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RWE: Kohlekompromiss droht nun neu aufgearbeitet zu werden - Aktienanalyse




21.07.21 15:39
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - RWE-Aktienanalyse von "Der Aktionär":

Maximilian Völkl vom Anlegermagazin "Der Aktionär" nimmt in einer aktuellen Aktienanalyse die Aktie des Energiekonzerns RWE AG (ISIN: DE0007037129, WKN: 703712, Ticker-Symbol: RWE, NASDAQ OTC-Symbol: RWNFF) unter die Lupe.

Die Papiere des Versorgers RWE könnten sich auch im freundlichen Marktumfeld nicht von den jüngsten Tiefs lösen. Die Auswirkungen der Hochwasser-Katastrophe und die allgemein schwache Stimmung bei Green-Tech-Aktien, zu denen RWE inzwischen gezählt werde, würden belasten. Zudem drohe nun der Kohlekompromiss neu aufgearbeitet zu werden.

So wolle der bayerische Ministerpräsident Markus Söder den beschlossenen Ausstieg aus der Kohlekraft in Deutschland nach der Bundestagswahl neu verhandeln. Es müsse geprüft werden, "ob ein Ausstieg aus der Kohle nicht schneller möglich ist", habe der CSU-Vorsitzende am Mittwoch in seiner Regierungserklärung im bayerischen Landtag in München gesagt. "Ich halte 2038 auch an dieser Stelle für unambitioniert." Er habe angekündigt, sich dafür einsetzen zu können, schon 2030 den Kohleausstieg zu ermöglichen.

Söder habe bereits vor zwei Jahren einen Kohleausstieg bis 2030 gefordert, am Ende habe der Bund aber den Ausstieg erst bis zum Jahr 2038 beschlossen. Aus seiner Sicht sei ein schnellerer Ausstieg wichtig, damit Deutschland seine Klimaziele erreichen könne.

Kritik sei umgehend von der FDP gekommen. "Söder irrlichtert wieder mal ahnungslos umher und verwechselt populistische Symbolpolitik mit echtem Klimaschutz", habe der klimapolitische Sprecher der Bundestagsfraktion Lukas Köhler gesagt. Der steigende CO2-Preis werde nach Ansicht nahezu aller Experten dafür sorgen, dass die Kohleverstromung vor 2030 unrentabel und damit marktwirtschaftlich beendet werde. "Die von Söder geforderte Neuverhandlung des Kohleausstiegs hätte keinen Nutzen für den Klimaschutz, sondern würde lediglich den Kraftwerksbetreibern weitere Milliarden an Entschädigungen auf Kosten der Steuerzahler in die Kassen spülen."

Auch Sachsens Regierungschef Michael Kretschmer wolle an dem beschlossenen Ausstieg aus der Kohlekraft bis zum Jahr 2038 festhalten. "Der Kohlekompromiss muss weiter gelten. Der Kompromiss gibt Sicherheit für alle Betroffenen", habe der CDU-Politiker am Mittwoch in Dresden gesagt. "Der Freistaat Bayern ist nicht betroffen und kann von außen leichter reden." Man habe über Jahre mit allen Verbänden beraten und einen "guten, nicht einfachen Weg" gefunden. Dieser gelinge aber nur, wenn getroffene Vereinbarungen nicht ständig infrage gestellt würden.

Für RWE wären neue Verhandlungen ärgerlich. Höhere Entschädigungen dürften zwar ein früheres Kohle-Aus finanziell wohl kompensieren, doch die Unsicherheit wäre wieder im Markt. Der Umbau zu mehr Erneuerbaren Energien könnte sich verzögern. Es sei allerdings eher unwahrscheinlich, dass es so weit komme. Die Auswirkungen auf die Aktie würden sich daher in Grenzen halten.

Nachdem RWE zuletzt unter den Stopp gefallen ist, warten Anleger dennoch vorerst ab, bis die Bodenbildung abgeschlossen ist, so Maximilian Völkl von "Der Aktionär". (Analyse vom 21.07.2021)

Mit Material von dpa-AFX

Bitte beachten Sie auch Informationen zur Offenlegungspflicht bei Interessenskonflikten im Sinne der Richtlinie 2014/57/EU und entsprechender Verordnungen der EU für das genannte Analysten-Haus unter folgendem Link.

Börsenplätze RWE St.-Aktie:

Tradegate-Aktienkurs RWE St.-Aktie:
29,06 EUR +0,87% (21.07.2021, 15:33)

XETRA-Aktienkurs RWE St.-Aktie:
29,03 EUR +1,36% (21.07.2021, 15:20)

ISIN RWE St.-Aktie:
DE0007037129

WKN RWE St.-Aktie:
703712

Ticker-Symbol RWE St.-Aktie:
RWE

NASDAQ OTC-Symbol RWE St.-Aktie:
RWNFF

Kurzprofil RWE AG:

Die RWE AG (ISIN: DE0007037129, WKN: 703712, Ticker-Symbol: RWE, NASDAQ OTC-Symbol: RWNFF), Essen, ist mit ihren beiden operativen Geschäftsfeldern, der konventionellen Stromerzeugung und dem Energiehandelsgeschäft, unverzichtbar für das Funktionieren des Energiesystems und für die Versorgungssicherheit in Europa. Ihr drittes Standbein ist die Mehrheitsbeteiligung an der innogy SE, einem der führenden Energieunternehmen des Kontinents. Mit ihren drei Bereichen Erneuerbare Energien, Netz & Infrastruktur sowie Vertrieb adressiert innogy die Anforderungen einer modernen Energiewelt. In dieser Aufstellung sind die insgesamt fast 60.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des RWE Konzerns auf allen Stufen der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette aktiv. (21.07.2021/ac/a/d)

Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:

Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.







 
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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
30,01 € 29,95 € 0,06 € +0,20% 30.07./17:45
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0007037129 703712 38,65 € 28,39 €
Metadaten
Ratingstufe:Ohne
Analysten: Maximilian Völkl
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
29,96 € -0,23%  30.07.21
Hamburg 30,25 € +1,00%  30.07.21
Berlin 30,12 € +0,37%  30.07.21
Düsseldorf 30,02 € +0,20%  30.07.21
Frankfurt 29,99 € +0,20%  30.07.21
München 30,04 € +0,20%  30.07.21
Xetra 30,01 € +0,20%  30.07.21
Hannover 30,05 € +0,13%  30.07.21
Stuttgart 29,98 € +0,03%  30.07.21
Nasdaq OTC Other 34,10 $ -4,28%  19.07.21
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