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Rohstoffsektor: Uneinheitliche Entwicklung




11.09.18 13:39
Stabilitas Fonds

Bad Salzuflen (www.aktiencheck.de) - Der Rohstoffsektor erlebte im August einen uneinheitlichen Monat, berichten die Experten von Stabilitas Fonds.

Gold habe den fünften Monat in Folge auf der Verlustseite gestanden und bei 1.204 US-Dollar pro Feinunze notiert. Das entspreche einer Monatsentwicklung von -0,7 Prozent. Silber sei erneut dem Goldpreis hinterhergehinkt und habe 5,7 Prozent verloren. Das weiße Metall habe bei 14,53 USD geschlossen und sei damit schwach wie seit Februar 2016 nicht mehr. "Nach wie vor spiegeln sich die steigenden Leitzinsen und andere Krisen, wie z.B. in Argentinien oder Venezuela, nicht in den Edelmetallpreisen wider. Es bleibt abzuwarten, wann diese Entwicklungen durchschlagen. Aktuell drücken vor allem die Terminmärkte der Preisentwicklung ihren Stempel auf", sage Martin Siegel, Edelmetallexperte und Geschäftsführer der Stabilitas GmbH.

Auch die Industriemetalle hätten sich gegensätzlich entwickelt. Platin sei gegen Mitte des vergangenen Monats zwischenzeitlich auf ein 10-Jahrestief von 768 USD gesunken. Letztlich habe es 5,3 Prozent verloren und den Monat bei 787 USD geschlossen. Palladium hingegen habe sich nach zuletzt zwei schwachen Monaten erholen können und mit einem Monatsschlusskurs von 983 USD ein sattes Plus von 7,8 Prozent verbucht. "Der Negativtrend bei Platin scheint aktuell von den Terminmärkten getrieben zu werden. Es wäre allerdings keine große Überraschung, wenn sich diese Entwicklung langfristig wieder dreht und Spekulanten dann Gewinne mitnehmen", sage Siegel.

Die Aktien der Minengesellschaften hätten im August stark unter Druck gestanden und würden damit die Negativtendenz am Edelmetallmarkt bestätigen. "Für den Sektor ging es im vergangenen Monat rund 10 Prozent nach unten. Der Markt scheint aktuell überverkauft, eine Bodenbildung oder gar Trendwende ist im Moment nicht in Sicht, erscheint aber kurzfristig möglich", sage Siegel.

Auch die Basismetalle hätten wie schon im Vormonat Verluste hinnehmen müssen. Zink (-8 Prozent), Blei (-2,2 Prozent), Kupfer (-3,4 Prozent) und Nickel (-5,6 Prozent) hätten im Minus notiert. Einzig bei Aluminium (+4,8 Prozent) stünden auf Monatssicht schwarze Zahlen. "Die zuletzt negative Entwicklung der Basismetalle passt nicht zur soliden Verfassung der Weltkonjunktur. Das zeigt sich auch am Baltic Dry Index, einem wichtigen Preisindex für das weltweite Verschiffen von Hauptfrachtgütern, der sich zuletzt gut entwickelte", sage Siegel.

Brent-Öl habe dem Negativtrend im Metallsektor getrotzt und ein Plus von 5,8 Prozent verbuchen können. Mit 77,77 US-Dollar pro Barrel nähere sich das schwarze Gold wieder der Marke von 80 USD an. "Signifikante Entwicklungen, die den Ölpreis beeinflusst hätten, waren im August nicht zu beobachten. Es bleibt aber dabei, dass sich die positive Wirtschaftslage aktuell eher bei Öl statt bei den Metallen widerspiegelt", sage Siegel abschließend. (Ausgabe vom 04.09.2018) (11.09.2018/ac/a/m)






 
 
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