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Rohstoffpreise im Abwärtssog




14.02.18 14:32
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Dem deutlichen Kursrutsch an den Märkten konnten sich die Rohstoffpreise nicht entziehen, so die Analysten der DekaBank.

Nicht einmal dem Goldpreis sei dies gelungen, obwohl die Abwärtskorrektur von verstärkten Inflationssorgen ausgelöst worden sei. Ein festerer US-Dollar sowie steigende Renditen hätten dem entgegengestanden. Da die Verunsicherung an den Märkten nicht mit Konjunkturskepsis einhergegangen sei, hätten sich die Industriemetallpreise im starken Abwärtssog relativ gut behaupten können. Es seien insbesondere diejenigen Rohstoffpreise stark ins Rutschen geraten, bei denen die spekulativ orientierten Marktteilnehmer extrem einseitig positioniert seien, wie im Bereich Energie. Da aber noch immer eine Extrempositionierung bei den Öl- und Erdgasspekulanten vorherrsche, seien insbesondere hier weitere Preisrückgänge nicht auszuschließen. Die Rohstoffpreisentwicklung werde in den nächsten Wochen stark davon abhängen, wie lange die Turbulenzen an den Märkten anhalten. Explizite rohstoffmarktspezifische Gründe für eine starke Verbilligung bei Rohstoffen würden die Analysten der DekaBank zwar nicht sehen. Aber die fundamentalen Faktoren würden in solch turbulenten Marktphasen überlagert. Bislang würden sie jedoch keine Veranlassung sehen, ihre mittelfristigen Preisprognosen zu ändern.

Die Entwicklung der Rohstoffpreise werde langfristig vom Zusammenspiel zwischen physischem Angebot und Nachfrage bestimmt. Bis vor ein paar Jahren seien die Rohstoffmärkte stark durch die steigende Rohstoffnachfrage in den Schwellenländern aufgrund des wirtschaftlichen Aufholprozesses dominiert wrden. Die bis zur Finanzkrise deutlich gestiegenen Preise hätten damals eine Investitionswelle im Rohstoffsektor losgetreten. In dieser Zeit seien die Produktionskapazitäten bei vielen Rohstoffen sogar so spürbar ausgeweitet worden, dass nicht nur die steigende Nachfrage problemlos habe bedient werden können, sondern zunehmend Überkapazitäten bei der Rohstoffproduktion entstanden seien. Die Folge sei ein über mehrere Jahre herrschender Abwärtstrend der Rohstoffpreise gewesen, der jedoch seit 2016 beendet sei. Das niedrige Preisniveau habe bewirkt, dass die Investitionstätigkeit gebremst worden sei. In Verbindung mit der anhaltenden Zunahme der globalen Rohstoffnachfrage dürften die Rohstoffpreise mittelfristig steigen. Die Anlageklasse Rohstoffe eigne sich als Beimischung in einem breit gestreuten Portfolio. Allerdings müsse beachtet werden, dass bei Investitionen in Rohstoffe starke Preisschwankungen auftreten könnten. (14.02.2018/ac/a/m)





 
 
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