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Ölpreis bis Ende 2020 im Durchschnitt etwas über 60 USD erwartet




15.01.19 13:20
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Ölpreise haben sich zum Jahreswechsel schwankungsreich gezeigt, so die Analysten der DekaBank.

Zunächst sei eine starke Abwärtsbewegung durch Konjunktursorgen u.a. bezüglich der chinesischen Wirtschaft befeuert worden. Insbesondere der Rückgang von Stimmungsindikatoren habe die schwindende Zuversicht der spekulativ orientierten Ölmarktteilnehmer verstärkt, die ihre Wetten auf steigende Ölpreise weiter massiv reduziert hätten. China sei nach den USA mit einem Anteil von rund 13% am weltweiten Verbrauch der zweitgrößte Ölkonsument der Welt. Seit Beginn des neuen Jahres hätten die Ölpreise aber wieder zugelegt. Grund dafür sei die Erwartung, dass die Produktionskürzungen seitens der OPEC und Russlands den Ölmarkt wieder ins Gleichgewicht bringen würden. Die Ölpreisprognose für den Jahresverlauf 2019 hätten die Analysten der DekaBank dennoch etwas nach unten genommen.

Perspektiven: Während am Ölmarkt zur Jahresmitte 2018 - auch aufgrund der erwarteten US-Sanktionen gegen den Iran - noch Angst vor Knappheit geherrscht habe, habe sich dies gegen Ende 2018 umgekehrt. Einige große Produzenten wie Saudi-Arabien, Russland oder die USA hätten ihre Ölförderung im Verlauf von 2018 ausgeweitet, um die iranische Angebotslücke zu füllen. Mit dem faktischen "Wegfall" der Sanktionseffekte gegen den Iran (aufgrund umfangreicher Ausnahmen) sei der globale Ölmarkt Ende 2018 überraschend in eine Überversorgung gerutscht. So hätten die OPEC-Länder zusammen mit Russland ab 2019 eine Produktionsdrosselung beschlossen, die den weltweiten Ölmarkt wieder ins Gleichgewicht bringen solle. Falls dies gelinge, dürften sich die Ölpreise im Verlauf von 2019 auf etwas höheren Niveaus verglichen mit Ende 2018 stabilisieren.

Die weltweite Nachfrage nach Rohöl dürfte in den kommenden Jahren aufgrund der geringeren Wachstumsdynamik nur moderat zunehmen. Nicht zuletzt wegen der stark steigenden US-Ölförderung sei für den Prognosezeitraum kein Versorgungsengpass am Rohölmarkt absehbar. Die Analysten der DekaBank würden damit rechnen, dass der Ölpreis bis Ende 2020 im Durchschnitt etwas über 60 US-Dollar verharren werde, wobei auch mittelfristig ein nennenswerter Preisaufschlag der Sorte Brent gegenüber WTI bestehen bleiben werde. (15.01.2019/ac/a/m)





 
 
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