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Kolumnist: Bernd Raschkowski

Platin erreicht charttechnische Unterstützungszone




05.03.20 07:42
Bernd Raschkowski

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

In den letzten Wochen wurden die internationalen Märkte über alle Anlageklassen hinweg ordentlich durchgewirbelt. Im Zuge der Corona-Sorgen gaben nicht nur die Aktienmärkte deutlich nach, sondern auch etliche Rohstoffe. Die Edelmetalle profitieren als relativ sichere Häfen normalerweise von globalen Risiken. Allerdings werden Gold, Silber oder Platin in Mitleidenschaft gezogen, wenn Depots komplett liquidiert werden (müssen). Kürzlich konnte man dies wieder eindrucksvoll beobachten: Nachdem die Aktienmärkte rutschten, wurden auch alle andere Anlageklassen abverkauft. Ein Grund hierfür liegt in den Depots, welche über Kredite gehebelt werden. In schlechten Phasen müssen Positionen aufgrund der Sicherheitsvorgaben der Banken verkauft werden.


Platin traf es in der vergangenen Woche hart, das Edelmetall fiel um mehr als zehn Prozent. Von rund 1.000 Dollar je Feinunze ging es zeitweise bis auf 860 Dollar abwärts. Erst gestern erholte sich die Notierung wieder etwas.


Rücksetzer zum Kauf nutzen?


Durch den Rücksetzer ergibt sich meiner Meinung nach eine interessante Einstiegsgelegenheit. Denn übergeordnet erscheint das Edelmetall aus verschiedenen Gründen aussichtsreich. Aus fundamentaler Sicht steigt die Nachfrage seitens der Industrie stark (unter anderem auch durch die wachsende Brennstoffzellenbranche). Insofern wird Platin in den kommenden Jahren möglicherweise verstärkt in den Blickpunkt der Investoren rücken.


Aus charttechnischer Sicht besteht ohnehin ein positives Signal für das Edelmetall. Nach dem Ausbruch aus dem langfristigen Abwärtstrend im Jahr 2018 hatte sich die Lage des Metalls grundsätzlich aufgehellt. Anschließend bildete sich nach einer Seitwärtsphase ein neuer, zaghafter Aufwärtstrend aus. Seit über einem Jahr tendiert die Notierung nach Norden – bislang in sehr kleinen Schritten.


Charttechnik: Unterstützungszone erreicht


Im Herbst 2019 gewann die Aufwärtsdynamik zunächst an Fahrt, jedoch wurde die positive Entwicklung mit dem jüngsten Rutsch wieder zunichte gemacht (siehe Abbildung unten).


In der folgenden Abbildung ist die Entwicklung von Platin seit Mitte 2018 dargestellt (in US-Dollar je Feinunze, Candlestick-Chart, eine Kerze entspricht einem Tag):


 



 


Nach dem Rücksetzer ist Platin in einem Unterstützungsbereich angekommen. Sowohl bei 850 als auch 877 Dollar verläuft eine horizontale Stabilisierungslinie. Dazu verleiht auch der Aufwärtstrend der letzten Monate Auftrieb. Die maßgebliche Chartlinie verläuft derzeit bei rund 841 Dollar.


Vor diesem Hintergrund erscheint Platin grundsätzlich aussichtsreich. In den nächsten Monaten sind tendenziell steigende Notierungen wahrscheinlich. Die Chart-Ampel gibt grünes Licht. Aufgrund der Unterstützungszone knapp unterhalb des momentanen Kursniveaus ergibt sich ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis. Risikobereite Anleger können zugreifen und das Trading-Szenario im eigenen Depot umsetzen.


 


Freundliche Grüße aus Köln


Ihr



Bernd Raschkowski
Chefredakteur
www.rohstoff-und-devisen-news.de



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