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Österreich mit niedrigstem Vermögenszuwachs in Europa




28.09.17 12:30
FONDS professionell

Wien (www.aktiencheck.de) - Die Welt war Ende des Jahres 2016 so reich wie noch nie, geht aus dem aktuellen "Global Wealth Report" der Allianz hervor, so die Experten von "FONDS professionell".

Österreich gehöre allerdings zu den Verlierern dieser Entwicklung, weil Sparer den Aktienmärkten typischerweise misstrauen würden.

Auf die Entwicklung des privaten Geldvermögens hätten die politischen Turbulenzen im Jahr 2016 keinerlei Auswirkungen, zeige die achte Ausgabe des "Global Wealth Report" der Allianz: Vielmehr sei das weltweite Brutto-Geldvermögen um 7,1 Prozent gewachsen und damit wesentlich stärker als 2015 mit einem Plus von 4,7 Prozent. Das globale Netto-Geldvermögen - definiert als die Differenz zwischen Brutto-Geldvermögen und Verbindlichkeiten - habe Ende 2016 bei 128,5 Billionen Euro gelegen. Das sei ein neuer Rekord - und die Welt damit so reich wie nie.

Grund für die gute Entwicklung sei laut Allianz vor allem die Jahresendrally an den internationalen Aktienmärkten gewesen. Knapp 70 Prozent des Vermögenzuwachses seien 2016 auf das Konto von Wertveränderungen im Bestand gegangen, nur gut 30 Prozent seien auf Mittelzuflüsse entfallen. "Im Jahr zuvor war dieses Verhältnis genau umgekehrt", erkläre die Allianz.

Indes würden vor allem Europäer das Risiko scheuen, das Börseninvestments mit sich bringen würden: Während die Amerikaner in den zurückliegenden fünf Jahren Wertpapiere für insgesamt mehr als 700 Milliarden Euro gekauft hätten, hätten die Europäer sich von Anteilscheinen im Wert von rund 350 Milliarden Euro getrennt. "Europa spart - Amerika investiert", laute denn auch das knappe Zwischenfazit der Allianz-Analyse.

Österreich bleibt zurück

Amerikanische Renditesucher würden also ihr Geld für sich arbeiten lassen. In Europa und besonders in Österreich sei es umgekehrt: Auf die vergangenen fünf Jahre gerechnet, sei die Wachstumsrate des Geldvermögens nirgendwo sonst im Euroraum niedriger als in Österreich (2,6 Prozent) gewesen. Finnland weise die höchste Vermögensrendite auf mit 8 Prozent pro Jahr, knapp vor den Niederlanden mit 7,6 Prozent. Grund dafür sei bei den Finnen eine hohe Wertpapierquote im Portfolio; die niederländischen Haushalte seien mit Abstand am stärksten in Pensionsfonds engagiert. Der Anteil der Bankeinlagen sei hingegen in Österreich, Deutschland und Portugal am höchsten.

"Während Anleger weltweit bei der Vermögensbildung überwiegend von Zuwächsen an den Kapitalmärkten profitieren, gehen die meisten Österreicher einen anderen Weg - und lassen ihr hart verdientes Geld auf der Bank brachliegen", so Martin Bruckner, Chief Investment Officer der Allianz Gruppe in Österreich. (28.09.2017/ac/a/m)






 
 
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