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Öl & Gas - Positiver Ausblick




30.06.20 15:10
Nord LB

Irving, TXHannover (www.aktiencheck.de) - Die Riege der global operierenden und börsennotierten Öl- und Gaskonzerne wird angeführt von Exxon Mobil und Chevron (beide USA), Royal Dutch Shell (NL/GB), BP (GB) und Total (FR), so die Analysten der Nord LB.

Das integrierte Geschäftsmodell der Unternehmen reiche von der Exploration und Förderung von Rohöl/Gas ("Upstream") zu Aktivitäten, die sich mit der Verarbeitung zu Petrochemikalien, Kraft- und Schmierstoffen bis zum Vertrieb an den Endkunden erstrecken würden ("Downstream"). Eni (IT), ConocoPhillips (USA), Repsol (ES), Equinor (NO) oder OMV (AT) seien ebenfalls multinational ausgerichtet, teilweise würden sie aber über keine oder nur über nachrangige Downstream-Aktivitäten verfügen.

Nationalen Erdöl-/gasproduzenten - Saudi Aramco (ISIN SA14TG012N13 / WKN A2PVHD) (SA), Gazprom (RU), Petrobras (ISIN BRPETRACNOR9 / WKN 932443) (BR), Petronas (MY) - seien bedeutende Marktpositionen zuzuordnen, trotz jeweils beschränktem Aktionsradius. Verarbeitung und Vertrieb in China würden von PetroChina und Sinopec (ISIN CNE1000002Q2 / WKN A0M4XN) dominiert.

Verflüssigung von Erdgas (LNG) und die Tiefseeförderung vor Brasilien seien hinsichtlich Produktionsvolumina und zugleich Kapitalbindung die bedeutsamsten Expansionsprojekte multinationaler Konzerne.

Die unkonventionelle Öl-/Gasförderung in den USA zeichne sich durch äußerst kurze Amortisationsdauern und hohe Flexibilität aus.

Im Januar 2020 sei der Weg für eine gute Performance der Öl- und Gasindustrie geebnet gewesen. Nordseeöl Brent habe zumindest bei USD 60/bbl (bbl: Barrel) notiert. Marktsignale hätten für 2020 davon ausgehen lassen, dass wie in Vorjahren die Mehrzahl der global operierenden Öl-/Gaskonzernen ihre Dividendenzahlungen durchgehend innenfinanziert leisten würden (freier Cash-flow größer als Dividende). Der Anstieg von Angebotsmenge und Nachfrage schien sich weitgehend zu entsprechen, so die Analysten der Nord LB.

Als disruptive Änderung habe Covid-19 zunächst die Dynamik der chinesischen Rohöl- und Produktnachfrage einbrechen lassen, dann weltweit um sich greifend den Bedarf an Rohöl, Kerosin und Benzin (temporär auch Diesel). Im Durchschnitt des Q2/2020 werde für die weltweite Rohölnachfrage ein Einbruch auf 81,3 Mio. bbl/Tag (OPEC-Prognose) bis 83,8 Mio. bbl/Tag (Prognose EIA) angenommen (Q1/2019: 98,8 Mio. bbl/Tag). Das Volumenangebot sei auf etwa 92,5 Mio. bbl/Tag (Q1/2019: 99,5 Mio. bbl/Tag) zurückgefahren worden. Volumina der unkonventionellen Rohölproduktion im Permian-Basin hätten im Juni um 11% unter denen des Monats März gelegen (allerdings noch auf Vorjahresniveau). Habe Saudi-Arabien die Märkte im April mit 11,6 Mio. bbl/Tag "geflutet", sei im Mai die Drosselung auf 8,5 Mio. bbl/Tag gefolgt.

Angesichts unbekannten Terrains habe Royal Dutch Shell ein radikales Umsteuern eingeleitet, das mit Kappung der Dividende Ausdruck gefunden habe. Eni habe sich ausbedungen, bis Juli nicht zu einer etwaigen Beschneidung der Dividende Stellung zu beziehen. Die im Frühjahr 2020 neu besetzte Führungsspitze von BP habe sich zunächst dagegen entschieden, die erst zu Q4/2019 vollzogene Dividendenanhebung bereits wieder zurückzudrehen. Eine ganz andere Entschiedenheit habe das Management von Total an den Tag gelegt, indem es sich bezüglich Dividendenkürzungen abfällig über hektische "Überreaktionen" geäußert habe. Exxon Mobil habe sich zur progressiven Dividende bekannt, und bei Chevron genieße die Dividende schlicht sakrosankten Charakter (angesichts unwahrscheinlicher Innenfinanzierung sei mit Rückgriff auf die starke Bilanz ein massiver Ausbau der Verschuldung geplant).

Im Nachhinein sei die von den Analysten zum Jahreswechsel formulierte Zuversicht in die Performanceaussichten des Sektors fehlgeleitet gewesen. Das Missverhältnis der Kapazitäten zur Grundstoff- (Rohöl, Erdgas) sowie zur Produktbereitstellung (Kraftstoffe, petrochemische Erzeugnisse) auf der einen, der durch Covid-19 beschnittenen Nachfrage auf der anderen Seite könnte über einen langen Zeitabschnitt fortbestehen. Besonders dramatisch sei der Nachfragekollaps des Kerosins (-80%). Doch würden die Bilanzzahlen von "Big Oil" komfortablen Spielraum bieten, bis zur Markterholung (nach Wegfall von Angebotskapazität und/oder Normalisierung der Nachfrage) durchzuhalten und aus der Position relativer Stärke Marktopportunitäten zu nutzen. Die Analysten würden den Sektor als "positiv" einstufen (unverändert). (30.06.2020/ac/a/m)






 
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