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Ölmärkte: Kaum Bewegung nach OPEC+ Treffen




03.05.21 16:35
Nord LB

Hannover (www.aktiencheck.de) - Die reguläre Sitzung der OPEC+ Minister am Dienstag vergangener Woche hinterließ kaum Spuren an den Ölmärkten, so die Analysten der Nord LB.

Der Preis für das Fass Brent sei im Anschluss gestiegen und im Verlauf dem Jahreshoch von Anfang März mit knapp 69 USD/b sehr nahe gekommen, sei dann aber am Freitag mit etwa 67 USD/b wieder tiefer aus dem Handel gegangen.

Derweil werde es nicht einfacher, die aktuellen Daten zur Lage an den Märkten zu deuten. Einerseits würden Pessimisten immer wieder auf die erschreckend hohe Dynamik der dritten Pandemiewelle in so bedeutenden Ländern wie Japan, Indien und der Türkei hinweisen, die ja immerhin die Wahrscheinlichkeit erhöhe, dass es zu einer Virusmutation komme, die die Impfstoffe austrickse. Andererseits nehme der Konjunkturoptimismus eher noch zu.

Einige Analysten würden inzwischen davon ausgehen, dass die Menschen in den Ländern mit entsprechenden Impffortschritten wie Großbritannien, den USA oder Israel schon im Sommer ihre wiedergewonnene Freiheit in intensiver Weise für Reisen nutzen würden. Wo die Corona bedingten Restriktionen aufgehoben oder gelockert würden, scheine das (eigene) Auto das bevorzugte Verkehrsmittel zu bleiben. So liege der Benzinverbrauch in den USA nur noch 5% unter dem Vorkrisenniveau und in Großbritannien, dem Land mit der höchsten Impfquote nach Israel, würden sich die öffentlichen Verkehrsmittel weniger schnell als die Straßen füllen. Für die Umwelt sei das sicher keine gute Nachricht, für den Ölverbrauch aber schon, da knapp 40% im Straßenverkehr verbrannt würden. Morgan Stanley gehe inzwischen davon aus, dass der Weltölverbrauch bereits 95% des alten Niveaus erreicht habe und im Sommer dieses Jahres auf 101 Mio. b/d steigen werde, womit die fehlenden fünf Prozentpunkte dann wettgemacht wären.

Die OPEC+ habe derweil an ihrem Kurs festgehalten. Die Fördermengen würden im Mai, Juni und Juli um jeweils eine halbe Million Barrels pro Tag erhöht. Saudi-Arabien dürfe die seit Februar freiwillig auferlegten Kürzung von 1 Mio. b/d. graduell beenden, ohne das weitere Details genannt worden seien. (03.05.2021/ac/a/m)






 
 
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