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Kolumnist: Börse Stuttgart AG

Notenbanken im Fokus




26.07.19 16:08
Börse Stuttgart AG

Euwax bonds

Kurz nach unserem Redaktionsschluss am Donnerstag wird sich die EZB-Sitzung dem Ende neigen, gefolgt von einer Pressekonferenz – auf die Anleger bereits die ganze Woche hin fieberten. Der Meinung vieler Marktteilnehmer und Ökonomen zufolge wird die Europäische Zentralbank dabei eine Zinssenkung für September in Aussicht stellen. Manche gehen gar davon aus, dass die EZB diesen Schritt direkt vollzieht.
Damit ist die geldpolitische Wende der EZB endgültig perfekt, hatte sie noch zu Anfang des Jahres erste Schritte zu einer Normalisierung unternommen. Diese Haltung war nicht von langer Dauer, bereits im Juni sandte die Notenbank wieder erste Signale zu einer bevorstehenden Zinssenkung. Nötig wird dieser Schritt wohl unter anderem dadurch, dass die Inflationserwartungen zuletzt abnahmen. Diese lagen im zweiten Quartal bei 1,2 % und somit deutlich unter der postulierten Zielmarke von etwa 2 %.
Für den Anleihenmarkt dürften besonders die Worte bezüglich einer Wiederaufnahme der Anleihekäufe von Bedeutung sein. Im Falle erneuter Anleihekäufe durch die EZB würden die Renditen langfristiger deutscher Staatsanleihen wohl weiter unter Druck geraten – Anleger müssten die jetzt schon negativen Renditen dann wohl über einen längeren Zeitraum in Kauf nehmen.
Bereits am Mittwoch folgt dann die Zinsentscheidung der US-Notenbank Fed. Auch diese wandte sich in den letzten Monaten von einer geldpolitischen Straffung ab und machte zunehmend Hoffnungen auf eine Zinssenkung. Für die anstehende Sitzung wird nun mit einer Senkung des Leitzinses um einen Viertelprozentpunkt gerechnet. Neben dem Verweis auf schwächere Daten kommt für die Fed noch der Faktor der schwer kalkulierbaren Handelspolitik Trumps hinzu. Die wohl bevorstehende Zinssenkung nächste Woche soll nach der Meinung vieler Beobachter jedoch nur der Auftakt sein: Erwartet werden noch zwei oder drei Zinsschritte in diesem Jahr – je nachdem, wie stark der erste ausfällt. Dazu hat die Fed bei ihrem aktuellen Leitzins von 2,25-2,5 % noch weitaus mehr Spielraum als die EZB.


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