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OPEC- und US-Produktion wird mittelfristig deutlich steigen




12.06.18 12:50
DekaBank

Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die Ölpreise sind bis Mitte Mai auf den höchsten Stand seit mehr als drei Jahren gestiegen, so die Analysten der DekaBank.

In den letzten Wochen jedoch hätten die Preise wieder nachgegeben, da Russland und Saudi-Arabien in Aussicht gestellt hätten, ihre Ölförderung hochzufahren, um die Ausfälle aus Venezuela und gegebenenfalls aus dem Iran zu kompensieren und so die Versorgungssituation am globalen Ölmarkt zu verbessern. Medienberichten zufolge hätten die USA Saudi-Arabien sogar gebeten, seine Ölförderung auszuweiten, insbesondere nachdem die US-Benzinpreise auf mehrjährige Höchststände geklettert seien. Derzeit fördere das OPEC-Kartell ca. 0,5 Mio. Barrels unterhalb der selbstauferlegten Produktionsobergrenze. Am 22. Juni würden sich die OPEC-Vertreter treffen, und es werde erwartet, dass sie eine leichte Anhebung der Ölförderung beschließen würden. Dies sollte helfen, Angebot und Nachfrage am globalen Ölmarkt wieder ins Gleichgewicht zu bringen.

Um das bis vor nicht allzu langer Zeit noch bestehende Überangebot an Rohöl abzubauen, hätten sich die OPEC-Mitglieder und einige Nicht-OPEC-Länder darauf geeinigt, von Januar 2017 bis Ende 2018 ihre Ölförderung zu drosseln. Aufgrund der krisenbedingten Minderproduktion in Venezuela werde die vereinbarte OPEC-Förderobergrenze inzwischen sogar unterschritten. Dies habe dazu geführt, dass die globale Ölproduktion trotz der kräftigen Steigerung der US-Ölförderung weniger stark zunehme als die weltweite Rohölnachfrage. Das heiße, die Zunahme der weltweiten Ölnachfrage könne nicht mehr komplett durch die Mehrproduktion der USA aufgefangen werden. Sollte infolge des Ausstiegs der USA aus dem Atom-Abkommen mit dem Iran von dort deutlich weniger Rohöl auf den Markt kommen, könnte für einige Zeit das Angebot knapper werden. Mittelfristig werde die OPEC- und US-Produktion aber infolge der höheren Ölpreise deutlich steigen. Der Rohölpreis dürfte bis Ende 2019 über 60 US-Dollar bleiben. (Ausgabe Juni / Juli 2018) (12.06.2018/ac/a/m)





 
 
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