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SPAC-Hype rückt auch PIPEs ins Rampenlicht




10.06.21 10:45
Lazard Asset Management

Delaware (www.aktiencheck.de) - Private Investment in Public Equities (PIPEs) sind derzeit attraktive Investment-Möglichkeiten, die einer ausgewählten Gruppe institutioneller Investoren zur Verfügung stehen. Zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie von Lazard Asset Management.

Während im Laufe des vergangenen Jahres Börsengänge mit Special Purpose Acquisition Companies (SPACs) ein Rekordniveau erreicht hätten, stünden die PIPEs bisher noch im Schatten der Aufmerksamkeit. Tatsächlich sei ein PIPE oftmals ein fester Bestandteil eines SPAC. Denn die vom SPAC aufgebrachten Anfangserlöse würden typischerweise nur etwa 25 bis 35 Prozent des Finanzierungsbedarfes für die Übernahme abdecken. Der Rest werde in der Regel über PIPEs beschafft.

Ein PIPE komme üblicherweise im De-SPAC-Prozess zum Einsatz: Die Mantelgesellschaft habe sich ein Zielunternehmen ausgesucht und verhandle mit den Eigentümern über die Bewertung und Transaktionsstruktur. Danach werde bei ausgewählten institutionellen Investoren die Werbetrommel gerührt. Die potenziellen PIPE-Investoren würden anschließend "Over-the-Wall" gebracht: Sie würden privaten Zugang zu dem SPAC-Sponsor, zum Managementteam des Zielunternehmens und zum Datenraum bekommen. Dieser enthalte typischerweise eine Investorenpräsentation, historische Finanzdaten und Managementprognosen. Der Due-Diligence-Prozess dauere bis zu vier Wochen.

Damit sei ein PIPE fast identisch mit einem traditionellen IPO - mit einer Ausnahme: In PIPEs lasse sich nur auf Einladung investieren, während IPOs allen Investoren offenstünden. Aus Sicht von Lazard-Studienautorin Desiree Sauer seien PIPEs vor allem aus zwei Gründen attraktiv: "Es gibt ein großes Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage: Durch den Hype der SPACs ist der Hunger nach PIPE-Kapital größer denn je", sage die Expertin. Sie schätze die Nachfrage nach PIPE-Kapital in den kommenden zwei Jahren auf über 200 Milliarden US-Dollar. "PIPE-Investoren, die traditionell Preisnehmer für Deals waren, werden damit zunehmend zu Preissetzern", erläutere die Lazard-Expertin.

Noch ein zweiter Grund mache PIPEs zu einem lohnenden Investment: "Es gibt Informationsasymmetrien, die durch den SPAC-Prozess entstehen - diese lassen sich mit PIPEs gezielt nutzen", sage Sauer. Denn PIPE-Investoren hätten frühzeitigen Zugang zu Unternehmensfinanzen und Management der antizipierten Übernahme erhalten.

Lazard erwarte daher, dass es weiterhin gute Gelegenheiten geben werde, in hochwertige und gleichzeitig attraktiv bewertete Deals über PIPEs zu investieren. Mit der eigenen PIPE-Strategie strebe Lazard eine Mindestrendite von zirka 14 bis 16 Prozent pro Jahr an. Dabei könne die Investmentbank auf ein eigenes Team aus 26 Fachleuten zurückgreifen, das zirka 32 Milliarden Euro in US-Aktien verwalte. (10.06.2021/ac/a/m)






 
 
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