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Ölpreis durchbricht die 70 USD/b




07.06.21 14:05
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die Ölpreise setzten ihre starke Entwicklung fort, so Christian Reuter und Thomas Wybierek von der NORD/LB.

Der Preis für das Fass Brent (ISIN XC0009677409 / WKN nicht bekannt) habe sich in der letzten Woche bei über 70 USD/b festgesetzt. Am Freitag sei es sogar bis über 72 USD/b nach oben gegangen - der höchste Wert seit zwei Jahren. Im Markt drehe sich der Konsens zunehmend in Richtung relativ hoher Preise bis mindestens Ende dieses Jahres. Auf der Nachfrageseite werde die Erwartung einer kräftigen und international breiten konjunkturellen Erholung durch die einlaufenden Daten unterstützt.

Für die USA und Europa sei das keine Neuigkeit mehr. In Asien, wo jüngst immer wieder schlechte Nachrichten Zweifel an einer zeitnahen Entspannung der Pandemie gab, scheinen die Ampeln aber jetzt wieder zumindest auf Gelb zu stehen, so die Analysten der NORD/LB. So lockere insbesondere Indien die Lockdowns. Aber auch in anderen Ländern scheine man gelernt zu haben, wie man mit mehr oder weniger lokalen Maßnahmen größere wirtschaftliche Schäden minimieren könne. Risiken bezüglich des Pandemieverlaufes würden sicher bestehen bleiben, solange eine weltweite Herdenimmunität noch nicht erreicht und die Wahrscheinlichkeit hoch sei, dass doch irgendwo eine Mutation auftauche, die die bisherigen Impfbemühungen zunichtemache. Die Entwicklung des Ölpreises müsse also von der Angebotsseite her erklärt werden, zumal es noch erhebliche freie Förderkapazitäten gebe.

Offensichtlich habe die OPEC+ die Lage im Griff. In den Mitgliedstaaten überwiege das Interesse an einem hohen Preis und Saudi-Arabien, das die Hauptlast der Preisstabilisierung trage, gelinge es, den Laden zusammen zu halten. Eine Rückkehr des Iran an den Markt sei wohl auch erst einmal wieder etwas in die Ferne gerückt. Aus unserer Sicht steckt hinter dieser Strategie das Kalkül, möglichst hohe Gewinne mitzunehmen, solang die US-Produzenten Schwierigkeiten haben, ihr Volumen hochzufahren, so die Analysten der NORD/LB. Dort liege das Produktionsvolumen seit einem Jahr konstant bei (ca.) 2 Mio. unter dem Vorkrisenniveau; die Firmen seien immer noch dabei, sich bei den Investoren die Reputation zu erarbeiten, dass sie dieses Mal auf die Profitabilität achten würden. Irgendwann würden die Margen dann wieder unwiderstehlich sein - der Break-Even-Preis sei angeblich auf 45 USD/b gesunken. Aber eben noch nicht jetzt und die freien OPEC+-Reserven, so um die 5 Mio. b/d, würden genügend Drohpotenzial bieten. Wie habe der saudische Kronprinz Mohammend bin Salman Anfang des Jahres gesagt: "Pulver trocken halten." (Ausgabe 22 vom 07.06.2021) (07.06.2021/ac/a/m)





 
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