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Rentenanpassung Ost/West: Die Lücke lieber privat schließen




14.09.16 11:49
aktiencheck.de

Altötting (www.aktiencheck.de) - 26 Jahre nach der Wiedervereinigung sind Ost und West noch immer nicht gleich - zumindest was die Rente betrifft, so die Deutsche Gesellschaft für RuhestandsPlanung mbH in einer aktuellen Pressemitteilung. Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Rentner aus den neuen Bundesländern bekommen im Durchschnitt knapp 80 Euro weniger im Monat als Ruheständler aus dem Westen. Die Bundesregierung plant daher eine Anpassung des Rentenwertes zwischen Ost und West. Damit vergrößert sie die Probleme aber nur.

"Wir brauchen keine Anpassung der Renten, um 80 Euro mehr oder weniger auszuschütten", sagt Peter Härtling, Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für RuhestandsPlanung mbH. "Wirklich notwendig ist eine gezielte Planung für jeden Einzelnen, damit der Ruhestand nicht angesichts viel zu niedriger Renten wie eine lebenslange Haftstrafe empfunden wird."

Die Angleichung des Rentenniveaus zwischen Ost und West ist zudem nicht alleine zielführend. Denn bislang sorgt der Hochwertungsfaktor bei Arbeitnehmern aus den neuen Bundesländern dafür, dass der Unterschied zwischen der Rente aus dem Osten und der aus dem Westen nicht allzu groß ausfällt. Der Hochwertungsfaktor kompensiert die kleineren Einzahlungssummen wegen der niedrigeren Einkommen der Ost-Arbeitnehmer. Dieser Faktor würde mit der Anpassung des Rentenwertes entfallen. Zwar würde Bürgern im Osten, die derzeit ihre Rente vom Staat beziehen, dadurch mehr Geld aufs Konto überwiesen. Die heutigen Arbeitnehmer jedoch müssten mit wachsenden Unterschieden zwischen Ost- und Westrenten rechnen, da der Einkommensunterschied, der derzeit im Schnitt 13 Prozent beträgt, bis zur Einführung der Regelung 2020 sicher nicht nivelliert werden kann.

"Arbeitnehmer im Osten wie im Westen sollten daher nicht ihre Zeit damit verschwenden, darauf zu warten, dass die Politik ihr Rentenproblem löst", mahnt Peter Härtling. "Selbst wenn es zu einer Angleichung des Rentenwertes kommen sollte, wäre das Ergebnis für viele Ost-Arbeitnehmer enttäuschend." Die Rentenproblematik würde durch die Gesetzesreform der Arbeitsministerin Nahles auf lange Sicht nicht entschärft. "Im Gegenteil: Das Vorhaben der Regierung vergrößert das Problem in Zukunft sogar", so Härtling.

Eine Berechnung des ifo-Instituts bestätigt die These. So würden jetzige Rentner, die während ihrer Erwerbszeit ein Durchschnittseinkommen bezogen, durch eine Rentenangleichung im Schnitt zwar knapp 6,3 Prozent mehr Rente beziehen. 30-jährige Arbeitnehmer hingegen werden künftig mit fast vier Prozent weniger Rente auskommen müssen und dabei weniger als 900 Euro im Monat zur Verfügung haben. "1.000 Euro Rente im Monat werden wie eine lebenslange Haftstrafe empfunden. Deshalb sollten Arbeitnehmer in Ost wie auch in West das Heft lieber selbst in die Hand nehmen", rät Härtling. Mit der richtigen privaten Ruhestandsplanung können Arbeitnehmer ihre Rente deutlich aufbessern. "Dann kann es Ihnen herzlich egal sein, was die Regierung in Berlin beschließt." (14.09.2016/ac/a/m)






 
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