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Rheinmetall erhält großen Munitionsauftrag aus Ungarn - E.ON will grünen Wasserstoff aus Australien in Europa vermarkten




30.03.22 12:40
XTB

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die europäischen Aktienindices notieren am Mittwoch schwächer und geben einen Teil der gestrigen Gewinne wieder ab, so die Experten von XTB.

Der deutsche Leitindex sei der größte Nachzügler und verliere aktuell rund 1,5%. Auf der anderen Seite seien die Indices aus Portugal und Russland (sowohl in RUB als auch in USD) die einzigen europäischen Blue Chips-Indices, die sich über Wasser halten könnten.

Der deutsche Verbraucherpreisindex für März werde heute um 14:00 Uhr veröffentlicht. Der Markt erwarte eine Beschleunigung von 5,1 auf 6,3% im Jahresvergleich. Es gebe jedoch einige Anzeichen, die darauf hindeuten würden, dass die Zahlen höher ausfallen könnten. Der spanische Verbraucherpreisindex, der heute um 9:00 Uhr veröffentlicht worden sei, habe eine Beschleunigung von 7,6 auf 9,8% im Jahresvergleich (Erwartung: 8,1%) gezeigt, wobei die Preise für Kraftstoffe und Nahrungsmittel die Haupttreiber seien. Auch die VPI-Werte aus den deutschen Bundesländern hätten sich im Jahresvergleich deutlich beschleunigt:

- Nordrhein Westfalen: 7,6% vs. 5,3% zuvor
- Bayern: 7,8% vs. 5,3% zuvor
- Hessen: 8,0%vs. 5,7% zuvor
- Brandenburg: 7,3% vs. 5,4% zuvor
- Baden Württemberg: 6,3% vs. 4,7% zuvor

In anderen Nachrichten sei berichtet worden, dass der Wirtschaftsrat des deutschen Bundeskanzlers seine BIP- und Inflationsprognosen für dieses Jahr revidiert habe. Es werde nun erwartet, dass das BIP-Wachstum nur noch 1,8% erreichen werde, gegenüber der vorherigen Prognose von 4,6%, während die Inflation im Jahr 2022 durchschnittlich 6,1% und im Jahr 2023 3,4% betragen solle. Ein wichtiger Vorbehalt sei jedoch, dass die Prognosen unter der Annahme erstellt worden seien, dass die russischen Energielieferungen nicht vollständig unterbrochen würden.

Der DAX (ISIN: DE0008469008, WKN: 846900) sei gestern zusammen mit anderen europäischen Indices aufgrund des Optimismus gestiegen, der von den Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine ausgegangen sei. Heute sei jedoch ein Rückschlag zu beobachten. Der DAX habe es nicht geschafft, die Widerstandszone von 14.850 Punkten, die durch die lokalen Höchststände vom 23. Februar markiert werde, nachhaltig zu überwinden, und habe begonnen, seine Gewinne wieder abzubauen. Ein Test der 50-Stunden-Linie sei aktuell zu beobachten. Sollte den Bären der Durchbruch nach unten gelingen, könnte ein Test der Unterstützung bei 14.500-14.550 Punkten folgen. Eine wichtige Unterstützung könne an der unteren Grenze der zuvor durchbrochenen Handelsspanne im Bereich von 14.200 bis 14.250 Punkten gefunden werden, da dort die untere Grenze der Overbalance-Struktur zu finden sei.

Unternehmensnachrichten:

E.ON (ISIN: DE000ENAG999, WKN: ENAG99, Ticker-Symbol: EOAN, NASDAQ OTC-Symbol: ENAKF) habe eine Vereinbarung mit einer Einheit der australischen Fortescue Metals Group getroffen. Die beiden Unternehmen hätten vereinbart, bis 2030 fünf Millionen Tonnen grünen Wasserstoff nach Europa zu liefern. Der Wasserstoff werde von Fortescue produziert und von E.ON auf dem Alten Kontinent vertrieben.

Rheinmetall (ISIN: DE0007030009, WKN: 703000, Ticker-Symbol: RHM, NASDAQ OTC-Symbol: RNMBF) notiere heute höher, nachdem das Unternehmen einen Großauftrag aus Ungarn erhalten habe. Das Unternehmen habe mitgeteilt, dass es vom ungarischen Verteidigungsministerium einen Auftrag zur Lieferung von Munition für gepanzerte Mannschaftstransporter, Panzer und Artillerie erhalten habe. Der Auftragswert werde mit mehreren hundert Millionen Euro angegeben. Die Munition werde in den derzeit im Bau befindlichen Rheinmetall-Werken in Westungarn hergestellt. Die Auslieferungen sollten 2023 beginnen.

Einschätzungen von Analysten:

- Bankhaus Metzler stufe Henkel (ISIN: DE0006048432, WKN: 604843, Ticker-Symbol: HEN3, Nasdaq OTC-Symbol: HENOF) auf "halten" herab. Kursziel werde auf 73,00 Euro gesetzt.
- ODDO BHF stufe Deutsche Euroshop (ISIN: DE0007480204, WKN: 748020, Ticker-Symbol: DEQ, NASDAQ OTC-Symbol: DUSCF) mit "neutral" ein. Kursziel werde auf 18,00 Euro gesetzt.
- Grand City Properties (ISIN: LU0775917882, WKN: A1JXCV, Ticker-Symbol: GYC) werde von JPMorgan auf "neutral" herabgestuft. Kursziel werde auf 23,00 Euro gesetzt.
- Société Générale stufe KION Group (ISIN: DE000KGX8881, WKN: KGX888, Ticker-Symbol: KGX) auf "halten" herab. Kursziel werde auf 67,50 Euro gesetzt. (30.03.2022/ac/a/m)






 
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