Kolumnist: Feingold-Research

Osram – das nächste Opfer




10.01.19 15:34
Feingold-Research

Mit Osram fällt das Damoklesschwert “Gewinnwarnung” am Donnerstag über die nächste, zuletzt schon gebeutelte, Aktie. Sechs Prozent tiefer geht es für Osram. In 2018 schien die Aktie mit der schönen WKN LED400 um 30 Euro einen stabilen Boden gefunden zu haben. Anleger schauen sich die Discounter DS5D4Q von X-Markets oder CP47UF der Citi mit 10 und 15 Prozent p.a. Rendite an. Mit etwas Puffer lassen sich aufgrund der hohen Volatilität aussichtsreiche Papiere finden. 

Wir blicken auf die ausführliche Einschätzung von dpa-afx:


Beim Lichtkonzern Osramkommt beim Blick auf die Zahlen des abgelaufenen Jahresviertels keine Freude auf. “Die ersten Daten deuten darauf hin, dass das vergangene Quartal bei uns noch schwächer ausgefallen ist, als dies manche Finanzexperten und wir noch vor einigen Monaten erwartet haben”, sagte Firmenchef Olaf Berlien der “Augsburger Allgemeine” (Donnerstagausgabe). “Ich sehe dunkle Wolken für 2019 am Horizont aufziehen, die Nachfrage nach Leuchtdioden geht spürbar zurück. Was mir aber für das neue Jahr am meisten Sorgen bereitet, ist die rückläufige Auto-Konjunktur.”


Die Schwäche der Automobilindustrie gehe nur zu einem Teil auf den Diesel-Skandal zurück, sagte Berlien. “Denn in den letzten drei Monaten sind in China die Autoverkäufe massiv um bis zu 16 Prozent eingebrochen. Das ist für uns schmerzlich.” Dazu kämen die jüngsten Einbrüche im Geschäft von Apple und Samsung . “Firmen aus der Auto-und Smartphone-Branche sind extrem wichtige Kunden für uns“, betonte der Osram-Chef. “Wir spüren den Handelskonflikt zwischen den USA und China, nachdem wir schon 2018 unter dem hierzulande wenig bekannten Handelskonflikt zwischen Südkorea und China gelitten haben”, sagte Berlien. “Das führte zu einem zehnprozentigen Rückgang unserer Lieferungen an koreanische Autohersteller.”


Auch der Brexit sei für Osram als Zulieferer für viele Branchen eine Belastung: “Ich schaue mit großer Sorge auf die Entscheidung des britischen Parlaments am Dienstag, denn sie wird Auswirkungen auf die gesamte Industrie und deshalb auch auf Osram haben”, betonte der Konzernchef.


Nach dem Rückzug von Siemens würde Osram den Einstieg eines Großaktionärs begrüßen. “Ein solch größerer Aktionär hat grundsätzlich den Vorteil, dass er ein Unternehmen in seiner Strategie unterstützen kann”, sagte Berlien. Dies gelte insbesondere für langfristige Themen, auch wenn es einmal konjunkturell nicht so gut laufe. Er kommentiere aber grundsätzlich keine Spekulationen über mögliche Investoren.


Quelle: dpa-afx, eigene



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