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Kolumnist: Bernd Raschkowski

Rohöl stabilisiert sich auf niedrigem Niveau




05.11.19 13:21
Bernd Raschkowski

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

Neue Verhandlungen zwischen den USA und China in Sachen Handelsstreit stoppten in den vergangenen Wochen den Preisverfall der Ölpreise. Das US-Öl WTI konnte in der letzten Woche einen Anstieg von 3,7 Prozent verzeichnen und kostet aktuell 56,82 US-Dollar. Die Nordsee-Sorte Brent stieg ähnlich deutlich und kostet derzeit 62,55 US-Dollar pro Barrel (159 Liter).


In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung des Öls der amerikanischen Sorte WTI seit Herbst 2018 dargestellt (in US-Dollar je Barrel, Candlestick-Chart, eine Kerze entspricht einem Tag):


 



 


Hoffnung auf Ende des internationalen Handelsstreits treibt an

Verantwortlich hierfür waren vor allem Nachrichten zur möglichen Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China. Vertreter beider Länder haben erklärt, dass ein Teil-Handelsabkommen bereits kurz vor dem Abschluss stehe und bald unterzeichnet werden soll. Wann genau ist allerdings noch unklar.


In den Vormonaten war der Ölpreis tendenziell gesunken. Schwache Daten zur Weltkonjunktur sowie die verschiedenen geopolitischen Risiken setzten dem Rohstoff zu. Der Handelsstreit beeinträchtigt die globale Wirtschaft schon seit langer Zeit.


Etwas Auftrieb erfuhr der Ölpreis auch aufgrund eines Unfalls an einer wichtigen Pipeline. Ein Leck an der Keystone-Pipeline ließ große Mengen des schwarzen Goldes austreten und verringerte somit kurzfristig das Angebot. Die Pipeline transportiert den Energieträger von den Ölfeldern in Kanada zum Umschlagplatz nach Cushing in den USA.


Talfahrt beendet

Im vergangenen Jahr verzeichneten die Ölpreise eine massive Abwärtsbewegung. Als Frühindikator für die Weltwirtschaft sorgte diese Talfahrt für Sorgenfalten unter den Großinvestoren.


Doch mittlerweile ist davon nichts mehr zu sehen. Rohöl vollzog im ersten Halbjahr 2019 zunächst eine Erholungsbewegung, anschließend konsolidierte das Öl über die Sommermonate hinweg in geringem Maße. Vom Abwärtsdruck des Vorjahres kann keine Rede sein.


Ende Oktober wurde zudem die zaghafte Korrekturlinie, welche sich seit April ausgebildet hatte, nach oben hin verlassen. Dies ist nach charttechnischen Kriterien leicht positiv zu werten.  


Charttechnik: Seitwärtsbewegung intakt

Übergeordnet befindet sich der Ölpreis aktuell in einer Seitwärtsbewegung. Der Energieträger bewegt sich innerhalb der Grenzen von 50 und 58 Dollar. Erst ein Ausbruch aus dieser Seitwärtszone würde richtungsweisende Signale für die kommenden Monate liefern.


Ein Ausbruch auf der Oberseite müsste als Kaufsignal gewertet werden. In diesem Szenario würde als Kursziel das bisherige Jahreshoch von 66,50 Dollar in den Blickpunkt geraten. Erst dort verläuft der nächste Widerstand.


Ein Ausbruch auf der Unterseite wäre dagegen negativ zu werten, in diesem Szenario könnte die momentan laufende Seitwärtsbewegung lediglich als Pause der 2018 begonnenen Talfahrt gewertet werden. Als mögliches Kursziel käme das Verlaufstief aus dem Dezember bei 43 Dollar in Betracht.


 


Freundliche Grüße aus Köln


Ihr



Bernd Raschkowski
Chefredakteur
www.rohstoff-dienst.de


 



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