Kolumnist: Björn Junker

Prospect Resources: Ist das DER Profiteur des neuen Lithium-Booms?




17.09.20 11:06
Björn Junker

Teslas „Batterietag“ rückt näher und wird von der Elektromobil- und der Batteriebranche mit großer Spannung erwartet, denn angesichts der Bedeutung des US-amerikanischen E-Autobauers könnten schon geringe Veränderungen geschweige den Neuentwicklungen große Auswirkungen haben – auch und gerade für jene Unternehmen, welche die Rohstoffe für die Lithium-Ionen-Batterien, die entscheidende Komponente jedes elektrisch betriebenen Fahrzeugs, liefern.

Ein neuer Lithium-Boom

Der Batterietag dürfte so schon im Vorfeld ein grelles Schlaglicht auf eine Ausgangslage werfen, die vielen Anlegern bislang so nicht bewusst sein dürfte – das Lithiumangebot weltweit könnte schon sehr bald nicht mehr ausreichen, um die explodierende Nachfrage zu bedienen. Und damit wären drastische Preissteigerungen quasi vorprogrammiert!

Denn der Absatz von Elektromobilen steigt viel schneller als allgemein erwartet! Neuesten Studien zufolge könnten Elektromobile bereits 2025 ein Drittel aller Automobilverkäufe ausmachen – und schon 2030 könnten sie einen Marktanteil von51% erreichen und damit dem Verbrennungsmotor den Rang ablaufen! Was wiederum zu einer drastischen Nachfragesteigerung nach Lithium (und anderen Batterierohostoffen) führen würde… Das Branchenmagazin Corporate Knights geht davon aus, dass sich die Lithiumnachfrage allein in den kommenden fünf Jahren verdreifachen wird.

Und es gibt in der Branche zahlreiche Stimmen, die warnen, dass das Angebot nicht ausreichen wird, um diese Nachfrage zu erfüllen. Der Lithiumpreis müsse steigen, die Elektromobilbranche mehr zahlen, damit ausreichend in den Ausbau bestehender und die Entwicklung neuer Projekte investiert werden, um die zukünftige Nachfrage zu bedienen, heißt es in einem Reuters-Bericht.

Prospect Resources herausragend aufgestellt

Gut aufgestellte Lithiumfirmen sollten in einem solchen Umfeld besonders stark profitieren können. Und zu diesen gehört unserer Ansicht nach unbedingt die australische Prospect Resources (WKN A1JW80 / ASX PSC) mit ihrem Lithiumprojekt Arcadia in Simbabwe!

Bei Arcadia (87% Prospect Resources) handelt es sich um das siebtgrößte Hartgestein-Lithiumvorkommen weltweit und um das am weitesten fortgeschrittene Lithiumprojekt ganz Afrikas. Prospect hat hier Ressourcen von insgesamt 808.000 Tonnen Li2O (und 19 Mio. Pfund Tantal) bzw. Reserven von 457.000 Tonnen Li2O (10 Mio. Pfund Tantal) nachgewiesen und hält auch bereits alle nötigen Genehmigungen, um die Produktion aufzunehmen!

Und die dürfte auch ohne einen Boom bei den Lithiumpreisen schon äußerst rentabel ausfallen: Die endgültige Machbarkeitsstudie von Ende 2019 jedenfalls geht davon aus, dass Arcadia in den ersten fünf des auf 15,5 Jahren geschätzten Minenlebens ein EBITDA von jeweils 168 Mio. USD erzielen wird, sodass die Amortisierungsdauer bei gerade einmal 18 Monaten liegen dürfte. Die Studie errechnet zudem einen Nettobarwert von gigantischen 710 Mio. USD (bei einer Abzinsung von 10%), was zu einer internen Rendite (IRR) von sage und schreibe 71% führt!

Was auch damit zu tun hat, dass Prospect auf Arcadia eben nicht nur extrem reines (geringer Eisenanteil) Spodumen für den chemischen und den Batteriemarkt produzieren wird, sondern auch ein Lithiumprodukt namens Petalit, das für den Glas- und Keramikmarkt gedacht ist und im Vergleich zu Spodumen, vor allem in der hohen Qualität, die Prospect anbieten kann, häufig einen Preisaufschlag erzielt. Erst vor Kurzem meldete das Unternehmen dazu einen sensationellen Deal mit dem belgischen Konzern Sibelco, der bis zu 100.000 Tonnen Arcadia-Petalit pro Jahr über sieben Jahre abnehmen will – was quasi der gesamten Jahresproduktion an Petalit entspricht, mit der Prospect auf Arcacia rechnet!

Übernahme durch Uranium One?

Und auch das Interesse an Prospects Spodumen-Produkt ist enorm. Was sich allein schon daran zeigt, dass der Uranium One-Konzern, eine Tochtergesellschaft des russischen Staatskonzerns ROSATOM, Ende vergangenen Jahres eine Absichtserklärung mit Prospect Resources unterzeichnete.

Diese erlaubte es Uranium One zunächst, eine Due Diligence-Prüfung des Unternehmens und des Arcadia-Projekts vorzunehmen. Darauf folgten Verhandlungen über eine mögliche Beteiligung des russischen Riesen an Prospect oder deren Tochtergesellschaften sowie über die Abnahme von 51% der zukünftigen Lithiumproduktion von Prospect. Im Juli dann teilte das Unternehmen mit, dass man sich die Dienste von Renaissance Securities als Finanzberater sicherte, die über gute Beziehungen nach Russland verfügen, da mittlerweile auch eine Komplettübernahme des Projekts oder sogar des ganzen Unternehmens im Raum stehe!

Schon vor längerer Zeit hatte Prospect zudem eine Abnahmevereinbarung mit der chinesischen Sinomine abgeschlossen, die sich an am Unternehmen beteiligte. Insgesamt, bei erfolgreichem Abschluss der Verhandlungen mit Uranium One, wäre damit die gesamte Produktion der geplanten Arcadia-Mine auf Jahre hinaus abgenommen!

Projektfinanzierung auf einem guten Weg

In der oben erwähnten Machbarkeitsstudie wird für den Bau dieser Mine mit Kosten von 162 Mio. USD ausgegangen, was sicherlich eine Herausforderung darstellt. Doch auch in Bezug auf die Projektfinanzierung hat Prospect Resources bereits große Fortschritte gemacht und konnte sich bereits die Unterstützung der Afreximbank sichern. Hierbei handelt es sich um eine 1993 unter der Schirmherrschaft der African Development Bank gegründete panafrikanische Bank, die den afrikanischen, internationalen Handel fördern und finanzieren soll und der mehr als 50 Staaten als Mitglieder angehören.

Für Prospect Resources wird die Afreximbank zum einen Geldgeber sein, zum anderen als Konsortialführer für einen 143 Millionen US-Dollar schweren Kredit agieren. 75 Millionen US-Dollar will die Bank selbst bereitstellen. Bereits vor den nun anstehenden Due-Diligence-Prüfungen habe man sich mit der Afreximbank für den Kredit auf unverbindliche indikative Konditionen einigen können, meldet Prospect Resources Ende vergangenen Jahres.

Insgesamt ist Prospect Resources (WKN A1JW80 / ASX PSC) damit ganz offensichtlich herausragend positioniert, um vom nach Ansicht vieler Experten schnell und nachhaltig wachsenden Trend zur Elektromobilität und dem daraus resultierenden, potenziellen Anstieg des Lithiumpreises zu profitieren. Kaum ein anderes Unternehmen des Sektors weist unserer Ansicht nach ein solch vorteilhaftes Chance- / Risikoprofil auf! Die aktuelle Marktkapitalisierung von rund 43 Mio. AUD (laut ASX) erscheint uns angesichts all dessen als deutlich zu niedrig.


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