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S&T-Aktie: Mit Foxconn und Microsoft gegen Software AG? Aktienanalyse




06.11.17 13:05
Vorstandswoche.de

Haar (www.aktiencheck.de) - S&T-Aktienanalyse von "Vorstandswoche.de":

Die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" raten in einer aktuellen Aktienanalyse die S&T-Aktie (ISIN: AT0000A0E9W5, WKN: A0X9EJ, Ticker-Symbol: SANT) wieder zu kaufen.

Vorstandswoche-Dauerfavorit S&T habe jüngst etwas deutlicher korrigiert. In der Spitze habe die Aktie in diesem Jahr bereits bei Kursen von über 19 Euro gehandelt und sei derzeit für 16,50 Euro zu haben. Die Gründe für die Korrektur seien simpel.

1. Die Österreicher hätten rund 6,6 Mio. neue Aktien ausgegeben. Diese Aktien seien in die Depots ehemaliger Aktionäre von Kontron gewandert, die das Umtauschangebot angenommen hätten. Getauscht worden sei von der S&T Deutschland Holding (zuvor Kontron AG) in die S&T AG. Der Tausch sei für ehemalige Kontron-Anteilseigner durchaus lukrativ gewesen, zumal hier viele Arbitrage-Spezialisten tätig gewesen seien. Verständlich, dass an der Stelle auch einmal Gewinne eingetütet würden. Der Aktienüberhang aus der Übernahme von Kontron dürfte aber nunmehr weitgehend abgearbeitet sein.

2. Die Aktie von S&T habe sich in den letzten Jahren vervielfacht. Auch hier seien größere Gewinnmitnahmen nachvollziehbar. An der S&T Deutschland Holding halte die S&T inzwischen über 92%, sodass zahlreiche Kontron-Aktionäre das Angebot angenommen hätten. Für die restlichen Anteilseigner wolle Niederhauser zeitnah ein weiteres Angebot unterbreiten, um auf eine Quote von 95% zu kommen, damit ein Ausschlussverfahren eingeleitet werden könne. Die S&T Deutschland Holding sei im Wesentlichen eine Hülle, deren Aktien nicht börsennotiert seien. Gegen die Höhe der Zahlung an die Kontron-Aktionäre werde es in einigen Jahren im Spruchstellenverfahren interessant. Insgesamt hätten 20 Ex-Kontron-Anteilseigner hier geklagt.

In Kürze werde Niederhauser über das dritte Quartal 2017 berichten. Wie der Firmenchef den Experten im Hintergrundgespräch mitgeteilt habe, sei die Zeit von Juli bis September gut verlaufen. "Auch das vierte Quartal ist sehr stark angelaufen. Wir sind insbesondere auf der Profitseite gut unterwegs", so Niederhauser. Treiber sei unter anderem die hohe Nachfrage nach Internet of Things-Lösungen. "Unser Geschäft mit diesen Lösungen läuft einfach hervorragend." Für das Gesamtjahr erwarte Niederhauser weiterhin einen Umsatz zwischen 860 und 890 Mio. Euro. Das EBITDA solle sich auf mehr als 50 Mio. Euro steigern. Die Schätzung der Experten habe an der Stelle bisher bei einem EBITDA von über 55 Mio. Euro gelegen. Nunmehr könnte sich das EBITDA ihrer Meinung nach sogar auf knapp 60 Mio. Euro belaufen.

Abzüglich Abschreibungen würden die Experten mit einem EBIT von 35 bis 40 Mio. Euro und abzüglich des Finanzergebnisses mit einem Vorsteuergewinn von ca. 30 Mio. Euro rechnen. Die Steuerquote würden sie zwischen 15 und 20% erwarten, und die Minderheiten würden sich auf ca. 3,5 Mio. Euro belaufen. Netto würde dies einem Gewinn von mehr als 20 Mio. Euro entsprechen. 2018 werde der Nettogewinn massiv anziehen. Das EBITDA dürfte bei Umsätzen von gut 1 Mrd. Euro auf mindestens 70 Mio. Euro wachsen. Abschreibungen, Finanzergebnis und die Steuerquote würden sich gegenüber 2017 deutlich reduzieren, sodass sich der Jahresgewinn 2018 auf mehr als 40 Mio. Euro belaufen könnte. Das entspreche einem Gewinn je Aktie von ca. 70 Cent.

Mit großem Interesse verfolge Niederhauser die Aktivitäten der Software AG im Joint Venture Adamos. Unter Adamos hätten sich DMG MORI, Dürr, Software AG und ZEISS sowie ASM PT zu einer strategischen Allianz in den Themen Industrie 4.0 und Industrial Internet of Things vereint. "Das ist in Teilen ein Wettbewerber für unser neues Geschäft im Bereich Embedded Server", so Niederhauser. Sorgen mache sich der S&T-Chef wegen der Software AG natürlich nicht. Partner von S&T für dieses Geschäft sei der taiwanesische Großkonzern Foxconn, der als wichtigster Zulieferer für Apple bekannt sei. Zudem würden S&T und Foxconn bei diesem Produkt mit Microsoft zusammenarbeiten, um den Markt für Internet of Things zu erobern. Ab 2018 rechne Niederhauser mit entsprechenden Umsätzen daraus.

"Die ersten Projekte für den Bereich Embedded Server haben wir schon. Es handelt sich dabei um sehr, sehr große Projekte mit äußerst namhaften Kunden." Bei einem potenziellen Kunden könnte es sich um eines der größten Unternehmen auf der Welt handeln. Bis ins Jahr 2021 rechne S&T mit einem Umsatzbeitrag von 400 bis 500 Mio. Euro. Foxconn sei sogar noch deutlich optimistischer. Eine weitere Zusammenarbeit mit Foxconn, größter Einzelaktionär von S&T, sei im Bereich Smart Energy mit einem ersten Produkt für 2019 geplant. "Bisher bedeutete die Zusammenarbeit mit Foxconn noch sehr viel Arbeit für wenig Brot. Mittelfristig wird sich das aber für uns auszahlen", so Niederhauser. Aufgrund der Ausrichtung zu einem Geschäft mit höheren Margen, wie das im Bereich Industrie 4.0 und Internet of Things der Fall sei, strebe der Firmenchef mittelfristig EBITDA-Margen für den Konzern von mindestens 10% an. "In zwei bis drei Jahren dürften wir diese Marge erreichen."

S&T werde an der Börse aufgrund der erhöhten Aktienanzahl von 57,6 Mio. Aktien mit über 920 Mio. Euro kapitalisiert. Angesichts der weiteren Aussichten sei das Unternehmen alles andere als teuer bewertet. An der Börse scheine sich zudem noch nicht herumgesprochen zu haben, dass S&T beste Chancen habe, ein großer Player im Bereich Internet of Things bzw. Industrie 4.0 zu werden.

Nach dem jüngsten Kursrückgang empfehlen die Aktienexperten von "Vorstandswoche.de" die Aktie von S&T erneut zum Kauf. (Analyse vom 06.11.2017)

Börsenplätze S&T-Aktie:

Xetra-Aktienkurs S&T-Aktie:
16,48 EUR -0,57% (06.11.2017, 12:38)

Tradegate-Aktienkurs S&T-Aktie:
16,501 EUR -0,80% (06.11.2017, 12:50)

ISIN S&T-Aktie:
AT0000A0E9W5

WKN S&T-Aktie:
A0X9EJ

Ticker-Symbol S&T-Aktie:
SANT

Kurzprofil S&T AG:

Der Technologiekonzern S&T AG (ISIN: AT0000A0E9W5, WKN: A0X9EJ, Ticker-Symbol: SANT) (www.snt.at) ist mit rund 2.300 Mitarbeitern und Niederlassungen in 20 Ländern weltweit tätig. Als Systemhaus zählt das im Frankfurter Prime Standard notierte Unternehmen mit einem umfassenden Lösungsportfolio zu den führenden Anbietern von IT-Dienstleistungen und Lösungen in Zentral- und Osteuropa. S&T verfügt als namhafter IT-Hersteller über ein großes Portfolio an Eigentechnologien, etwa in den Bereichen Appliances, Cloud-Security und Smart Energy. (06.11.2017/ac/a/t)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
21,52 € 21,80 € -0,28 € -1,28% 20.01./11:00
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
AT0000A0E9W5 A0X9EJ 25,16 € 16,69 €
Metadaten
Ratingstufe:kaufen
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
21,54 € -0,74%  11:16
München 21,86 € +1,58%  09:26
Düsseldorf 21,96 € +1,48%  08:03
Stuttgart 21,66 € +0,56%  10:29
Frankfurt 21,80 € +0,37%  09:08
Hamburg 21,80 € +0,09%  08:09
Hannover 21,80 € +0,09%  08:10
Berlin 21,56 € -1,10%  10:58
Xetra 21,52 € -1,28%  10:56
  = Realtime
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