Erweiterte Funktionen


Rohstoffpreise: Jahreswechsel bringt Stabilisierung




15.01.19 13:05
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Der Jahreswechsel brachte für die Rohstoffpreise eine Stabilisierung mit sich, so die Analysten der DekaBank.

Das alte Jahr habe sich noch mit rückläufigen Rohstoffpreisen verabschiedet, doch das neue Jahr habe die Anleger etwas freundlicher begrüßt. Die Edelmetalle hätten sich allerdings in der ganzen Zeit dem Abwärtssog entziehen können, weil die Finanzmärkte ihre Erwartungen bezüglich weiterer Zinsanhebungen der US-Notenbank FED deutlich zurückgeschraubt hätten. Ansonsten aber habe die schwindende Zuversicht der spekulativ orientieren Rohstoffmarktteilnehmer auf die Preise gedrückt.

Industriemetalle würden unter der weltwirtschaftlichen Konjunkturabkühlung leiden. Dies habe sich zuletzt auch an den enttäuschenden Stimmungsindikatoren nicht nur aus China gezeigt, welches der weltweit größte Nachfrager nach Industriemetallen sei. Zum größten Verlierer des Monats habe jedoch Erdgas gehört, was aber nichts mit Konjunktursorgen zu tun gehabt habe, sondern vielmehr als Korrekturbewegung zu dem starken Preisanstieg in den letzten Monaten des vergangenen Jahres zu sehen sei. Zu einer starken Verteuerung sei es bei Kakao gekommen, wo klimabedingte Angebotsausfälle aus Ghana und Nigeria die Preistreiber gewesen seien - und nicht unbedingt die kakaolastigen Weihnachtsleckereien. Die Analysten der DekaBank würden an der Aussicht festhalten, dass sich die Rohstoffpreise in dem von ihnen erwarteten Umfeld in 2019 allenfalls seitwärts bewegen würden. Die anhaltende Unsicherheit werde zudem in stärkeren Preisschwankungen ihren Ausdruck finden.

Perspektiven: Die Entwicklung der Rohstoffpreise werde langfristig vom Zusammenspiel zwischen physischem Angebot und Nachfrage bestimmt. In der kürzeren Frist könnten viele andere Variablen wie z.B. Marktstimmung oder Positionierung spekulativ orientierter Marktteilnehmer einen Einfluss haben. Seit 2016 würden sich die Rohstoffpreise im Großen und Ganzen volatil seitwärts bewegen. Die Produktionskapazitäten würden ausreichen, um die steigende globale Nachfrage nach Rohstoffen zu bedienen. Das länger anhaltende relativ niedrige Rohstoffpreisniveau hinterlasse jedoch Bremsspuren bei der Investitionstätigkeit, was sich perspektivisch negativ auf die Angebotsentwicklung auswirken dürfte. Im Jahr 2019 werde man aber auch die Nachfrageseite genau beobachten müssen, denn es stelle sich zunehmend die Frage, wann der Weltwirtschaft die Puste ausgehen werde. Die Analysten der DekaBank würden mit einer Abschwächung der Wachstumsdynamik rechnen und im Prognosezeitraum eher von einer Seitwärtsbewegung der Rohstoffpreise ausgehen. Die Anlageklasse Rohstoffe eigne sich nach wie vor als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio. Allerdings müsse beachtet werden, dass bei Rohstoffanlagen starke Preisschwankungen auftreten könnten. (15.01.2019/ac/a/m)





 
Finanztrends Video zu


 
Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.



Aktien des Tages
  

Jetzt für den kostenfreien Newsletter "Aktien des Tages" anmelden und keinen Artikel unseres exklusiven Labels AC Research mehr verpassen.

Das Abonnement kann jederzeit wieder beendet werden.

RSS Feeds




Bitte warten...