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Quartalsrückblick offenbart Achterbahn der Gefühle im Kryptomarkt




20.07.21 13:45
21Shares AG

Zug (www.aktiencheck.de) - Das zweite Quartal dieses Jahres liegt hinter uns. Eine Achterbahn der Gefühle beschreibt die Marktstimmung dieses Zeitraumes wohl am besten, denn er war von einer Reihe von unvorhersehbaren und paradigmenverändernden Ereignissen geprägt, so Eliezer Ndinga von 21Shares.

So sei am 14. April der Bitcoin auf dem Höhepunkt einer spekulativen Manie gestanden und sei kurz davor gewesen, die Marke von 65.000 US-Doller zu überschreiten. Angetrieben gewesen sei diese Manie hauptsächlich durch das Spot- und Leveraged-Trading von erfahrenen Investoren, Finanzinstitutionen und Retail-Neulingen. Das Open Interest an Bitcoin-Futures sei ein wesentlicher Indikator, um die Nachfrage des gehebelten Handels zu messen, da das Handelsvolumen des Futures-Markts größer sei als das Volumen des Spot-Markts. In dieser Hinsicht hätten im vergangenen Quartal beide Märkte astronomische Dollarbeträge verarbeitet und Allzeithochs verzeichnet. Bis Ende Mai hätten die Futures-Börsen eine Wachstumsrate von 31 Prozent gegenüber dem Vormonat (MoM) notiert und ein Volumen von 2,56 Billionen Dollar abgewickelt. Die Spotgeschäfte der Kryptobörsen hingegen hätten ein Handelsvolumen von 2,31 Billionen Dollar umfasst und im selben Monat ein MoM-Wachstum von 39 Prozent verzeichnet.

Spot-Käufe seien mit einem phänomenalen Tempo von Jahresbeginn bis Ende Mai auf circa 156 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum 2020 habe die Rate nur ungefähr 54 Prozent betragen. Folgende vier Phänomene seien die Ursachen des Krypto-Booms im laufenden Jahr:

1. Wachsende Akzeptanz gegenüber Bitcoin. So habe der Autokonzern Tesla beispielsweise Bitcoin im Wert von 1,5 Milliarden Dollar gekauft. Der US-amerikanische Asset Manager JP Morgan habe für seine Kunden ein aktiv verwaltetes Krypto-Produkt gestartet.

2. Der lang erwartete Börsengang der führenden US-Krytobörse Coinbase im April und im Nachgang Investoren und Mitarbeiter, die potenziell ihren Profit wieder in den Kryptomarkt investieren würden.

3. Der Aufstieg von Meme-Kryptoassets wie Dogecoin (Ein-Jahres-Rendite von 5.361,6 Prozent), der hauptsächlich von Elon Musk angeheizt worden sei.

4. Die wachsende Anerkennung der Dezentralisierung aufgrund der GameStop-Saga. Ethereum (166,87 Prozent YTD-Rendite) die große Anzahl von Decentralized Finance (DeFi-) Projekten und NFTs (Non-Fungible-Token) hätten merklich von dieser Bewegung profitiert.

In ihren Investorenbriefen habe 21Shares bereits berichtet, dass das harte Durchgreifen gegen Bitcoin und den Handel in China den größten Marktabsturz in der Geschichte von Bitcoin ausgelöst habe. Infolgedessen hätten die Spekulationen auf breiter Front nachgelassen und chinesische Miner seien offline gegangen, um neue Standorte zu finden. Das tägliche Open Interest sei um mehr als 55 Prozent gesunken und bewege sich seit dem Ausverkauf im Mai zwischen 10,7 Mrd. und 13,0 Mrd. US-Dollar. Der Preis von Bitcoin habe sich diesen Entwicklungen nicht entziehen können und sei - ausgehend von seinem Allzeithoch Mitte April - um mehr als 40 Prozent gesunken. Demzufolge habe das Kryptoasset das zweite Quartal mit seiner schlechtesten Quartalsperformance in Höhe von minus 38,8 Prozent unter den Top Fünf der Kryptoassets nach Marktkapitalisierung beendet.

Dennoch sei 21Shares positiv gestimmt und davon überzeugt, dass sich die Fundamentaldaten seit Ende Mai auf dem Wege der Erholung befinden würden. Zur Untermauerung dieser These sei beispielsweise Capital International anzuführen, mit zwei Billionen US-Dollar AuM eine der ältesten Investmentfirmen der Welt. Das Unternehmen habe über 10 Prozent der Anteile an MicroStrategy erworben, die wiederum der größte institutionelle Inhaber von Bitcoin sei. Als erstes börsennotiertes Unternehmen habe MicroStrategy Anfang des Jahres angekündigt, seine Vorstände in Bitcoin statt in Bargeld für ihre Dienste zu bezahlen.[1]

Trotz der Tatsache, dass es auf dem Bitcoin-Markt wahrscheinlich in absehbarer Zeit ruhig bleiben werde, würden die Miner wieder online zu gehen beginnen, was die nach dem Einbruch nun wieder ansteigende Hash-Rate belegt.[2] Bei 21Shares beobachte 21Shares mit datengesteuerten Analysen unter Verwendung fundamentaler Metriken wie der Hash-Rate genau, wie sich die Zukunft des Kryptomarktes entwickeln werde. Diese Metriken seien unverzichtbare Werkzeuge, um die Entwicklung des Marktes - besonders in Bärenmärkten - zu beobachten.

[1] https://www.microstrategy.com/content/dam/website-assets/collateral/financial-documents/financial-document-archive/Form-8-K_04-11-2021.pdf

[2] https://www.blockchain.com/charts/hash-rate (20.07.2021/ac/a/m)






 
 
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