Samsung SDI: Eine Wette auf die Elektromobilität - Aktienanalyse




16.10.20 09:42
AnlegerPlus

München (www.aktiencheck.de) - Samsung SDI-Aktienanalyse von "AnlegerPlus News":

Viele Verbraucher nutzen die Produkte von Samsung SDI (ISIN: US7960542030, WKN: 923086, Ticker-Symbol: XSDG), ohne es zu wissen: In zahlreichen kleinen Geräten wie Laptops, Tablets, Smartphones und Powerbanks stecken die kleinen Energiespeicher von Samsung nämlich drin, so Christian Weber vom "AnlegerPlus News" in der aktuellen Veröffentlichung.

Außerdem würden die Südkoreaner Elektronikkomponenten produzieren, die für die Herstellung von Chips, LCD- und OLED-Bildschirmen und Solarzellen notwendig seien. Doch ein Investment in Samsung SDI sei auch eine Wette auf den Durchbruch der Elektromobilität: Laut Navigant Research gehöre Samsung SDI schon heute zu den drei führenden Herstellern von Batteriezellen für Elektroautos weltweit - neben LG Chem und Panasonic. Und für die Batteriehersteller seien Elektroautos der wichtigste und mit Abstand größte Wachstumsmarkt. Bis 2030 solle die Zahl der jährlich neu zugelassenen Elektrofahrzeuge weltweit auf über 20 Millionen steigen, sage eine Studie der Unternehmensberatung Roland Berger voraus. Dafür müssten die Kapazitäten zur Herstellung von Batteriezellen explosiv wachsen: von 70 Gigawattstunden im Jahr 2017 auf bis zu 1.600 Gigawattstunden im Jahr 2030.

Eine Umfrage der Marktforschung Puls zeige, dass viele Verbraucher Elektroautos derzeit noch nicht für alltagstauglich halten würden. Hohe Preise, mangelnden Lademöglichkeiten und geringe Reichweiten seien die Hauptprobleme, die Kunden bei den Stromern sehen würden. Doch diese Probleme seien lösbar.

Das Problem der hohen Preise von Elektroautos gehe die Politik unter anderem mit hohen Kaufprämien an. Nicht nur in Deutschland würden dafür 600 Mio. Euro bereitgestellt, die EU setze auf ein ähnliches Programm. Zuschüsse in Höhe von mindestens 20 Mrd. Euro stünden im Raum, hinzu kämen Prämien in vielen einzelnen Ländern. Damit würden die Anschaffungskosten für den Verbraucher spürbar sinken. Zusammen mit höheren Stückzahlen und technologischem Fortschritt sollten die Preise bald mit Verbrennern konkurrieren können. Bei der noch fehlenden Infrastruktur tue sich bereits ebenfalls einiges: Die Politik wolle den Umstieg auf alternative, emissionsfreie Antriebe: Für den Aufbau von Ladepunkten wolle der Bund im Rahmen seines Konjunkturpakets eine halbe Milliarde Euro zusätzlich einsetzen. Zeitgleich komme der Aufbau privater Ladesäulen voran. Bis 2030 solle es eine Million Ladepunkte geben. Das Problem fehlender Lademöglichkeiten hätte sich damit entspannt.

Für das Problem der geringen Reichweite könnten die Batteriehersteller selbst die Lösung bieten. Es sei wohl nur noch eine Frage der Zeit, bis Forscher die nächste Generation Energiespeicher für Elektroautos präsentieren würden. Experten seien sich einig, dass Feststoff-Akkus der nächste große Schritt seien. Samsung SDI sei auf diesem Gebiet bei der Forschung ganz vorne mit dabei. Das Unternehmen habe erst im März den Prototyp einer neuartigen Feststoffzelle vorgestellt, die ohne Lithium-Anode auskomme. Mit einer Ladung sollten die neuen Super-Batterien die Reichweite von Elektroautos auf bis zu 800 Kilometer hinaufschrauben. Grund sei eine viel höhere Energiedichte, außerdem würden die Zellen nur die Hälfte des Platzes eines herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus benötigen. Beim Thema Sicherheit habe der Feststoffzellen-Akku ebenfalls große Vorteile: Da keine Flüssigkeit benötigt werde, sinke die Brennbarkeit bei einem Auto praktisch auf null, heiße es.

Sollte Samsung SDI eine solche Batterie zur Marktreife bringen, würde das die Elektromobilität weit nach vorn bringen. Die Fraunhofer-Gesellschaft als größte Organisation für anwendungsorientierte Forschung in Europa habe sich von den Laborwerten der Feststoffbatterien beeindruckt gezeigt. Vor allem die hohe Energiedichte mache sie für den Einsatz im Automobil höchst interessant, heiße es dort. "Das teilweise hohe Engagement wichtiger industrieller und wissenschaftlicher Akteure lässt darauf schließen, dass erste Feststoffbatterien in größerem Maßstab ab etwa 2025 auf den Markt kommen könnten", schreibe die Forschungsorganisation in einer Studie zur Elektromobilität.

Mit Samsung SDI würden Anleger in einen führenden Batteriehersteller investieren, der in einem Zukunftsmarkt mit enormen Wachstumspotenzial operiere. Die Aktie notiere derzeit nahe der historischen Höchststände, unterliege aber zeitweise großen Schwankungen. Für Anleger mit schwachen Nerven sei der Titel also eher ungeeignet. Wer jedoch daran glaube, dass sich der elektrische Antrieb im Automobil der Zukunft durchsetzen werde, der komme an den Südkoreanern kaum vorbei. Investieren könnten Anleger in Deutschland in ein Global Depository Receipt (GDR). Hierbei handle es sich um ein Zertifikat, welches das Eigentum an der Aktie verbriefe. Es werde daher etwa in Fondsprospekten als normales Investment in herkömmliche Aktien betrachtet. Dennoch bleibe es ein Zertifikat mit entsprechenden Risiken. (Ausgabe 10/2020)

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze Samsung SDI-Aktie:

Börse Frankfurt-Aktienkurs Samsung SDI-Aktie:
78,80 EUR +0,51% (16.10.2020, 09:24)

ISIN Samsung SDI-Aktie:
US7960542030

WKN Samsung SDI-Aktie:
923086

Ticker-Symbol Samsung SDI-Aktie Deutschland:
XSDG

Kurzprofil Samsung SDI:

Das koreanische Technologie-Unternehmen Samsung SDI (ISIN: US7960542030, WKN: 923086, Ticker-Symbol: XSDG) fokussiert sich auf die Entwicklung und Produktion von Lithium-Ionen-Batterien und Komponenten für Halbleiter und Displays. (16.10.2020/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.




 
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ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
US7960542030 923086 89,40 € 34,30 €
Metadaten
Ratingstufe:Ohne
Analysten: Christian Weber
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