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Kolumnist: Feingold-Research

RWE, EON,Allianz? – Lieber die richtigen Papiere kaufen!




22.10.18 06:55
Feingold-Research

Die Börsenrally des vergangenen Jahres sorgte bei vielen Anlegern sicherlich für Zuversicht und schwarze Zahlen im Depot. Jedoch geht mit den ersten Erfolgen auch die Selbstüberschätzung einher und der Übermut kann dann zu Verlusten führen. Insbesondere bei der Korrektur an den Finanzmärkten, sollten das einige Anleger zu spüren bekommen haben. Derzeit empfehlen wir insbesondere Inliner, wie HX4ZSF oder Discount-Calls, wie beispielsweise DM2ZGS, beide auf den DAX.

Die Inlineoptionsscheine eigenen sich perfekt für Anleger, die eher von seitwärts tendierenden Kursen und nicht von neuen Rekordständen ausgehen. Auch auf eine Vielzahl von Einzelwerten aus dem DAX haben wir neue Scheine in unserer Produktauswahl - die wir allesamt zum KAUF empfehlen:


MünchenerRe C-Bonus ST4UNS
MünchenerRe Discounter CP0GRB
Allianz Capped-Bonus ST4S5G
Allianz Discounter HX3RTW
Amazon Turbo-Bull MF4RJ2
Amazon Capped-Bonus CQ6HJH
EON Capped-Bonus CP03F5
EON Discounter CP1K4W
RWE Capped-Bonus ST5V86
RWE Discounter ST4GCY

Zum Thema Selbstüberschätzung wollen wir Ihnen die Einschätzung der Börse München vorstellen:


Auch ein blindes Huhn findet einmal ein Korn.

Dieser beliebte Spruch trifft auch bei der Kapitalanlage zu. Und Sie kennen das sicher auch, gerade wenn man etwas neu anfängt oder zum ersten Mal unternimmt, kommt das Glück dazu. Sie spielen zum ersten Mal Schafkopf (oder, im Norden, Skat) und haben gleich das beste Blatt für ein schmissiges Solo. Das heißt, Sie kaufen voller Begeisterung Ihre ersten Aktien in einer Phase, in der Sie von allen Seiten hören, dass Sie kaufen sollen. Kein Wunder, dass Ihre Aktien erst einmal steigen und steigen. Sie fühlen sich bestätigt und sind begeistert, vom Markt, den Aktien und vor allem von sich. So einfach kann Börse sein, so simpel ist der Weg zu schnellem Reichtum.


Psychologisch gesehen kann diese Art der rasch eintretenden Selbstüberschätzung als Wahrnehmungsverzerrung, genauer als Attributionsfehler definiert werden. Wir schreiben Erfolge gerne unseren eigenen Fähigkeiten zu, für Misserfolge sind entweder andere zuständig oder, soweit nicht vorhanden, missliche äußere Umstände. Einfach ausgedrückt: Erfolge sind Können, Misserfolge Pech. Eine Haltung, die wir alle selbstverständlich nicht nur bei der Kapitalanlage einnehmen – auch nach Fußballspielen beispielsweise wird gerne so argumentiert. Im Zweifel waren Schiedsrichter oder Rasen schuld an der Niederlage.


Je riskanter die Anleger, je höher die Emotionen

Börse-Dax-3Diese Selbstüberschätzung – im wissenschaftlichen Terminus hört sie sich als „Overconfidence Bias“ etwas moderater an – führt auch dazu, dass Menschen ihre eigenen Einflussmöglichkeiten und Fähigkeiten überschätzen. Wir selbst sind die besseren Autolenker, die umsichtigeren Skifahrer, die eloquenteren Showmaster und die kompetenteren Bundestrainer. Auf die Kapitalanlage übertragen führt die Selbstüberschätzung zu einem höheren Risiko durch zum Beispiel höhere Einsätze – gerne auch noch mit geliehenem Kapital.


Doch je höher der Anteil unseres Einkommens wird, den wir in riskante Geschäfte stecken, desto höher fällt unser emotionales Empfinden bei Gewinnen und Verlusten aus. Anders ausgedrückt: desto weniger rational entscheiden wir. Selbstüberschätzung verleitet auch dazu, dass wir in riskantere Produkte investieren, die mit hohen Gewinnen durch Hebelwirkungen werben – aber leider auch schnell zum Totalverlust führen können. Wir jonglieren mit Wahrscheinlichkeiten, die wir gar nicht mehr überblicken. Denn zur normalen Kursbewegung kommt bei diesen Instrumenten noch die Zeitdimension hinzu – und die Zeit spielt in der Regel gegen den Anleger.


Daytrading und Anlegen sind zwei Paar Schuhe

Eine weitere typische Folge der Selbstüberschätzung ist auch der Wunsch, immer öfter zu handeln, die Intervalle zwischen Ein- und Ausstieg zu minimieren, denn man hat den Markt ja im Griff, weiß die Volatilität für sich zu nutzen. Das freut in erster Linie die Bank – in zweiter die Börse, gebe ich gerne zu. Das Depot selbst allerdings spiegelt diese Freude oft nicht wider. Daytrading und Anlegen unterscheiden sich ganz grundsätzlich. Kurzfristiges Traden erfordert völlig andere Handlungen, ein anderes Wissen, ein anderes Anforderungsprofil und einen sehr reichhaltigen Erfahrungsschatz, damit die Kosten des Tradings überhaupt verdient werden können. In diesem Sinne passt hier vielleicht das sehr alte – und wenig verbreitete – Sprichwort: Demut, diese schöne Tugend, ehrt das Alter und die Jugend!


Quelle: Börse München, eigene Recherche



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Kurs Vortag Veränderung Datum/Zeit
184,96 € 188,66 € -3,70 € -1,96% 20.11./20:30
 
ISIN WKN Jahreshoch Jahrestief
DE0008404005 840400 206,85 € 170,12 €
Handelsplatz Letzter Veränderung  Zeit
 
Tradegate (RT)
184,48 € -1,77%  21:50
Nasdaq OTC Other 217,125 $ +1,02%  19.11.18
Frankfurt 184,78 € -1,71%  19:38
Xetra 184,96 € -1,96%  17:35
Düsseldorf 184,92 € -1,98%  17:15
Stuttgart 184,14 € -2,00%  21:55
Hamburg 185,00 € -2,02%  19:38
München 185,42 € -2,10%  18:05
Hannover 185,84 € -2,18%  13:56
Berlin 184,90 € -2,82%  16:30
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