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Q4-Berichte der US-Banken: Keine großen Überraschungen erwartet




14.01.19 16:03
Aberdeen Standard Investment

London (www.aktiencheck.de) - Diese Woche werden die US-Banken beginnen, die Ergebnisse des vierten Quartals bekannt zu geben. Jon Curran, Senior Investment Manager bei Aberdeen Standard Investments, kommentiert, was von den Ergebnissen zu erwarten ist.

Curran rechne von den größten US-Banken mit keinen großen Überraschungen, wenn sie über die Ergebnisse des 4. Quartals berichten würden - eher das Altbekannte. Sie würden von den wechselhaften Kapitalmärkten gegen Ende des Quartals sprechen und welche Auswirkungen die Volatilität auf die marktbasierten Ergebnisse gehabt habe. Und wahrscheinlich gebe es auch einige Kommentare über die sich ständig ändernde Form der Zinskurve und welche Auswirkungen das auf die Margen haben werde. Aber für das Gesamtjahr 2018 sei zu vermuten, dass man hören werde, dass sie vor allem von den gestiegenen Zinsen profitiert hätten. Die gute Nachricht sei, dass die US-Finanzhäuser über diversifizierte Geschäfte verfügen würden und obwohl sie sicherlich dem Marktgeschehen ausgesetzt seien, andere Umsatztreiber hätten, welche diese Einflüsse kompensieren würden. In jedem Fall könnten die kürzlich gesunkenen Hypothekenzinsen - getrieben von niedrigeren Renditen der US-Staatsanleihen - für die Banken durchaus ein Segen für das Geschäft mit Hypothekendarlehen sein. Und auf der Ausgabenseite sei Curran sich sicher, dass man über eine fortgesetzte Kostenkontrolle sprechen werde, da die Banken darum kämpfen würden, ihre Effizienzraten zu optimieren.

Betrachte man die drei Aspekte der Bankbilanzen - Kapital, Liquidität/Finanzierung und Vermögensqualität -, so ergebe sich grundsätzlich aus diesen eine gute Story. Das Kapitalniveau sei nach wie vor solide, und während die Management-Teams der Banken davon ausgehen würden, dass dieses im Laufe der Zeit leicht sinken werde, biete es dennoch genügend Puffer für alle diejenigen, die Anleihen halten würden. Die Liquiditätsprofile der größten US-Banken wie JP Morgan und Bank of America würden von etablierten Einlagenstrukturen bei immer noch niedrigen Finanzierungskosten profitieren. Der Finanzierungsbedarf dieser und anderer Peer-Banken sei daher weniger stark vom Wholesale-Markt abhängig, was positiv sei. So wie es jetzt aussehe, bleibe die Qualität der Vermögenswerte stark und stabil - es dürfte hin und wieder von aufkommenden Zahlungsausfällen zu hören sein, aber das müsse vor dem Hintergrund eine Entwicklung weg von den historisch niedrigen Verlustraten betrachtet werden.

Curran sei daher der Meinung, dass die größten US-Banken heute auf einer soliden fundamentalen Basis stünden, mit diversifizierten Geschäftsfeldern sowie einem geringeren Finanzierungsbedarf an den Kapitalmärkten als im Vorjahr. Dieser letzte Punkt sollte den Bankanleihen einen positiven technischen Impuls verleihen, wobei der Angebotsüberhang für den Sektor geringer ausfallen dürfte. Vor diesem Hintergrund, und wenn die Geschichte in irgendeiner Form als Orientierung tauge, sei damit zu rechnen, dass die Banken mit einigen neuen Anleiheangeboten aufwarten sollten, da sie die Aufmerksamkeit der Investoren zur Ertragssaison bereits hätten. (14.01.2019/ac/a/m)





 
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