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Rohöl: Aufwärtsrisiken dominieren engen Ölmarkt




10.09.18 16:15
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Nachdem sich die Ölpreise in den letzten Wochen wieder in Richtung der Marke von USD 80 pro Barrel Brent entwickelt haben, gaben die Notierungen einen Teil der Gewinne wieder ab und schlossen bei USD 76,61 pro Barrel Brent um -1% leichter als in der Vorwoche, so die Analysten der Nord LB.

Der festere US-Dollar und das sich auflösende Risiko von Exporteinschränkungen durch Hurrikan Gordon hätten dabei für kurzfristigen Abgabedruck gesorgt. Unterdessen würden die Fokusthemen rund um die sich einengende Angebotssituation und die drohende Eintrübung des globalen Nachfragewachstums unverändert bleiben. Schlüsselimporteure wie Indien, Japan und Südkorea würden die Importe iranischen Öls bereits merklich zurückfahren und damit den Markt trotz der steigenden Förderleistungen Russlands und Saudi Arabiens weiter einengen. Da das zusätzliche Fördermengenwachstum der USA aufgrund der bereits voll ausgelasteten Pipelinekapazitäten zumindest bis Ende 2019 limitiert sei, bleibe die Abhängigkeit der USA von Russland und Saudi Arabien im Streben um niedrigere Ölpreise hoch.

Aktuell stünden im Laufe dieser Woche Gespräche zwischen US-Energieminister Rick Perry und seinen Amtskollegen aus Russland und Saudi Arabien auf der Agenda. An anderer Front habe sich US-Außenminister Pompeo kürzlich im Zuge seines Aufenthalts in Neu-Delhi grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber der Bitte der indischen Regierung um einen teilweisen Aufschub der Importsanktionen gezeigt. Möglicherweise könnte die USA von einem zeitlich begrenzten Waiver in doppelter Hinsicht profitieren. Zum einen könnten staatliche indische Raffinerien im Gegenzug künftig mehr Öl aus den USA verwenden, zum anderen würde sich der Aufwärtsdruck auf die Ölpreise im Vorfeld der Mid-Term Wahlen in den USA bei Gewährung eines Waivers verringern.

Insgesamt bestimme auch kurzfristig die Kombination aus sinkenden Iranexporten und den Reaktionen Russlands und Saudi Arabiens die Ölpreise. Die Analysten würden hierbei kurzfristig eine grundsätzlich erfolgreiche Kompensation der wegfallenden Exportmengen erwarten, wodurch erneut seitwärts tendierende Ölpreise impliziert seien. Gleichwohl würden in den sich einengenden Märkten die Aufwärtsrisiken deutlich dominieren. (10.09.2018/ac/a/m)





 
 
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