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Kolumnist: Börse Stuttgart AG

Notenbanken: Abschied von Mario Draghi – Zinssenkung in der Türkei




25.10.19 14:41
Börse Stuttgart AG

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An und für sich wenig Neues beim Ergebnis der letzten EZB-Sitzung unter der Leitung Mario Draghis. Wie erwartet gab die Europäische Zentralbank bekannt, die Zinsen weiterhin auf ihrem bisherigen Rekordtief zu belassen. Auch der Schüsselsatz zur Versorgung der Geschäftsbanken wird nicht angetastet und bleibt bei 0,0 %. Der im September angepasste Einlagensatz für Geschäftsbanken bleibt ebenfalls, wie er ist – bei minus 0,5 %.Auch in Sachen Anleihenkäufe hielt sich die EZB bedeckt. Zwar bekräftigte die EZB ihr Vorhaben, monatlich Papiere im Wert von bis zu 20 Milliarden Euro zu erwerben. Doch ein etwaiger Zeitpunkt, wann die Ankäufe beendet werden, wurde nicht genannt. Offen bleibt vorerst auch die Frage, wann die EZB beim Kauf von Staatsanleihen an die von ihr selbst gesteckte Grenze von 33 % stößt. So könnte diese Grenze im Falle deutscher Bundesanleihen ersten Schätzungen zufolge bereits Ende 2020 erreicht sein.


Weiterhin bleibt auch die zukünftige Geldpolitik der EZB schwer einzuschätzen. Erste Signale der neuen EZB-Chefin Lagarde und ihres Teams deuten bis dato auf ein Fortführen der bisherigen Geldpolitik Draghis hin. Doch bereits bei der letzten EZB-Sitzung im September wurde von einzelnen Ratsmitgliedern Kritik an der lockeren Geldpolitik laut. Gut möglich also, dass sich unter einer neuen Führung auch die Karten innerhalb des Rats neu mischen und die Stimmen der Kritiker mehr Gewicht erhalten.

In die Geschichtsbücher dürfte Mario Draghi in diesen Tagen dennoch eingehen: Als erster EZB-Präsident, der während seiner gesamten achtjährigen Amtszeit kein einziges Mal die Zinsen erhöhte.


Zinssenkung die Dritte: Die türkische Notenbank setzt ihre geldpolitische Linie rigoros fort und senkt den Leitzins nach dem Wechsel an der Spitze der Notenbank zum dritten Mal in Folge. Wie am Donnerstagmittag bekannt gegeben wurde, wird der Leitzins von einstmals 16,5 % auf nunmehr 14 % gesenkt. Als Grund für diesen Schritt wird der Rückgang der Inflation angeführt. Somit senkte die türkische Notenbank den Leitzins innerhalb dreier Anpassungen um ganze 10 Prozentpunkte.
In einer ersten Reaktion fiel die türkische Lira gegenüber dem US-Dollar und dem Euro. So sackte die Lira im Vergleich zum Euro nach der Bekanntgabe der Zinssenkung von etwa 6,385 Euro auf nunmehr 6,425 Euro ab.


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