Gruppe nicht wesentlich beeinflussen.

Die einzelnen Tochtergesellschaften agieren im Hinblick auf Liquidität und Kapital autonom, unterliegen den lokalen Regeln sowie der lokalen Gesetzgebung und werden von den jeweiligen nationalen Behörden kontrolliert. Sie stellen somit Banken nach nationalem Recht dar.

Durch das verfolgte Geschäftsmodell kann Santander eine Kernkapitalquote von ca. 10% ausweisen und zählt gemäß den Kriterien der europäischen Bankenaufsicht zu den solidesten wie auch solventesten Banken in Europa.

Santander gehört zu den europäischen Banken, die zu keiner Zeit öffentliche Finanzhilfen benötigt haben bzw. in Anspruch nehmen. (31.07.2017/ac/a/a)






 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
5,623 € 5,581 € 0,042 € +0,75% 15.12./21:59
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
ES0113900J37 858872 6,20 € 4,73 €
Werte im Artikel
5,62 plus
+0,75%
6,56 plus
0,00%
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
5,623 € +0,75%  15.12.17
Xetra 5,6255 € -0,03%  15.12.17
Berlin 5,625 € -0,27%  15.12.17
Düsseldorf 5,62 € -0,37%  15.12.17
Hamburg 5,62 € -0,43%  15.12.17
Hannover 5,62 € -0,43%  15.12.17
Nasdaq OTC Other 6,50 $ -0,46%  13.12.17
München 5,632 € -0,78%  15.12.17
Frankfurt 5,619 € -0,85%  15.12.17
Stuttgart 5,614 € -1,09%  15.12.17
  = Realtime
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