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Platin: Boden gebildet - Dreieck lässt demnächst einen Ausbruch erwarten




06.04.21 15:50
Der Aktionär

Kulmbach (www.aktiencheck.de) - Nachdem Platin (ISIN: XC0009665545, WKN: XPTUSD) am 16. Februar ein Intra-Day-Hoch bei 1.348,10 Dollar markierte, gab der Kurs zwischenzeitlich mehr als 300 Dollar nach und erreichte am 5. März ein Tagestief bei 1.110 Dollar, so Carsten Stork von "Der Aktionär".

Seitdem bilde sich ein Boden. Der Future habe erst Anfang Dezember des letzten Jahres die 1.000-Dollar-Marke geknackt. Das aktuelle Niveau halte der Experte weiterhin für einen Long-Einstieg interessant.

Der Platinverbrauch der Autoindustrie könnte dieses Jahr um 25 Prozent ansteigen. Große Hersteller würden Palladium im häufiger mit dem (noch) kostengünstigeren Platin substituieren. Auch bei der Umsetzung des weltweiten "Green Deal" spiele das Industriemetall eine wichtige Rolle. Auch als Edelmetall sei Platin weiterhin gefragt. Der Markt nach wie vor ein weiter niedriges Zinsumfeld bei anziehender Inflation aufgrund von Produktions- und Lieferengpässen verbunden mit einer weiterhin starken Nachfrage. Das sollte für weiter steigende Preise sorgen. Der Platin Future habe in den letzten Tagen einen Boden gebildet und laufe aktuell in ein Dreieck hinein. Ein Ausbruch sei zu erwarten.

Die Nachfrage nach dem Edel- und Industriemetall sollte auch 2021 weiter steigen. Das werde den Preis stützen. Jahrelang habe der Markt mit einem Überangebot zu kämpfen gehabt und der Kurs sei seit dem Hoch bei 2.308 Dollar im Jahr 2008 auf 562 Dollar im letzten Jahr gefallen. Durch die Unterbrechung der Produktion aufgrund der Covid-19 Pandemie habe sich das Überangebot weit stärker reduziert als ursprünglich angenommen. Sechs maßgebliche Faktoren könnten, bei einer nachlassenden Pandemie, den Kurs weiter beflügeln:

1. Der Kurs des US-Dollar: steige der US-Dollar, falle in der Regel der Preis für Platin
2. Politische Stabilität in Afrika: soziale und politische und soziale Unruhen könnten sich negativ auf die Förderung auswirken
3. Die Entwicklung in der Automobilindustrie: ca. 40% der gesamten Produktion werde bei der Herstellung von Fahrzeugkatalysatoren verwendet
4. Die Nachfrage der der Schmuckindustrie - ca. 35% der Produktion
5. Die Nachfrage aus anderen Bereichen, wie Medizin- und Labortechnik, Flug- und Raumfahrttechnik - ca. 20% der Produktion
6. Die Nachfrage von Anlegern - ca. 5% der Produktion

Die aktuelle Kurskonstellation scheine für einen Einstieg interessant. Sollte der Ausbruch nach oben erfolgen: Long, rät Carsten Stork von "Der Aktionär". (06.04.2021/ac/a/m)







 
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