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Kolumnist: Bernd Raschkowski

Rohöl verlässt die Seitwärtsbewegung




22.11.19 18:29
Bernd Raschkowski

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

In der letzten Woche kletterten die Ölpreise leicht nach oben und konnten damit an die Preistendenz der Vorwochen anknüpfen. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich zuletzt auf 63,95 US-Dollar je Barrel. Das amerikanische Öl der Sorte WTI kostet derzeit 58,41 US-Dollar je Barrel (159 Liter). Bemerkenswert ist der Preisanstieg vor dem Hintergrund des schwelenden Handelsstreits zwischen den USA und China, was die Weltwirtschaft (und damit auch das Öl) tendenziell belasten sollte.


Unruhen im Iran befeuern den Ölpreis


Vielmehr sind die steigenden Notierungen im Rohöl auf die Furcht vor Lieferausfällen zurückzuführen. Die Sorge vor einem beschränkten Angebot lässt die Kurse steigen. Hintergrund hierfür sind in erster Linie die neuen Unruhen im Iran, einem der größten Förderländer der Welt.


Nach Angaben der dortigen Regierung wurden die Massendemonstrationen in Teheran ausländisch provoziert und nun erfolgreich abgewehrt. Bei den Unruhen wurden nach Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zufolge mehr als 100 Demonstranten getötet. In den kommenden Wochen könnten die Proteste gegen die lahmende Wirtschaft des Landes jedoch wieder aufflammen, hieß es von Experten.


Charttechnik: Konsolidierung wurde beendet


Von Mai bis Oktober ist der Ölpreis tendenziell gesunken. Schwache Daten zur Weltkonjunktur sowie die verschiedenen geopolitischen Risiken setzten dem Rohstoff zu. Der Handelsstreit beeinträchtigt die globale Wirtschaft schon seit langer Zeit.


In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung des Öls der amerikanischen Sorte WTI seit Herbst 2018 dargestellt (in US-Dollar je Barrel, Candlestick-Chart, eine Kerze entspricht einem Tag):


 



 


Im obigen Chart ist die Konsolidierung des Energieträgers über die Sommermonate hinweg deutlich zu sehen. Von 66 Dollar ging es zweitweise bis auf 51 Dollar abwärts.


Mittlerweile ist von der schwachen Tendenz allerdings nichts mehr zu sehen. Bereits Ende Oktober wurde die zaghafte Korrekturlinie, welche sich seit April ausgebildet hatte, nach oben hin verlassen. Dies stellt nach charttechnischen Kriterien das erste positive Signal dar. 


Ausbruch aus der Seitwärtsbewegung


In den letzten Tagen gab es zudem eine weitere interessante Entwicklung: Der Ölpreis kletterte über 58 Dollar und scheint aus der mehrmonatigen Seitwärtsbewegung auszubrechen. Ein Ausbruch auf der Oberseite müsste als Kaufsignal gewertet werden.


Zuvor bewegte sich der Energieträger viele Monate innerhalb der Grenzen von 50 und 58 Dollar. Sollte sich der Ausbruch über den Widerstand bei 58 Dollar als nachhaltig erweisen, würden damit weitere positive Signale entstehen. Für die kommenden Monate wären in diesem Szenario weiter steigende Notierungen wahrscheinlich. Als Kursziel gilt das bisherige Jahreshoch bei 66 Dollar.  


Freundliche Grüße aus Köln


Ihr
Bernd Raschkowski
Chefredakteur
www.rohstoff-dienst.de



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