Salzgitter setzt industrielle Optimierungsmaßnahmen kontinuierlich fort
07.12.11 16:12
aktiencheck.de EXKLUSIV
Salzgitter (aktiencheck.de AG) - Der Vorstand der Salzgitter AG (ISIN DE0006202005 / WKN 620200) hat am 30.11.2011 beschlossen, die gesellschaftsrechtliche Struktur des Konzerns mit Wirkung ab dem 01.01.2012 neu zu ordnen.
Mit der bisherigen Struktur können die von den einzelnen inländischen Konzerngesellschaften erzielten Gewinne und Verluste nur eingeschränkt untereinander verrechnet werden, wodurch dem Konzern in den kommenden Jahren steuerliche Nachteile Größenordnung entstünden. Durch eine Zusammenführung aller wesentlichen inländischen Konzerngesellschaften in einen einheitlichen steuerlichen Organkreis können diese Nachteile vermieden werden. Dazu übernimmt die in Salzgitter Klöckner-Werke GmbH umfirmierte frühere Klöckner-Werke AG (eine hundertprozentige Konzerngesellschaft der Salzgitter AG) die bisher von der Salzgitter Mannesmann GmbH gehaltenen wesentlichen inländischen Mehrheitsbeteiligungen sowie das Finanzclearing des Konzerns. An der Führungsstruktur des Konzerns ändert sich nichts.
aktiencheck.de EXKLUSIV führte ein kurzes Interview mit Herrn Bernhard Kleinermann, dem Leiter Konzernkommunikation und Investor Relations bei der Salzgitter AG.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Infolge der Umstrukturierung des Salzgitter-Konzerns soll sich der Nachsteuergewinn im Geschäftsjahr 2011 voraussichtlich um etwa 100 Mio. EUR erhöhen. An Ihrer bisherigen Prognose eines Vorsteuerergebnisses von etwa 200 Mio. EUR ändert sich durch diesen Vorgang nichts. Mit welchen positiven Effekten auf Ihre Zahlen rechnen Sie mittel- und langfristig? Werden dieser Umstrukturierung demnächst auch andere Optimierungsmaßnahmen bei der Salzgitter AG folgen?
Salzgitter: Der bilanzielle Einfluss der Umstrukturierung macht sich bereits zum 31.12.2011 in Form eines vorausichtlich um etwa 100 Mio. EUR erhöhten Nachsteuerergebnisses bemerkbar. Gemäß IFRS-Rechnungslegungsbestimmungen haben wir diesen Effekt auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung für die nächsten drei Jahre ermittelt. In diesen Zeitraum wird ein entsprechend geringer Abfluss liquider Mittel für Steuerzahlungen erfolgen. Dies wird in der Cash-Flow-Rechnung sichtbar werden.
Völlig unabhängig von der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung des Salzgitter-Konzerns setzen wir unsere industriellen Optimierungsmaßnahmen kontinuierlich fort. So haben wir in einzelnen Tochtergesellschaften der Unternehmensbereiche Stahl, Röhren und Technologie Programme zur Ergebnisverbesserung aufgelegt.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Die Wolken am Konjunkturhimmel werden immer dunkler und auch die Perspektiven im Stahlsegment haben sich zuletzt stark eingetrübt. Die Stahlbranche ist zyklisch und ihre Geschäfte deswegen auch ziemlich schwankungsanfällig. Trotzdem sehen viele Marktbeobachter die Salzgitter AG als einen standfesten Konzern an, der auch in einem herausfordernden Umfeld erfolgreich bleiben kann. Im Stahlsegment haben Sie einen Rekordauftrag aus der Windindustrie verbucht, das Röhrengeschäft verfügt angesichts des prognositizierten Wachstums des Gashandels über enormes Potenzial und auch bei Ihrer Technologie-Sparte läuft es nach Plan. Sehen Sie zurzeit keinen Grund an Ihren Geschäftsprognosen für die kommenden Quartale zu rütteln? Welcher Geschäftsbereich besitzt langfrsitig Ihrer Meinung nach das größte Wachstumspotenzial?
Salzgitter: Trotz der bestehenden gesamtwirtschaftlichen Risiken in Folge der Euro-Krise haben wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2011 mit der Vorlage der Neunmonatszahlen am 11.11.2011 bekräftigt: wir erwarten ein Vorsteuerergebnis um 200 Mio. EUR. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2012 werden wir voraussichtlich mit Veröffentlichung der Eckdaten des Geschäftsjahres 2011 am 05.03.2012 bekannt geben.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Das Eigenkapital der Salzgitter AG (ohne eigene Aktien) ist mit 3,9 Mrd. EUR mehr als das doppelt so groß wie der Börsenwert. Ihr Konzern zeichnet sich durch eine solide Bilanz sowie eine gute Liquiditätslage aus. Das alles ist ein komfortables Polster, um nicht nur organisch, sondern auch durch Akquisitionen weiter zu wachsen. Die Aufstockung Ihrer 25%-igen Beteiligung an der Aurubis AG (ISIN DE0006766504 / WKN 676650) wäre hier auch nur eine der verschiedenen Optionen. Welche Strategie verfolgt Ihre Gesellschaft in Bezug auf die künftige Akuquisitionspolitik? Welche Geschäftsbereiche wären für die Salzgitter AG besonders interessant?
Salzgitter: Neben den laufenden und geplanten Projekten für unser organisches Wachstum prüfen wir prinzipiell ständig auch externe Expansionsmöglichkeiten auf deren Eignung. Jedoch wird das Wachstum des Konzerns aufgrund der künftig noch strengeren EU-Klimavorschriften eher nicht in der deutschen und europäischen Stahlerzeugung stattfinden, sondern sich auf andere Unternehmensbereiche konzentrieren. Dabei gehen wir opportunistisch vor und halten auch eine weitere Diversifikation für denkbar.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Das Geschäft Ihrer Gesellschaft entwickelt sich nach wie vor gut und trotz der gewissen Konjunkturrisiken ist - zumindest aus heutiger Sicht - auch in den kommenden Quartalen mit keinem Einbruch zu rechnen. Dank dem gerade von Ihnen präsentierten Steuersparmodell würde unterm Strich auch mehr Gewinn bleiben. Werden die gute Geschäftslage und der höhere Nachsteuergewinn auch Ihren Aktionären in Form einer höheren Dividende demnächst zugutekommen?
Salzgitter: Auf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung werden Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären des Konzens einen Dividendenvorschlag unterbreiten. Dieser orientiert sich in erster Linie am Bilanzgewinn der Salzgitter AG und den wirtschaftlichen Perspektiven unseres Unternehmens. Von daher ist es jetzt noch zu früh, um über die Dividende für das Geschäftsjahr 2012 zu sprechen. Prinzipiell gilt jedoch, dass die Salzgitter AG unter der Prämisse der Erzielung von Gewinnen eine Politik kontinuierlicher Dividendenzahlungen verfolgt.
aktiencheck.de EXKLUSIV bedankt sich für dieses Interview und wünscht der Salzgitter AG weiterhin viel geschäftlichen Erfolg. (07.12.2011/ac/e/i)
Mit der bisherigen Struktur können die von den einzelnen inländischen Konzerngesellschaften erzielten Gewinne und Verluste nur eingeschränkt untereinander verrechnet werden, wodurch dem Konzern in den kommenden Jahren steuerliche Nachteile Größenordnung entstünden. Durch eine Zusammenführung aller wesentlichen inländischen Konzerngesellschaften in einen einheitlichen steuerlichen Organkreis können diese Nachteile vermieden werden. Dazu übernimmt die in Salzgitter Klöckner-Werke GmbH umfirmierte frühere Klöckner-Werke AG (eine hundertprozentige Konzerngesellschaft der Salzgitter AG) die bisher von der Salzgitter Mannesmann GmbH gehaltenen wesentlichen inländischen Mehrheitsbeteiligungen sowie das Finanzclearing des Konzerns. An der Führungsstruktur des Konzerns ändert sich nichts.
aktiencheck.de EXKLUSIV führte ein kurzes Interview mit Herrn Bernhard Kleinermann, dem Leiter Konzernkommunikation und Investor Relations bei der Salzgitter AG.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Infolge der Umstrukturierung des Salzgitter-Konzerns soll sich der Nachsteuergewinn im Geschäftsjahr 2011 voraussichtlich um etwa 100 Mio. EUR erhöhen. An Ihrer bisherigen Prognose eines Vorsteuerergebnisses von etwa 200 Mio. EUR ändert sich durch diesen Vorgang nichts. Mit welchen positiven Effekten auf Ihre Zahlen rechnen Sie mittel- und langfristig? Werden dieser Umstrukturierung demnächst auch andere Optimierungsmaßnahmen bei der Salzgitter AG folgen?
Salzgitter: Der bilanzielle Einfluss der Umstrukturierung macht sich bereits zum 31.12.2011 in Form eines vorausichtlich um etwa 100 Mio. EUR erhöhten Nachsteuerergebnisses bemerkbar. Gemäß IFRS-Rechnungslegungsbestimmungen haben wir diesen Effekt auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung für die nächsten drei Jahre ermittelt. In diesen Zeitraum wird ein entsprechend geringer Abfluss liquider Mittel für Steuerzahlungen erfolgen. Dies wird in der Cash-Flow-Rechnung sichtbar werden.
Völlig unabhängig von der gesellschaftsrechtlichen Umstrukturierung des Salzgitter-Konzerns setzen wir unsere industriellen Optimierungsmaßnahmen kontinuierlich fort. So haben wir in einzelnen Tochtergesellschaften der Unternehmensbereiche Stahl, Röhren und Technologie Programme zur Ergebnisverbesserung aufgelegt.
Salzgitter: Trotz der bestehenden gesamtwirtschaftlichen Risiken in Folge der Euro-Krise haben wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2011 mit der Vorlage der Neunmonatszahlen am 11.11.2011 bekräftigt: wir erwarten ein Vorsteuerergebnis um 200 Mio. EUR. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2012 werden wir voraussichtlich mit Veröffentlichung der Eckdaten des Geschäftsjahres 2011 am 05.03.2012 bekannt geben.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Das Eigenkapital der Salzgitter AG (ohne eigene Aktien) ist mit 3,9 Mrd. EUR mehr als das doppelt so groß wie der Börsenwert. Ihr Konzern zeichnet sich durch eine solide Bilanz sowie eine gute Liquiditätslage aus. Das alles ist ein komfortables Polster, um nicht nur organisch, sondern auch durch Akquisitionen weiter zu wachsen. Die Aufstockung Ihrer 25%-igen Beteiligung an der Aurubis AG (ISIN DE0006766504 / WKN 676650) wäre hier auch nur eine der verschiedenen Optionen. Welche Strategie verfolgt Ihre Gesellschaft in Bezug auf die künftige Akuquisitionspolitik? Welche Geschäftsbereiche wären für die Salzgitter AG besonders interessant?
Salzgitter: Neben den laufenden und geplanten Projekten für unser organisches Wachstum prüfen wir prinzipiell ständig auch externe Expansionsmöglichkeiten auf deren Eignung. Jedoch wird das Wachstum des Konzerns aufgrund der künftig noch strengeren EU-Klimavorschriften eher nicht in der deutschen und europäischen Stahlerzeugung stattfinden, sondern sich auf andere Unternehmensbereiche konzentrieren. Dabei gehen wir opportunistisch vor und halten auch eine weitere Diversifikation für denkbar.
aktiencheck.de EXKLUSIV: Das Geschäft Ihrer Gesellschaft entwickelt sich nach wie vor gut und trotz der gewissen Konjunkturrisiken ist - zumindest aus heutiger Sicht - auch in den kommenden Quartalen mit keinem Einbruch zu rechnen. Dank dem gerade von Ihnen präsentierten Steuersparmodell würde unterm Strich auch mehr Gewinn bleiben. Werden die gute Geschäftslage und der höhere Nachsteuergewinn auch Ihren Aktionären in Form einer höheren Dividende demnächst zugutekommen?
Salzgitter: Auf der nächsten ordentlichen Hauptversammlung werden Vorstand und Aufsichtsrat den Aktionären des Konzens einen Dividendenvorschlag unterbreiten. Dieser orientiert sich in erster Linie am Bilanzgewinn der Salzgitter AG und den wirtschaftlichen Perspektiven unseres Unternehmens. Von daher ist es jetzt noch zu früh, um über die Dividende für das Geschäftsjahr 2012 zu sprechen. Prinzipiell gilt jedoch, dass die Salzgitter AG unter der Prämisse der Erzielung von Gewinnen eine Politik kontinuierlicher Dividendenzahlungen verfolgt.
aktiencheck.de EXKLUSIV bedankt sich für dieses Interview und wünscht der Salzgitter AG weiterhin viel geschäftlichen Erfolg. (07.12.2011/ac/e/i)
Artikelsuche
mehr >Aktuelle Kursinformationen mehr >
| Kurs | Vortag | Veränderung | Datum/Zeit | |
| 35,00 € | 35,907 € | -0,907 € | -2,53% | 25.05./18:49 |
| ISIN | WKN | Jahreshoch | Jahrestief | |
| DE0006202005 | 620200 | 54,90 € | 32,50 € | |
Werte im Artikel
Weitere Analysen & News
mehr >13:01, Bankhaus Lampe
TAG Immobilien-Aktie: gute Substanz, aber z [...]
24.05.12, aktiencheck.de
Salzgitter-Aktie: Neues Vorstandsmitglied bes [...]
21.05.12, Nord LB
Salzgitter-Aktie: Fehlstart beim Ergebnis je [...]
18.05.12, Bankhaus Lampe
Salzgitter-Aktie: Q1-Ergebnisse schwächer al [...]
17.05.12, Independent Research
Salzgitter-Aktie: Ausblick für 2012 bestätigt
|







