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Rekord-Dividenden für Anleger




20.02.19 10:04
BVI

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die börsennotierten Unternehmen in Europa schütten so viel Dividenden aus wie nie zuvor: Jüngsten Analysen einer Fondsgesellschaft zufolge werden europäische Unternehmen eine Rekordsumme von insgesamt 350 Milliarden Euro an ihre Aktionäre auszahlen, so die Experten vom BVI.

Das seien 16 Milliarden Euro mehr als noch im Vorjahr. Die Aktiengesellschaften kämen damit auf eine durchschnittliche Dividendenrendite von vier Prozent (per Anfang Februar). Von dieser Rendite seien Anleihen sehr weit entfernt. Das scheine sich so schnell nicht zu ändern, denn die Europäische Zentralbank plane in absehbarer Zeit nicht, die Leitzinsen anzuheben. Der Dividendenregen gehe allerdings an den meisten Sparern vorbei, da sie ihr Geld lieber auf niedrig verzinsenden Girokonten, Sparbüchern oder auch Tagesgeldkonten liegen lassen würden. Ein Ausweg biete eine Anlage in dividendenstarke Unternehmen. Darauf weise die Aktion "Finanzwissen für alle" der Fondsgesellschaften hin.

Über Dividenden würden Anleger am wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens partizipieren. Sie würden für den Aktionär ein regelmäßiges Einkommen bedeuten. Diese Ausschüttungen würden über einen langen Zeitraum betrachtet einen erheblichen Anteil an der Gesamtrendite einer Aktie ausmachen. In den vergangenen vierzig Jahren sei laut Allianz Global Investors die durchschnittliche jährliche Rendite einer Anlage in europäischen Aktien zu 41 Prozent durch den Performance-Beitrag der Dividenden getragen worden. Die Ausschüttungen der Unternehmen könnten in schwierigen Zeiten auch als Puffer für Verlustrisiken dienen. Untersuchungen würden zeigen, dass die Schwankungen von Unternehmen, die eine Dividende zahlen würden, deutlich geringer seien, als die, die keine Dividenden ausschütten würden. Die Ausschüttungen seien quasi ein Airbag für das Depot.

Einzig auf die Ausschüttungshöhe einer Aktienanlage zu schauen, sei aber fahrlässig. Ebenso wichtige Kriterien seien die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und die Frage, woraus sich die Ausschüttung speise, und wie zuverlässig die Dividende in der Vergangenheit gezahlt worden sei. Bei der Auswahl sei also eine qualitative Bewertung sinnvoll. Das sei eine Stärke von Fondsmanagern. Sie würden nach strengen Kriterien die geeigneten Unternehmen für das Portfolio aussuchen. Über den Fonds investiere der Anleger so in ein breites Sortiment verschiedener Aktien. Das reduziere zusätzlich die Verlustrisiken. (20.02.2019/ac/a/m)





 
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