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Q1 brachte bei den meisten etablierten Aktienmärkten schöne Kurszuwächse




01.04.21 10:20
Raiffeisen Bank International AG

Wien (www.aktiencheck.de) - Die Bilanz für das erste Quartal fällt für die meisten Aktienmärkte sehr positiv aus, so die Analysten der Raiffeisen Bank International AG.

Hervorsteche die Performance des heimischen ATX (ISIN: AT0000999982, WKN: 969191) (+13,6%) und der Eurozone-Benchmark EURO STOXX 50 (ISIN: EU0009658145, WKN: 965814) (+10,3%), welche beide zweistellig hätten zulegen können. Hilfreich für die Outperformance gewesen sei, dass im Q1 insbesondere auch "Value"-Titel überdurchschnittlich gelaufen seien, welche in beiden Indices hoch gewichtet seien. Zudem habe dem ATX geholfen, dass Unternehmen mit kleinerer Kapitalisierung (Small Caps) besser als der breite Markt gelaufen seien.

Der US-Leitindex S&P 500 (ISIN: US78378X1072, WKN: A0AET0) habe mit einem Kurszuwachs von 5,8% ebenfalls einen sehr soliden Jahresstart hinlegen können, wobei gestern zwischenzeitlich sogar ein neues Allzeithoch markiert worden sei. Für Rückenwind im Quartalsverlauf hätten Forschritte in der Impfkampagne gesorgt, mehrheitlich besser als erwartete Quartalsergebnisse und das USD 1,9 Bio. schwere Fiskalpaket der Biden-Administration. Gestern sei es dann wiederum der positive Nachrichtenfluss rund um das nächste geplante Maßnahmenpaket des neuen Präsidenten gewesen, bei dem das Thema Infrastruktur adressiert werden solle. Hier sollten ersten Plänen zu Folge USD 2,2 Bio. über einen Zeitraum von zehn Jahren in die Erneuerung der Infrastruktur investiert werden, wobei u.a. eine Anhebung der Körperschaftssteuer auf 28% als Gegenfinanzierung dienen solle. Weitere Pläne wüden im April folgen. Klar sei aber auch, dass hier noch harte Verhandlungen vor etwaigen Beschlüssen anstehen würden. Da auch E-Mobilität ein Schwerpunkt des Pakets sein dürfte, habe der NASDAQ 100 (ISIN: US6311011026, WKN: A0AE1X) gestern zur Abwechslung einmal überdurchschnittlich zugelegt. Die Quartalsbilanz des mit IT- und Internettiteln gespickten Indexes falle aber trotzdem mit einem Kursplus von lediglich 1,6% mau aus.

Dem insgesamt positiven Aktienmarktumfeld zuträglich in Q1 sei auch das anspringende Volumen bei Fusionen und Übernahmen (M&A) gewesen. Der Gesamtwert der anstehenden und abgeschlossenen Transaktionen sei laut dem Datenanbieter Refinitiv im Jahresvergleich um 93% auf USD 1,3 Bio. geklettert, was das zweithöchste Quartalsergebnis in der Historie darstelle.

Während Japans Aktienmarkt im Q1 ebenfalls zu den Top-Performern gezählt ahbe, so habe der HSCE nur moderat zugelegt. Heute Morgen würden sich beide mit dem Rückenwind aus Übersee etwas fester präsentieren. Nippons Einkaufsmanagerindex für die Industrie (Manufacturing PMI) habe sich von 51,4 auf 52,7 verbessert, wohingegen der chinesische Caixin Manufacturing PMI mit 50,6 die Schätzungen unterboten habe.

Die vorbörslichen Indikationen würden auf einen minimal festeren Handelsauftakt in Europa hindeuten. Heute stehe mit dem ISM Index für das verarbeitende Gewerbe ein weiteres ökonomisches Datenhighlight an. Laut Konsensschätzungen solle das Barometer für die US-Industrie von einem ohnehin schon sehr hohen Niveau noch weiter ansteigen würden.

Zu den stärksten Assets seit Jahresbeginn zähle Öl, wobei sowohl Brent als auch WTI deutlich über 20% hätten zulegen können. Rückenwind verbreiteten hier das Anziehen der Nachfrage und eine disziplinierte Umsetzung der Angebotsdrosselung (samt Verlängerung durch die OPEC+-Staaten). Gestern habe der Ölpreis allerdings abgegeben. Im zweistelligen Prozentbereich zulegen können hätten auch die konjunktursensitiven Industriemetalle. Zu den schwächsten Assets hätten hingegen die Edelmetalle gezählt. Während Silber im Q1 um 6,9% nachgegeben habe, so habe der große Bruder Gold sogar rund 10% verloren. Bei letzterem hätten sich insbesondere die kräftig ansteigenden US-Staatsanleiherenditen als Spielverderber erwiesen, weil dies an der Attraktivität am nicht zinstragenden Gold knabbere. Quartalssieger sei aber ganz klar die Kryptowährung Bitcoin gewesen, die seit Jahresbeginn um fast 138% hinzugewonnen habe. (01.04.2021/ac/a/m)






 
 
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