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Ryanair: Alle Flüge bis einschließlich Mai gestoppt - Aktienanalyse




25.03.20 15:20
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Ryanair-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Nicola Hahn vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Billigfliegers Ryanair Holdings plc. (ISIN: IE00BYTBXV33, WKN: A1401Z, Ticker-Symbol: RY4C, Nasdaq OTC-Symbol: RYAOF) unter die Lupe.

Das Coronavirus laste schwer auf dem internationalen Flugverkehr. Zahlreiche Airlines wie Ryanair, Lufthansa oder EasyJet würden nun ihren Flugbetrieb praktisch komplett einstellen. Zunehmend lauter würden die Rufe nach Finanzhilfen in Milliardenhöhe, um mögliche Insolvenzen abzuwenden. Doch auch die Regierungen der einzelnen Länder würden sich nun mit einer Herkules-Aufgabe konfrontiert sehen. Denn sie müssten entscheiden, wo Hilfen gerechtfertigt seien und wo nicht. Während die Ryanair-Aktie am heutigen Handelstag kräftig zulegen könne, gehöre die Lufthansa-Aktie aktuell zu den Verlierern im DAX.

Als eine der ersten Airlines habe die deutsche Lufthansa auf die Corona-Krise reagiert und zahlreiche Flüge gestrichen. Am Donnerstag habe der Konzern mitgeteilt, dass derzeit 700 der 763 Maschinen am Boden bleiben würden. Kunden, die bereits ein Ticket gebucht hätten, könnten dies kostenfrei stornieren oder umbuchen.

Europas größte Billig-Airline Ryanair habe indes am Dienstag angekündigt, alle Flüge bis einschließlich Mai zu stoppen. Wie Ryanair-Chef Michael O’Leary mitgeteilt habe, würde der Flugplan allerdings letztlich von den Regierungsanweisungen abhängen. Die Fluggesellschaft sei aber dazu bereit, gestrandete Passagiere zurückzufliegen oder sich beispielsweise an Medikamenten-Lieferungen zu beteiligen.

Die irische Billigfluggesellschaft sollte die Krise allerdings ohne Staathilfen überleben können. Der Konzern habe über die Jahre hinweg solide gewirtschaftet und habe sich so einen gewissen Puffer aufbauen können. So könne der Konzern auf liquide Mittel in Höhe von mehr als vier Milliarden Euro zurückgreifen.

Im übergeordneten Bild sehe es für die Airlines allerdings sehr düster aus. Die Lufthansa diskutiere bereits über Staatshilfen und auch bei den US-amerikanischen Konkurrenten dürfte es ohne eine kräftige Finanzspritze seitens der US-Regierung ebenfalls sehr schwer werden.

Darüber hinaus habe die US-Investmentbank Citigroup am Mittwoch ihr Kursziel für die Lufthansa von 10 Euro auf 50 Cent gesenkt. Laut den Analysten seien Finanzspritzen seitens der Regierung seien kaum noch vermeidbar und würden den Konzern über Jahre hinaus belasten.

Vor wenigen Tagen habe zudem der Branchenverband der internationalen Luftfahrt (Iata) dazu aufgerufen, Fluggesellschaften mit Finanzhilfen bis zu 200 Milliarden US-Dollar aus der Misere zu helfen. Die Staaten stünden nun vor der großen Herausforderung, zu differenzieren, wem geholfen werden solle und wem nicht. Denn viele Airlines hätten auch schon vor Ausbruch des Coronavirus auf äußerst wackeligen Beinen gestanden.

Die Luftfahrtbranche befinde sich nach wie vor in ihrer wahrscheinlich größten Krise aller Zeiten. Viele würden zweifelsohne auf staatliche Hilfen angewiesen sein beziehungsweise sogar ganz vom Markt verschwinden. Kurz- bis mittelfristig dürfte die Corona-Krise bei den Airlines weiter deutlich spürbar sein. Komme es jedoch zu einer Entspannung der Lage, dürfte das Ryanair einer der Gewinner in der Luftfahrtbranche sein.

Ein Wiedereinstieg drängt sich jedoch aktuell nicht auf, so Nicola Hahn vom Anlegermagazin "Der Aktionär". Anleger sollten daher vorerst an der Seitenlinie verharren. (Analyse vom 25.03.2020)

Mit Material von dpa-AFX

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Börsenplätze Ryanair-Aktie:

Xetra-Aktienkurs Ryanair-Aktie:
9,784 EUR +0,82% (25.03.2020, 14:35)

Tradegate-Aktienkurs Ryanair-Aktie:
9,70 EUR -1,18% (25.03.2020, 14:30)

ISIN Ryanair-Aktie:
IE00BYTBXV33

WKN Ryanair-Aktie:
A1401Z

Ticker-Symbol Ryanair-Aktie:
RY4C

Nasdaq Other OTC Ticker-Symbol Ryanair-Aktie:
RYAOF

Kurzprofil Ryanair Holdings plc.:

Ryanair (ISIN: IE00BYTBXV33, WKN: A1401Z, Ticker-Symbol: RY4C, Nasdaq OTC-Symbol: RYAOF) ist eines der größten Niedrigpreis-Flugunternehmen in Europa. Nach einer Umstrukturierung 1990/1991 wurde Ryanair zur ersten Fluggesellschaft, die das von Southwest Airlines in den USA mit großem Erfolg entwickelte Prinzip "Niedrigste Preise/Keine Extras" uneingeschränkt auch in Europa anwendet. Dabei werden die reinen Flugpreise niedrig gehalten, jedoch für bestimmte Leistungen wie Gepäckaufgabe, Online-Check-In oder Getränke und Mahlzeiten an Board Gebühren berechnet. Zudem verkauft Ryanair Werbeflächen auf Boarding Pässen, im On-Board-Display, auf der Homepage und im eigenen In-Flight Magazin.

Ryanair kooperiert seit 1999 mit dem Flugzeughersteller Boeing und bezieht seit 1999 von Boeing Maschinen des Typs Boeing 737-800. Die aktuelle Flotte besteht aus 303 Flugzeugen dieses Typs, die jeweils über eine Sitzplatzkapazität von rund 200 Plätzen verfügen. Inzwischen werden über 180 Destinationen rund um den Globus angeflogen. (25.03.2020/ac/a/a)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
11,295 € 11,655 € -0,36 € -3,09% 29.05./17:35
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
IE00BYTBXV33 A1401Z 16,86 € 8,16 €
Metadaten
Ratingstufe:Ohne
Analysten: Nicola Hahn
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
11,35 € -0,35%  29.05.20
Nasdaq OTC Other 13,50 $ +33,80%  26.05.20
Düsseldorf 11,205 € -2,40%  29.05.20
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Xetra 11,295 € -3,09%  29.05.20
München 11,78 € -3,13%  29.05.20
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