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Ölpreise könnten anfällig für Korrekturen werden




12.01.21 11:23
Postbank Research

Bonn (www.aktiencheck.de) - Am Neujahrstag 2016 verließ erstmals seit Jahrzehnten des Banns ein Tanker mit zum Export freigegebenem Öl die USA mit Ziel Italien, so die Analysten von Postbank Research.

Seien die USA zuvor Öl-Importeur gewesen, seien bis September 2020 seitdem mehr als zwei Milliarden Barrel Öl in 50 Länder exportiert worden. Im Gegenzug habe kürzlich erstmals seit 2010 binnen Wochenfrist nicht ein einziges Barrel Öl aus Saudi-Arabien den Weg in die USA gefunden. Sei die Nachfrage aus dem In- und Ausland nach WTI-Öl zu nahen Lieferterminen im vergangenen Frühjahr aufgrund der pandemiebedingten Nachfrageausfälle aus dem In- und Ausland dramatisch gefallen, seien die US-Ölexporte mittlerweile auf 3,6 Millionen Barrel bzw. 80 Prozent des Niveaus vor der Coronavirus-Pandemie zurückgeklettert. Verantwortlich hierfür seien insbesondere der Öldurst Chinas und Südkoreas gewesen. Demzufolge hätten auch die extrem hohen Lagerbestände teilweise abgebaut werden können.

Mit dem Beginn der Impfungen gegen Covid-19 würden die Erwartungen hinsichtlich der weltweiten Konjunktur 2021 steigen, weshalb Öl der Sorte WTI erstmals seit Februar 2020 wieder über 50 USD/Barrel bzw. Brent über 55 USD/Barrel gehandelt werde. Allerdings dürfte im April die OPEC+ die Ölförderung erhöhen. Zudem würden einige Marktbeobachter erwarten, dass die weltweite Ölnachfrage frühestens zum Jahresende auf Vor-Pandemie-Niveau zurückkehren sollte. Die Ölpreise könnten demzufolge nun anfällig für Korrekturen werden. (12.01.2021/ac/a/m)





 
 
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